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Bon Jovi treten auf dem Cover von "The Circle" aus gleißendem Licht – was wollen sie uns damit sagen? Standen die Altrocker um Schwiegermamas Liebling Jon etwa kurz vor dem Exodus? Kommen sie nach dem Roadtrip "Lost Highway" zurück, um der Welt eine wichtige Mitteilung zu überbringen? Eine Nachricht vielleicht, die alles verändern könnte?
Sollte Letzteres der Fall sein, steht eine klebrig optimistische Zukunft bevor, anders formuliert: alles beim Alten. Denn Bon Jovi sind wieder mal vorne dabei bei der Vermittlung positiver Botschaften, etwa mit dem Allgemeinplatz der Single "We Weren't Born To Follow": "When life is a bitter pill to swallow you got to hold on to what you believe." und ganz im Stile eines Gospelchors antwortet man dem Erlöser Jon brav mit "Yeah", wenn der vorgibt: "Let me hear you say yeah".
Prägend für das weitere Kapitel Bon Jovi-Stadionrock pur ist und bleibt eben die Raubeinstimme des Frauenschwarms. Diese stellt auch das einzig Kantige an dem glatt und kalkuliert produzierten Album dar.
Trotz der Ankündigung, dass man back to the roots gehen wolle, wandeln die US-Rocker weiterhin auf dem Pfad der Saubermänner des Softrocks. Schnulzen à la "Bed Of Roses" bleiben aus – doch das hymnische "When We Were Beautiful" hätte man sich getrost sparen können. Zu lahm und eintönig kommt der Track daher: "Shalala" singen, war hier noch die kreativste Idee.
"Superman Tonight" könnte dem Namen entsprechend einem TV-Heldenepos zugeordnet werden. Der Track beginnt sachte, John-Boys Reibeisenstimme hebt an und pompös poppig – was auch sonst – kommt der Refrain: "I won't lie, I wish that I could be your Superman tonight". Schmalz lass nach.
Die Band kennt ihre Zielgruppe genau und pflegt weiterhin das Image der perfekten Schwiegersöhne. Und das mag nicht mal Fassade sein, zeigt die beigelegte DVD doch Bon Jovis Engagement für ein Häuserbau-Hilfsprojekt. In Schwarz-Weiß bekommt man aber auch Massagebehandlungen vor dem Gig oder Augenbrauen-Schneiden vor dem Fotoshooting aufs Auge gedrückt.
Herrlich normal wirken die Jungs da. Selbst Nicht-Bon-Jovi-Fans bietet die DVD so einen kurzweiligen Blick hinter die Kulissen der amerikanischen Vorzeigerocker. Und natürlich prangt ein großer FSK 0-Sticker auf dem Paket – explicit lyrics oder wüste Beschimpfungen bei Bon Jovi? Verdammte Scheiße, nein. So weit kommts noch!
Nicht, dass es derlei für ein gelungenes Rockalbum bräuchte - aber ein bisschen mehr Rock hätte es schon sein können. Viel Neues gibts ansonsten nicht zu berichten: Sonst wären Bon Jovi auch nicht Bon Jovi.
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"I won't lie, I wish that I could be your Superman tonight"
was ich an Bon Jovi u.a. unerträglich finde, ist der übermäßige gebrauch des Wörtchens "I".
Das ist bei jedem Lied so... und der Rest des Textest gibt dann mir denn Rest
Argh, ich wünschte meine Kolleginnen hätten Musikgeschmack, dann müsste ich das garnicht ertragen!
Ich hab' mir mal die Platte durchgehört. Naja, das Problem ist einfach, das was die New Jerseyer machen ist eigentlich nie schlecht, es ist aber fast immer Durchschnitt. Dann wurde die Platte noch von John Shanks produziert (macht's also nicht besser - sprich: Ohne Ecken und Kanten). Das was es eben halt manchmal ausmacht. Es müssen vielleicht nicht immer die eingängigen Melodien sein, sondern einfach nur wie die Musik arrangiert und produziert wird. Bon Jovi ist meiner Meinung nach immer noch Rock. Weil, ich drück's mal krass aus: Wenn Bon Jovi Pop wäre, dann Linkin Park beispielsweise aber auch. Ist natürlich ein anderes Genre und kann man nicht direkt miteinander vergleichen, aber manche Songs sind bei denen im Prinzip auch massenkompatibel und radiotauglich.
Bon Jovi waren schon kreativer. So ein groovender Basslauf wie bei "Keep The Faith", ein Keyboard-Intro wie bei "Runaway" oder Gitarrenriffs wie bei "Hey God" waren besser. So viel zum Thema "back to the roots".
Dennoch halte ich Bon Jovi immer noch für eine wirklich klasse Live-Band (wo ja manche nach 25 Jahren es immer noch nicht gerafft haben, dass Bon Jovi nicht nur er ist). Live klingen die Songs nämlich bei denen immer purer.
Fazit: 2 Punkte passt schon.
