- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Björk stellt ihre Fans erneut auf eine harte Probe. Nach den durchgeknallten Soundcollagen von "Selma Songs" und dem Beinahe-A cappella-Album "Medulla" wendet die Isländerin sich nun kompromisslos von der abendländischen Tonlehre ab: auf dem neuen Soundtrack "Drawing Restraint 9", den Björk gemeinsam mit Will Oldham für den gleichnamigen Film ihres Partners Matthew Barney geschrieben hat, dominieren disharmonische Klänge und fernöstliche Instrumente.
Der Opener "Gratitude" ist noch einer der eingängigsten Tracks: zwar schwebt Oldhams Stimme recht frei über allerlei Glocken- und Cembaloklängen, doch ist hier wenigsten der Angriff auf die Tonalität als solcher noch erkennbar. Dagegen macht das Gehechel, das Gebell, das Gestöhne und Gequitsche von "Pearl" für sich alleine überhaupt keinen Sinn; auch will man einen Film mit solchen Geräuschen vielleicht überhaupt nicht sehen.
"Ambergis March" legt die rhythmische Betonung so konsequent auf die ungeraden Werte, wie man es sonst nur von der modernen Klassik kennt, dafür verzichtet das dahin gehauchte "Bath" wieder komplett auf Rhythmus. In Kenntnis der Tatsache, dass es sich bei "Drawing Restraint 9" um einen Experimentalfilm ohne Dialoge handelt, war man ja schon auf Einiges gefasst, eine verbindende Klammer oder eine thematische Einheit ist in diesem Soundtrack dennoch auch beim besten Willen nicht zu erkennen.
Mit schwebendem Gesang, unterlegt mit Geräuschen, verfremdeten grönländischen Volksmusik-Elementen, asiatischen Glockenspielen und allerlei pfeifenden Keyboardklängen entwirft Björk auch in der Folge eine Welt aus Tönen, die wohl vor allem befremden soll. Dass sie dieses Panauditorium mal mit traditionellem japanischem Gesang ("Holographic Entrypoint"), mal mit Brucknerscher Terrassendynamik ("Hunter Vessel") belebt, macht die Verwirrung nur komplett.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
![]() |
Ost - Drawing Restraint 9 | €12,99 | €3,95 | €16,94 |
![]() |
Drawing Restraint 9 | €23,99 | €2,99 | €26,98 |
![]() |
Drawing Restraint 9 (Direct Metal Mastering) [Vinyl LP] | €35,99 | €0,00 | €35,99 |
Ich kann mit diesem Soundtrack ehrlich gesagt nicht viel anfangen..
Eigentlich reizt mich daran nur die Studioversion von Nameless (Storm) die Björk 2003 einige mal mit Leila Arab live gespielt hat.. Der Rest ist (noch?!) ziemlich schwer verdauelich.. Holographic Entrypoint ist mit 9 Minuten Laufzeit absolut unhörbar..
Uh, das klingt ja mal interessant. Ich hab noch nie was von Björk gehört. Anspieltipps ?
Storm, Cateca, Gratitute sind okay.. Pearl geht auch wenn man auf Taqaqs Throatsinging steht.. Bath ist sehr Medulla-Like. Ambergis March gefällt mir mit der Zeit auch immer mehr.. nettes Instrumental. Aber Holographic Entrypoint is Murks.. :P
Hmm, ansonsten ist von Björk echt die Greatest Hits zu empfehlen.. All Is Full Of Love, Isobel, Play Dead und Army Of Me sind ganz eingängig =). Mein Lieblingsalbum wird auf ewig Homogenic sein.. mit den fetten Beats und PLUTO ^^
Auch die alten Sugarcubes Sachen sind zu empfehlen.. hehe
komme mit den letzten björk alben alben auch nicht mehr klar. die sugarcubes gehörten in den jungen jahren jedoch immer dazu...und gut war es manchmal. aus island haben jetzt einfach múm ganz klar vorrang. zumindest im winter. oh das wird wieder kuschlig mit kristín anna valtysdóttir, örvan dóreyjarson márason und gunnar örn tynes.
Wer den Film nicht gesehen hat/sehen will, kann mit dem Soundtrack meiner Meinung nach nicht besonders viel anfangen. Das Album stellt nur eine Hälfte des experimentellen Filmes dar und ist somit nicht auf sich allein gestellt genießbar. Finde ich zumindest.
Musikalisch gut hörbar bis schwer zugänglich oder kaum verdaubar. Im Vergleich zu den anderen Björkalben, die ich ohne Ausnahme *liebe* ist dieser Soundtrack für mich eher eine Enttäuschung. Ich hätte das ganze nicht als Album veröffentlicht, auf der DVD passt alles zusammen, auf dem Album nicht.
Das Album rührt von psychotischen Ausnahmezuständen her - ein typisches Beispiel übersteigerter Kreativität, wie sie Drogensüchtige und Schizophrene an den Tag legen und auch nur von solchen verstanden bzw. akzeptiert werden kann. Björk ist krank und läßt uns an ihrem "Leidensweg" teilhaben - und wenn es nicht so grausam wär, wäre es zum Todlachen!
»Die Phantasie in meinem Sinn ist heute gar zu herrisch, fürwahr, wenn ich das alles bin, so bin ich heute närrisch.«
Goethe
In diesem Sinne:
"I play dead"
- da war sie noch gesund! ;O)
Format
Homepage: