- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Es ist einiges passiert seit dem letzten Output "A Night At The Opera". Ein zweites Demons & Wizards-Album ist erschienen, Drummer Thomen Stauch hat seinen Hut genommen, um mit Savage Circus eher den alten Tugenden von Blind Guardian zu frönen und das lang angekündigte Klassikalbum der Jungs nimmt immer weiter Form an.
Doch nun präsentiert uns das Quartett um Neudrummer Frederik Ehmke zunächst mal mit "A Twist In The Myth" ihren neuen Geniestreich, der wohl keine Fan enttäuschen wird. Das fängt schon beim fantastischen Cover an, das die visuelle Grütze des Vorgängers schnell vergessen macht. Doch dabei handelt es sich ja nur um die Garnierung, das wahre Herzstück liegt natürlich im Inneren und bietet 50 Minuten allerfeinsten Metals.
Mit einem ungewohnt hohen Scream steigt "This Will Never End" in das Album ein, treibt danach aber mit satten Riffs und flottem Drumming kräftig voran. Die Krefelder verlassen sich wieder verstärkt auf ihre Gitarren und den Gesang, um für großartige Melodien zu sorgen. Die Zeiten, in denen der Bombast ins schier Grenzenlose ging, sind vorbei. Allein vereinzelte Chöre und Keyboards sind nach wie vor mit dabei und tragen zur Atmosphäre bei.
"Otherland" ist da schon weniger straight, sondern setzt gleich zu Beginn auf interessante Arrangements. Wie schon im Interview von Hansi erwähnt, drängt sich der Song für das Thema des 'Inner Districts' aus dem ersten Teil der Otherland-Saga förmlich auf. Hier herrscht eine dichte, verzaubernde, doch zum Teil auch bedrückenden Atmosphäre, die immer wieder in einem epischen Chorus gipfelt. Die Verbindung aus Moderne und traditionellen Elementen geht voll auf.
Sehr folkloristisch geht es anschließend mit "Turn The Page" zur Sache. Der bedrückenden Grundton des Vorgängers schlägt schnell in eine sehr gelöste, beinahe fröhliche Stimmung um. Hansi greift erneut auf relativ hohe Stimmlagen zurück, an die man sich erst gewöhnen muss. Zwar klingt der Mann auch hier absolut sicher, live kann das aber schon ganz anders aussehen. Ein etwas rauerer Unterton wäre mir hier doch lieber.
Mit der Single "Fly" haben sie ja im Vorfeld schon für einige Diskussionen gesorgt, denn hier zeigen sich Blind Guardian so modern wie eigentlich nie zuvor. Da soll noch einer behaupten, dass die Band nur mit Trallala-Melodien arbeitet. Die Nummer hat richtig Eier und klingt ungewöhnlich. Trotzdem steht zu jeder Zeit außer Frage, welche Band hier gerade am Werk ist. Das liegt nicht nur an Hansis charakteristischer Stimme, sondern genauso an der Gitarrenarbeit von André und Magnus.
Einen fast schon besinnlichen Einstieg bietet "Carry The Blessed Home". Obwohl immer wieder leichte hymnische Steigerungen auftauchen und der Chorus einfach wieder nur groß ist. Die Dudelsack-Elemente gehen nahtlos in die Gitarrenmelodien über, so dass man hin und wieder gar nicht weiß, wer gerade den Ton angibt. Die Ansätze zum Musical sind definitiv schon vorhanden.
Das steht bei "Another Strange Me" zu keiner Zeit zur Debatte. Hier regieren wieder die Gitarren. Der Song geht auch recht straight zur Sache. Gleiches gilt auch für das darauf folgende "Straight Through The Mirror". Einmal mehr ist jedoch der Gesang zumindest bei mir Stein des Anstoßes. Zu hoch, zu wenig Eier und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ansonsten aber eine typische Blind Guardian-Nummer.
Als ob es ihnen damit zu langweilig wäre, legen sie mit "Lionheart" deutlich progressiver los. Einmal mehr glänzt auch Drummer Frederik durch ein paar sehr ausgefeilte Arrangements. Häufige Wechsel in der Rhythmik und ein paar recht ungewöhnliche Backing Vocals machen das Stück zu einer sehr interessanten Nummer, bei der man auch nach zahlreichen Durchläufen immer noch ein paar neue Kniffe entdeckt.
