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Normalität spielt im Werk einer Künstlerin wie Björk nur eine untergeordnete Rolle. Seit Jahren schafft sich die Isländerin ihre eigene Realität und bewegt sich damit nicht selten in Sphären, in der Mainstream, Standard und Eingängigkeit so präsent sind wie Wasser in der Wüste.
Innovativ und erleuchtend nennen es die einen, während die anderen nur verwirrt mit den Achseln zucken. Björk fühlt sich wohl in ihrem eigens kreierten Kosmos aus weltfremder Spiritualität, farbenfrohen Fantasie-Landschaften und Klangbildern fernab vom Airplay-Gedanken.
Vier Jahre nach "Volta" dringt die quirlige Insulanerin endgültig in Gefilde vor, die die Norm ad absurdum führen. "Biophilia" ist nicht einfach nur ein weiteres neues Album der Pop-Elfe, sondern ein multimediales Gesamtkunstwerk. Zwischen Apps, einer eigenen Webseite, bahnbrechenden Live-Visionen und einem geplanten Dokumentationsfilm stellt die Audio-CD letztlich nur einen Bruchteil dessen dar, was in seiner Gesamtheit als revolutionäres Unterfangen in die Musikgeschichte eingehen soll.
Auf dem klanglichen Teilstück dieses Mammut-Projektes stellt sich Björk die Frage, inwieweit Technik, Natur, Wissenschaft und Musik in Einklang zueinander stehen. Verstörte Beat-Fragmente, dichte Synthie-Arrangements und das markante Stimmorgan der Isländerin bilden dabei das Fundament, auf dem sich Zeit und Raum verlieren und Verwobenheit und abstrakte Strukturen zu einem Verbund verschmelzen.
Lediglich "Sacrifice" und "Crystalline" bieten einen Ansatz von populären Song-Formen. Der Rest ist eher ein in sich geschlossener Soundtrack für Reisende jenseits des Horizonts. "Virus" oder "Hollow" rauschen fast schon unbemerkt an einem vorbei, während "Dark Matter" orchestrale Wucht mit tiefsten Bässen paart. Die Suche nach eingängigen Melodien oder erkennbaren Refrains erinnert alsbald an das berühmte Gleichnis von der Nadel im Heuhaufen.
Der Name Björk stand sicherlich noch nie für sonderlich harmonische Zugänglichkeiten, sieht man einmal von unnachahmlichen Perlen wie "Army Of Me" oder auch "Human Behaviour" ab. Doch mit "Biophilia" überspannt die Pop-Exzentrikerin den Bogen etwas.
Fernab vom neuzeitlichen Standard sträubt sich sperrige Avantgarde gegen alles, das auch nur ansatzweise an Pop-Musik erinnern könnte. Selbst Björk-Kenner und Liebhaber dürften sich an dieser Klang-Nuss die Zähne ausbeißen.
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ich fand sie irgendwann mal ganz niedlich... aber das ist jahrzehnte her. jetzt hat sie was ninahageneskes.
und die musik wird wirklich immer mehr unhöhrbar.
kann die mal jemand von ihrem trip runterholen?
Wie schon mal beschrieben: Wenn die Musik nicht für sich stehen kann und man sich den Rest aufs teure Smartphone laden muss, um in Köln bei einem schicken Mocca-Frappucino zeigen zu können, wie furchtbar ungewöhnlich man doch ist, dann hat sie definitiv etwas falsch gemacht.
sehr anstregend zu hoeren. zu elektronisch. schade eigentlich haben mir ihre ersten platten recht gut gefallen.
ich halte ja von Björk sehr viel und kann mir eigentlich nicht vorstellen dass die Platte so schlecht ist.
Bis jetzt hatte sie ja noch keinen Totalausfall produziert.
Ich bezweifle aber auch, dass sie überhaupt noch vor hat einfach "nur" Musik zu machen. Mittlerweile ist sie eben zu einer Hardcore-Künstlerin mutiert, die zwar super ins MoMa passt, nicht aber mehr in den heimischen Stereo-Boxen. Schade, schade.
der Verriss (mehr oder weniger nur aufgrund "zu anspruchsvoll"??) macht fast Lust, das Ding sich mal genauer anzusehen/-hören
... obwohl sich bei ihrem Gesang bei mir immer noch die Fußnägel hochrollen, naja, hat auch etwas mit Wellenlänge zu tun, erkenne aber gern an, dass sie eine außergewöhnliche Künstlerin ist mit eigenem exzentrischem Klang-kosmos, der sich eben nicht jedem erschließen kann - und auch gar nicht dazu da ist, sich jedem zu erschließen, inklusive laut-Redakteuren und evtl. wohl auch mir 