Bon Jovi war bis zu ihrem Erfog mit Slippery when wet doch eine vernünftige, typische 80er Hard Rock Band mit einigen grossartigen Songs wie Runaway, Roulette oder Living on a Prayer. Dann kam der Durchbruch - und wie so oft damit der (musikalische) Niedergang. New Jersey war nur noch ein lahmer Abklatsch von Slippery und Keep the Faith ein letztes Aufbäumen (jaja, da war dieses "Bed of Roses" drauf, aber auch der progressive Longplayer Dry Land oder der rockige Titelsong. Für mich eigentlich das letzte noch irgendwie würdige BJ Album, was danach kam war mehr Schmalz, Pop und Arenarock, als es für die Band gut gewesen wäre
Dieser langweilige Output passt doch hervorragend in die Degeneration der Bon Jovi Geschichte, weshalb also enttäuscht sein? Täuschen lasse ich mich von der Band seit langem nicht mehr 
Leider muss ich mich meinen Vorrednern hier anschließen.
Ich oute mich einfach mal, dass ich in den 80'ern mit Bon Jovi groß geworden bin und mich die alten Alben zu großen Teilen sehr überzeugt haben. Vor allem Richie's Gitarrenspiel (kein ödes Griffbrett-Gewichse, sondern echt mit Eiern) fand ich ziemlich geil.
Leider hört man den neueren Platten (wie Küsel schon sagte, nach Keep the Faith) eine ziemliche Ideen- und Kantenlosigkeit an. Schade. Denn live haben sie es offensichtlich immer noch drauf. Hatte vor 4 Jahren oder so zufällig das Vergnügen, die Band in Düsseldorf zu sehen. In ihrem gesetzten Alter haben sie es mehr als 2,5 Stunden ordentlich krachen lassen.
Der Gesang von Jon Bon Jovi ist allerdings wirklich immer unerträglicher geworden. Seine Art, jeden Vokal bis zum Erbrechen ins "A" zu ziehen wird immer krasser. Zudem strotzen die Lyrics noch mehr von Plattitüden und Füllmaterial als früher. (Wobei z.B. ein "I'll be there for you, these five words I swear to you" auch damals schon nicht unbedingt von lyrischer Größe zeugte...)
Fazit: Alben dieser Band werde ich mir definitiv nie wieder zulegen.
rock on
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Ich sage mal Bon Jovi sind Tokio Hotel für Frauen über 30 ... ich kenn jede Menge von diesen Groupies 
Jaja hackt rum auf BJ und rubbelt Euch einen. Lost Highway war beschissen und ich hatte auch den Glauben in BJ verlorenn. TC ist eine willkommene Überraschung. Die Songs haben wieder Tiefe und die Country-Fiddeleien sind passe. Was BJ mit Pur zu tun haben sollen ist mir schleierhaft. Die Platte ist nicht seicht aber perfekt produziert. Die Single ist mit Abstand der schwächste Song- ein "Its my Life" Klon eben nur schlechter. Songs wie "Bullet" oder "Happy Now" hätten auch ihren Platz auf Keep the Faith gefunden. Und wer "Slippery when Wet" für BJ's Sternstunde hält kennt eben nur "Bad Name" und "Prayer" und hat keine Ahnung. Die beste BJ seit These Days. Und jetzt könnt ihr weiterhacken!
da is ja der erste.....
erklär mir mal "ahnung" im zusammenhang mit geschmack.

Nein!
ich habe kein respekt vor einer band, die seit 25 jahren das gleiche produkt nur in einer anderen verpackung liefert.
für mich die gleiche, unerträgliche schublade wie westernhagen, nena, phil collins, madonna, pur usw.
würde ich nach der bands gefragt, die ich so richtig beschissen finde, bon jovi wäre wahrscheinlich unter den 3 erstgenannten.
@ Para: Ich muss dir gleichzeitig widersprechen und zustimmen. Bon Jovi macht nicht seit 25 Jahren die selbe Musik. Anfangs konnte man wirklich noch von Rock reden. Nur dann haben sie in den 90ern anscheinend gemerkt dass die Frauen viel lieber Kuschelballaden ohne irgendwelchen Tiefgang lieben und sind seit dem auf dieser Schiene gefahren. Im Prinzip aber geauso erbärmlich wie du beschrieben hast.

Yeah Frane 
Ich hab übrigens heute beim Frühstück die neue Sinlge auf Viva gesehen. Es ist der selbe belanglose Scheiss den sie die letzten 10 Singles über gemacht haben. Am geilsten fand ich es aber dass mein Ohr die ganze Zeit einen Bass wahrgenommen hat aber niemand in dem Video Bass spielt
Genau das wollte ich nach dem Durchlesen der letzten Seite auch fragen: wer zum Henker kommt mit SLAYER im Zusammenhang mit BlowJob?! Vielleicht haben die Jungs anno 82 mal ähnlich ausgesehen und auch ein paar verwandte Riffs gebracht, aber das war grad alles. Wer sich so richtung BJ-Poprock entwickelt hat waren wennschon Aerosmith (die waren in den 70er und 80er noch ein anderes Kaliber) oder Def Leppard. Aber SLAYER!?
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