Wer auf "A Night At The Opera" noch die typische Blind Guardian-Ballade vermisst hat, wird mit "Skalds & Shadows" bestimmt glücklich werden. Von der Stimmung her ähnlich wie "A Past And Future Secret", sorgen hier die Akustikgitarre und ein paar orchestrale Einsprengsel für die Melodie. Noch darf Hansi hier singen, bin mal gespannt, ob das live in ein paar Wochen schon das Publikum übernimmt.
Mit "The Edge" ziehen zunächst düstere Gewitterwolken auf, die sich in geballten Drums und rasend schnellen Gitarren manifestieren. Lange hält diese Stimmung jedoch nicht an, denn spätestens im Chorus bricht wieder die Sonne hervor. Den Schlusspunkt setzt das eher gemäßigte "The New Order", das die immer wieder auftretende moderne Ausrichtung des Albums abschließend nochmals unterstreicht.
"A Twist In The Myth" steht deutlich mehr im Zeichen des Rocks und so wurden die orchestralen Passagen drastisch reduziert. Anstatt aber nur back to the roots zu gehen, ist die Ausrichtung modern. Hier liegen die Neuerungen und Unterschiede - wie so oft - im Detail. Waren die euphorischen fünf Punkte beim letzten Album noch vorschnell gezückt, bin ich mir dieses Mal mit der Bewertung aber 100%ig sicher.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
![]() |
A twist in the myth | €15,99 | €2,95 | €18,94 |
![]() |
A twist in the myth | €16,99 | €2,95 | €19,94 |
![]() |
A twist in the myth (Vinyl) | €17,99 | €2,95 | €20,94 |
![]() |
A Twist in the Myth/Fly | €20,99 | €0,00 | €20,99 |
![]() |
A Twist in the Myth | €20,99 | €0,00 | €20,99 |
![]() |
A Twist In The Myth | €20,99 | €0,00 | €20,99 |
![]() |
A Twist In The Myth | €18,99 | €2,99 | €21,98 |
![]() |
A Twist in the Myth - 2 CD | €19,99 | €3,95 | €23,94 |
VÖ: 1. 9. 2006
heißt es
nach 4 Jahren ist es soweit...
Tracklist:
#1 This Will Never End (5:07)
#2 Otherland (5:14)
#3 Turn The Page (4:16)
#4 Fly (5:43)
#5 Carry The Blessed Home (4:03)
#6 Another Stranger Me (4:36)
#7 Straight Through The Mirror (5:48)
#8 Lionheart (4:15)
#9 Skalds And Shadows (3:13)
#10 The Edge (4:27)
#11 The New Order (4:49)
Die Single "Fly" war ja bereits vor nem halben Jahr erschienen
Das Cover geht so, etwas nostalgisch
http://www.blind-guardian.de/alben/a_twist_in_the_myth.jpg" rel="nofollow">http://www.blind-guardian.de/alben/a_twist_in_the_myth.jpg
cover auf jedenfall schöner als das letzte, das war ziemlich schwach.
video zu Another Stranger Me:
http://www.youtube.com/watch?v=-RVQ1NcTwQ4" rel="nofollow">http://www.youtube.com/watch?v=-RVQ1NcTwQ4
Samples kann man sich auch anhören
http://www.nuclearblast-musicshop.de/album_info.php?album_id=136442" rel="nofollow">http://www.nuclearblast-musicshop.de/album_info.php?album_id=136442
Ich hör da aber nicht viel raus - doch - eine ballade ist glaub ich dabei "skalds & shadows"
skalds & shadows war ja in ner anderen version schon auf der single, netter song im stil von a past and a future secret oder bard's song. freu mich ziemlich auf die platte, auch wenn die alten sachen sicher weiterhin unerreicht bleiben werden.
Oh ja, schön, dass du das ansprichst- Die spielen ab nächsten Monat in Deutschland
hier die Tourdaten für CH/D/A:
07.09.2006 Pratteln (Schweiz)
08.09.2006 München
09.09.2006 Stuttgart
11.09.2006 Langen
12.09.2006 Hannover
13.09.2006 Düsseldorf
15.09.2006 Trier
16.09.2006 Lichtenfels (bei Bamberg)
17.09.2006 Hamburg
02.10.2006 Osnabrück
13.10.2006 Wien
18.10.2006 Linz
Karten sind leider sehr teuer
der kartenpreis ist für heutige verhältnisse eher mittleres niveau. schlimm genug. in wacken spielen sie nächstes jahr auch, deshalb werd ich wohl diesmal auf die tour verzichten. die jungs könnten auch ruhig nochmal n eigenes festival schmeissen, war absolut klasse damals.