ja, soll es. :-p
am besten mach dir mal eine eigene meinung zu dem album und schreib dann mal, was du davon hälst.
schaun wir mal.
hat dir drawing restraint 9 gefallen?
An sich erinnert mich das Album stark an 'Medulla', teils sehr melancholisch und teils sehr verspielt, hier zB 'Virus'.
'Solstice' und 'Dark Matter' sind übrigens absolut bombastisch.
Und wie jedes Bkörk Album entfaltet sich die wahre genialität erst nach ein paar Durchläufen.
Bin jetzt bei Durchgang 3 und finds super! 
Wow, erst die neue Tori Amos, dann die neue Opeth, jetzt Björk - ich weiß gar nicht mehr, was ich zuerst hören soll
. Album geht atmosphärisch auf jeden Fall in die Vespertine-Ecke (mit wenigen Ausnahmen).
Highlights sind nach dem ersten Durchgang "Virus" (!) und Crystalline mit einem Endteil, der an die Voltaic-Version von "Hyperballad" erinnert,
hahaha, da weinen sie wieder alle 
schönes album das durchaus für sich genommen und
genossen werden kann. und ob die künstlerin jetzt
eine 'simple' platte oder ein größeres werk veröffentlichen will bleibt ihre sache - mir egal obs apps oder vergammelte äpfel dazu gibt. furchtbar wie leute nicht damit klar kommen wenn 2 nägel zusätzlich ins brett geschlagen werden...
Björk ist sehr geil aber auch sehr abgedreht. Andererseits hat Ragism den wohl besten Post geschrieben, denn der ist so nahe an der Wahrheit, daß es mir als Björk-Sympathisant wehtut.
Lasst mich die Rezension kurz zusammenfassen: Album ist schlecht, weil ich es nicht verstehe und kaum eingängige Melodien vorhanden sind.
Sollte man nicht versuchen, speziell bei avantgardistischen Musikern, passendere Kriterien zu finden?! Schwache Rezension, jetzt werde ich mir erstmal das Album zu Gemüte führen - die bisherigen Youtube-Videos haben mir sehr gut gefallen.
tsts, immer dieses totschlagargument.
du findest etwas nicht gut, ergo verfügst du nicht über den nötigen geistigen horizont.
bei björk bin ich das gefühl nie los geworden, das es in einigen kreisen einfach in ist björk gut zu finden, weil man ja so unglaublich avantgarde ist.
Nach dem ersten hören muss ich feststellen, dass das Album sehr sperrig ist. Ist definitiv keine Musik die sofort ins Ohr springt. Hat bei mir aber noch ein paar Durchgänge vor sich. Insgesamt nicht schlechter als die älteren Alben nur anders.
Die Idee mit der App find ich an sich nicht schlecht. Was mich als Android aber tierisch nervt ist die Tatsache, dass wieder nur an die iPhone User gedacht wurde.
Ja okay, keine Gitarren, wer hats erwartet - ich nicht ...
Also mal im Ernst ich verstehs nicht. Als Crystalline herauskam schrien alle: "Scheiße, noch ein Schritt weiter gen Mainstream!"
Und jetzt wird geweint, weil es zu schwierig ist?
Ganz persönlich finde ich Björk klasse, und das nicht aus dem Grunde, dass ich im Trend liegen will, oder besonders alternativ wirken möchte. Sie macht Musik mit unglaublicher emotionaler Tiefe, so wie Tori Amos das mal gemacht hat (ups, die gibts ja noch. Hat aber verdammt abgebaut).
Anscheinend muss ich mich hier mal outen und sagen: Die erste Hälfte des Albums ist doch total eingängig! Moon läuft eine klare Melodie, die sich immer wieder wiederholt. Thunderbolt hat 'nen Refrain(!) und über Crystalline ist schon genug gesagt. Cosmogony bleibt auch dank großartigem Gesang recht bald hängen.
Okay, Dark Matter und das andere da, das mir nicht einfällt, gefallen mir auch nicht besonders ... Aber im Gegensatz zu Volta, das mich wirklich enttäuschte, ist das hier eine Offenbarung.
Na ja, wie dem auch sei. Gott mit euch ...
Absolut geniales Album! - dissonente appregios ergeben ein verstörendes Gesamtkonzept das nur unterschwellig die Harmonie durchschimmern läßt.
Meisterwerk und logische Fortsetzung Volta.
Höre die Platte nun seit 36 Stunden am Stück und entdecke immer noch neue subsphären - Perfekt!
björk und eine pop elfe ???
also ich weiß gar nicht was ihr habt , ich finde das album recht melodisch und stimmig , es macht einfach spaß zu hören und wird immer spannender , nicht so wie der übliche provinz pop ebend!
und songs wie "mutual core" , sind einfach "unbeatable" :-)- ich habe sofort zugang gefunden, anderen kann ich nur etwas geduld raten , es lohnt sich !
http://www.youtube.com/watch?v=OLiYoQEh8d4
Seit jeher überbewertet die Dame. Meine Meinung. Die zwei genannten Erfolgs-Singles sind aber - zugegeben - wirklich nicht von schlechten Eltern. Den Rest kann man wohlwollend als verschwurbelte Kunst begreifen, oder aber einfach nur als Kunst-Geseier ohne Relevanz einer abgehobenen Person.
Ich habe mir das Album direkt zum Release besorgt und muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt. Das Album erinnert mich an eine Mischung von Vespertine und Medulla. Wer die vorherigen Album geliebt hat, wird auch dieses hier lieben. Ist es nicht das Unkonventionelle, die Symbolik und das Extravagante, was an Björks Gesamtheit geliebt wird? Warum sollte man plötzlich bei diesem Album bemerken, dass Björk Musik für Menschen "jenseits des Horizonts" kreeiert. Ihre Intention und Aussage bleibt ewig von den Meisten unverstanden und ungeliebt, aber das muss ja für die Übrigen nichts heißen.
Drei Akkorde wären schon zwei mehr, als dieses Album über große Teile zu bieten hat.


@Bodenseenebel
übrigens mag ich auch die frühe nina hagen sehr und hätte kein problem mit dem vergleich, wenn er nicht so abwertend gemeint wäre ;-) , aber zumindest haben sie fast die gleiche frisur...
nina hagen tokyo 85 , repräsentantin für deutschland ...
http://www.youtube.com/watch?v=Rvr_ZG8P9pM


Ich finde den Vergleich gar nicht schlecht. Und ich bin bis einschließlich Vespertine großer Fan der Björkalben. Schon mal einen Live-Auftritt der Dame gesehen?
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