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Es gibt ja diese Konstellationen, bei denen man schon im Vorfeld spontan ein gutes Gefühl hat, bei denen ein Scheitern von vornherein einfach ausgeschlossen ist. QOTSA und Dave Grohl, Uma Thurman und Tarantino, der KSC und Icke Häßler, die Liste ist lang. Auch Blackmail aus Koblenz präsentieren zu Jahresbeginn eine neue Liaison, die der Vorfreude keineswegs abträglich ist: sie sind von nun an bei City Slang unter Vertrag.
Zwar lieferte das Quartett zuletzt beim Majorlabel Warner alles andere als schlechte Platten ab, doch der als Rückkehr zu ihren Indie-Wurzeln auszulegende Tatbestand des City Slang-Wechsels, wo man nun Seit an Seit mit The Notwist, Calexico und (hoffentlich noch) Lee Hazlewood veröffentlicht, erscheint schlüssig. Zumal das letzte Werk "Friend Or Foe?" trotz einiger gelungener Experimente (etwa das psychedelische "Fast Summer") insgesamt doch einen etwas altersweisen Eindruck hinterließ.
Auf "Aerial View" ist nun wieder alles am rechten Platz. Die Melodien perlen frisch und mitreißend, schälen sich aus nicht immer auf Anhieb nachvollziehbaren Songkonstruktionen, bereiten den Boden für hymnische Background-Chöre und glänzen in einer gut austarierten Produktion, die den Songs nie mehr abverlangt als nötig ist. Weiter fällt auf, dass aus "Aerial View" ein gesundes Selbstbewusstsein der Koblenzer gegenüber den eigenen Fähigkeiten spricht, was gleich nach dem sperrigen, gesangsverzerrten Intro im schweren "Moonpigs" zu Tage tritt.
Kurt Ebelhäusers drückende Gitarrenwände und Aydo Abays gepresster Gesang sind - ebenso wie überraschende Songwendungen - nach wie vor die Trademarks, die diese Band auszeichnen. Erstmals ließen Blackmail mit Andi Jung einen Produzenten von außen an ihre Songs heran, der das Ergebnis zu einer kompakten Sache formte. Vom erwähnten "Moonpigs" über den Hit der Platte, das knackige "Everyone Safe", bis zum schlammschweren Bluesrock-Groove im abschließenden "Soulblind" zieht das Quartett sämtliche Register.
Verglich man sie ob Abays Intonation in der Vergangenheit gerne mit Placebo, sind Blackmail mittlerweile bei der schnörkellosen wie pathosfreien Rock-Attitüde angelangt, für die man die Foo Fighters verehrt (wobei die Pfälzer schon wissen, dass es nicht immer notwendig ist, ein Studioalbum im Doppelformat zu veröffentlichen). Höchstens dem vertraut klingenden "Me & My Shadow" mag man vorhalten, sich "nur" auf solidem Blackmail-Niveau zu bewegen, auf einem Level allerdings, das zahlreiche Alternative Rock-Konkurrenten noch viel zu selten erreichen.
Zu den Album-Highlights ist der zähe Desert-Brocken "Couldn't Care Less" zu zählen, dessen ausufernde Riff-Opulenz ausgerechnet ein Posaunenpart lässig zum Stillstand bringt. Der kristallklaren Pop-Melodie dagegen haben sich Blackmail wohl nie so affirmativ zugewendet wie in "Splinter", mit dem die Band ein neues Songwriting-Terrain erklimmt. Zu entdecken gibt es auf "Aerial View" also wieder einiges, und vielleicht ist es auch genau dieses einem Neuanfang ähnliche Gefühl, das man bei Blackmail zuletzt etwas vermissen durfte.
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http://www.blackmail.de/e-card/" rel="nofollow">http://www.blackmail.de/e-card/ aerial view topt sogar friend or foe. hab zwar nicht gedacht dass sie noch mehr zulegen können aber es geht andscheinend doch! werd auf jedenfall aufs konzert am 22.01 in augsburg gehn und mir die jungs live geben
So, hab's mir mal eingehend angehört. Was mir auffiel:
Moonpigs (falls das das 2. Lied ist) ist echt saugut. Fallen da nur mir im Refrain Paralellen zu "Running up that Hill" in der ersten Zeile auf? Egal, ist auf jeden Fall ein prima Lied.
Das danach (Name vergessen) gefiel mir fast ebenso gut. Bis hierhin ein absoluter Pflichtkauf. Nur kommen dann leider bis zum Lied 7 (Splinter?) nicht gerade Aussetzer, aber eben auch keine Highlights. Besonders das 4. Lied war überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Dieses einfallsose "I don't mind" (wenn ich's recht in Erinnerung hab') hat doch irgendwie Nervcharakter.
Lied 7 und 8 sind sehr gut. Hm, jetzt weiß ich's nicht genau. Ein Lied hieß Soulblind, das war auch noch gut.
So gut, daß ich mir die Platte gleich kaufen mußte, war's aus meiner Sicht nicht. Wird aber möglicherweise noch nachgeholt. Vielleicht wachsen dann auch die Lieder, die mir beim ersten Anhören nicht so gut gefallen haben.
Grüße
recht gute platte. moonpigs ist schon ne ziemliche hymne geworden.
sind live recht gechillt, sehr schöne atmosphäre gewesen auf dem konzert. hab aber gehört, der sänger soll recht arrogant sein. naja, jedenfalls sehr gutes neues album. musste auch erst ein paar mal reinhören bevor es richtig gut wurde. etwas ruhiger diesmal. vom stil von bliss please sind sie wohl endgültig weg. eigentlich schade, weils gut war. andererseits gut so, weil friend or foe und aerial view auch saugut geworden sind. da darf man noch auf was gespannt sein.
I've been soulbliiiiind, lalalalalalalaaa
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Knülleralbum. Wie ein Rausch und doch durchdacht bis ins letzte kleine Detail. Und viel zu schnell vorbei
Die Jungs spielen sich in einen kollektiven Rausch, in dem man aber keine einsteigt. Derweil schmeißt Aydo mit unverschämt eingängigen Hooks um sich, die sich trotzdem nicht so schnell abnutzen, sondern schön bleiben. Und die hübschen Melodien werden noch nicht mal vom Moog zerfräst! Nein, das ist einfach ein herrlich schönes Album.
Wird übrigens noch btw. von einem sehr gutem Artwork abgerundet. Eine tolle Sache das.
Also ich finde die Demos vom selbstbetitelten Debüt immer noch am geilsten! So rau, laut, roh und beherzt lärmend! Jajaja!
Also ehrlich: Zu glatt und unroh finde ich das nicht: In welche Richtung hätten sich die Burschen denn entwickeln sollen? Noch mehr in die Kyuss-Richtung? Gar nicht? Ich denke, da waren einfach schon zu viele Pfade zu ausgetreten.
Naja, mir gefällt diese Poppigkeit auf jeden Fall (genauso, wie mir die 'Science Fiction' gefällt). Die Songs bleiben ja klasse.
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