Hab die Platte jetzt so 3 Mal gehört. Hier meine Eindrücke (aus der Erinnerung):
#1 This Will Never End (5:07)
Guter Auftakt, Refrain ok, aber kein Knaller.
#2 Otherland (5:14)
Durchschnitt
#3 Turn The Page (4:16)
Eher von der schwächeren Sorte.
#4 Fly (5:43)
Gefällt mir gut, die Bridge ist etwas langweilig, Refrain gut.
#5 Carry The Blessed Home (4:03)
Äh, ja. Refrain habe ich nicht so besonders gut in Erinnerung. Durchschnitt.
#6 Another Stranger Me (4:36)
Erster richtiger Höhepunkt. Geht gut nach vorne mit starkem Teil vor dem dem Refrain.
#7 Straight Through The Mirror (5:48)
Ich merke gerade, daß es gar nicht so leicht ist, aus dem Kopf nach 3 Durchläufe tiefgehende Analysen zu tätigen. Ich finde aber, mir gelingt das ganz gut. Zum Lied: Durchschnitt.
#8 Lionheart (4:15)
Hervorragender Vers und starke Bride. Refrain so mittel. Gehört zu den besten Liedern.
#9 Skalds And Shadows (3:13)
Langweiliges Lied. Eine der schwächsten "Balladen", die BG je gemacht haben. Klar der schwächste Titel.
#10 The Edge (4:27)
Finde ich cool, geht gut ins Ohr. Bei den besseren Liedern.
#11 The New Order (4:49)
Gefällt mir auch gut. Feine Melodien.
#12 Dead Sound of Misery (Bonus)
Bestes Lied des Albums, gefällt mir besser als das "Original" Fly. Ist glaube ich die erste CD, bei der der Bonus-Track das beste Lied des Albums ist.
Insgesamt:
Gott sei Dank eine deutliche Steigerung zu A Night at the Opera, wovon ich sehr entäuscht war. Tatsächlich kommen wieder Imaginations-Gefühle auf, wenn auch nicht durchweg. Ok, liegt auch an der Zeit und der Veränderung musikalischer Vorlieben, daß ich die Musik etwas kritischer höre. Dennoch, ich kann das Album nur empfehlen. Nach 3 Durchläufen schon ein Kandidat für die TOP 5 des Jahres.
@Timy T
Ja, ok. Liest sich schon komisch. Allerdings gebe ich zu bedenken, daß ich die Scheibe erst 3 mal gehört habe und obiger Text keinesfalls ein abschließendes Urteil ist. Hinzu kommt, daß ich früher ein absoluter BG-Freak war und Imaginations... Jahre lang mein absolutes Lieblingsalbum war. Da hat man natürlich gewisse Erwartungen und setzt die Maßstäbe und Skalen sehr hoch an.
Meine Bewertung wäre mit an 5000%-grenzender Wahrscheinlichkeit deutlich positiver ausgefallen, wäre dies meine BG-Einstiegs-Album.
Außerdem hast Du geschickterweise alle "negativen" Passagen zitiert und dann am Ende eine nur zu diesen Passagen widersprüchliche Aussage von mir darunter gesetzt. Wenn Du den Beitrag nochmals mit der Lupe oder dem Mikroskop liest, oder ihn Dir jemand vorliest, wirst Du merken, daß in meiner Profi-Rezension auch durchaus positive Aspekte enthalten sind, wesewegen der Beitrag nicht zwangsläufig widersprüchlich sein muß.
Ich vergaß übrigens zu erwähnen, daß ich es als sehr positiv empfinde, daß nicht jedes Lied mit überladenen Chöre zerstört wird und die ansonsten so herausragende Kaiser-Melodien-Dichte, die auf dem Vorgängeralbum doch schon sehr dürftig ausfiel, deutlich spürbar gestiegen ist.
Jetzt hab ich sie auch gehört 
Wollte schon an die Kasse gehen und das Ding kaufen, aus unerfindlichen Gründen hörte ich sie mir dann doch nochmal an, um auf Nummer sicher zu gehen. Ich stand dann da, ungefähr ne halbe Stunde - und - Die Platte langweilt ohne Ende, weswegen ich sie mir nicht geholt habe (Diesen Limited Edition-Quatsch hätte man sich auch sparen können)
BG haben sich musikalisch kaum verändert auf der neuen Platte. Aber dieses Album wirkt sehr viel uninspirierter alles andere zuvor. Das Booklet wurde unliebevoll zusammengeklatscht, genau wie die Tracks.
Wenn man bedenkt, dass BG 4 Jahre diese Platte gebraucht haben, dann wirkt das fast schon wie ne Frechheit. Ich gebe gerne zu, ich stehe auf den Pathos von "And then there was Silence" und "The Maiden and the... Knight", aber "A Twist and the Myth" wirkt nicht halb so ausgeklügelt, wie eben jene Lieder.
Auch bei den Refrains hat man sich kaum Mühe gegeben, alles sehr standardmäßig. Die Balladen wurden nach Schema-F eingespielt, kommen nicht annähernd an alte Klassiker dran, geschweige denn den Bard's Song.
Gute Tracks:
This will Never End
Another Stranger Me
Lionheart
The Edge
Dead Sound of Misery
3,5/5
(4/5 wäre ne anständige Review-Wertung, aber 5/5???)
Die ANATO wurde anfangs von den Fans zerrissen, später aber auch von vielen lieb gewonnen (gut, einige grämen sich immer noch)
- bei der jetzigen Platte wird es anders rum sein
Screwball geht mit dem neuen Album hart ins Gericht. Ich kann's auch irgendwie nachvollziehen, zumal die Bewertung ja zeigt, daß das Album nicht schlecht ist, aber eben die eigenen Erwartungen nicht erfüllt.
Inhaltlich stimme ich mit den Ausführungen aber nicht ganz überein. Sicher, ein musikalischer Quantensprung hat nicht stattgefunden, da die Instrumente, die Stimme, die Chöre etc. sehr nahe an der Vorveröffentlichung dran sind. Dennoch wird die Musik zum einen anders umgesetzt, zum anderen haben sich die Kompositionen wieder in eine für mich erfreulichere Richtung entwickelt. Die Musik ist deutlich strukturierter, kommt schneller auf den Punkt, auch die Refrains sagen mir wieder mehr zu, was auch daran liegen mag, daß sie nicht mehr nur aus quiekenden Chören bestehen. Überhaupt, A Night at the Opera war so vollgestopft, so überladen (ich weiß, man kann es nicht mehr hören), da hat einfach die Frische gefehlt. Zudem waren da die Refrains irgendwie, naja, einfach schlecht (einzige Ausnahmen: Under the Ice und And then there was Silence (zugegebenermaßen ein unglaublich gutes Lied)). Ich hab' da immer das Gefühl, daß Gesang (Chöre) und Instrumente gar nicht richtig harmonieren, nebeneinander existieren, statt miteinander zu funktionieren.
Dies ist für mich nun definitiv anders. Oben kam zwar ein bißchen durch, daß ich auf einige Refrains des neuen Albums immer noch nicht so stehe, aber schlecht ist keiner und ein paar coole sind schon dabei. Meistens ist es eher die Bride, die mich begeistert. Und Verse haben die Jungs einfach geile. Wenn jetzt in der Hälfte der Lieder auch noch Knaller-Refrains wären, dann hätte das Album für mich Potential, um in die TOP10-Hall-of-Fame aller Zeiten aufzusteigen. Mal schauen wie sich die Scheibe noch entwickelt...
jop find das neue album auch eher mist
vor allem die strophen klingen unispiriert und dümpeln mehr so vor sich hin. dafür hauen refrains wie bei, the edge, lionheart oder fly schon ordentlich rein.
aja und ich find das anato eines (wenn nicht das) beste von ihnen. aber das wird daran liegen das ich voll der symphonic metalfan bin.
aber wie schon gesagt das neue album is eher schwach hab seit dem kauf auch kaum angerührt
Mh man sollte lieber die Genialität in dem Album entdecken! Ich findes es großartig mal Blind Guardian von einer anderen Seite und nicht immer diese normalen eingängigen Lieder von früher, will nicht meinen das die früheren Lieder schlecht sind ,nein nur das ich es großartig finde das sich Blind Guardian weiterentwickelt.
Und ich werde sie auch weiterhin unterstützen mit meinem Kauf.
Format
Homepage: