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"Melancholie, Tristesse, vertonte graue Tage prägen den musikalischen Grundtenor, und der wird gnadenlos durchgezogen." lautete das Urteil über "Mukke Aus Der Unterschicht" Nummer Zwei. Daran hat sich nichts geändert.
Auch Montanas Drittling operiert nicht an der Oberfläche von Edelmetall, Luxuskarosse und nackter Haut, sondern ist ein Abgesang auf die gesellschaftliche Froschperspektive mit dem Partykoeffizienten Null. Das Album reiht sich damit nicht nur nahtlos in die eigene, nun abgeschlossene Trilogie ein, sondern ist ein weiterer Beleg für die Stilrichtung, die man sich bei Ersguterjunge auf die Fahnen geschrieben hat: Das Leben ist eines von den Härtesten.
Grundsätzlich gibt es daran nichts auszusetzen. Traurigkeit und Verzweiflung haben als Antriebsmoment in der Musikgeschichte schon die ergreifendsten Stücke hervorgebracht. Auch wenn Hip Hop ursprünglich eher bunt, funky und fresh war und von vielen als ein Ausweg aus der Perspektivlosigkeit wahrgenommen wurde, haben sich im Rap neben Ballereien und Glorifizierungen des Selbst vereinzelt immer wieder Balladen und Gefühle für Andere eingefunden - von den Hardlinern mit dem Schwulness-Totschläger argwöhnisch beäugt.
Bizzy Montana macht derlei Ausreißer zum Programm und präsentiert beinahe auf Albumlänge post-aggressiven Befindlichkeitsrap, fernab von KAAS'schen Optimismus-Spaßetten. Das ist insofern problematisch, als dass ich von Rap immer schon einen gewissen Unterhaltungswert verlange, eine Depression aber per se wenig Kurzweil besitzt. Wenn mich wirklich das Herz drückt, lasse ich die Badewanne, die da Selbstmitleid heißt, eher ungern mit allzu eindimensionaler Lederjackenpoesie badischen Ursprungs volllaufen. Der radikal durchexerzierte Schwermut dieser Platte schrammt mehr als einmal schmerzhaft nah an der Banalität entlang.
Zu harsch darf die Kritik wiederum auch nicht ausfallen, denn anders als ein Großteil der umtriebigen Rapszene, macht der Mann zumindest den Eindruck, als würde er sich wirklich dafür verantwortlich fühlen, was er von sich gibt. So kann der Name Bizzy Montana als Gegenargument ins Feld geführt werden, wenn von Genre-Fremden mal wieder der "Rap bedeutet Nutten, Drogen, Schlagring"-Allgemeinplatz kommt. Das funktioniert aber nur mit halbgutem Gewissen, denn auch wenn Bizzy inhaltlich punktet, spielt er formell eher auf Kreisliga-Niveau: Die Stimme austauschbar, der Flow sauber aber wenig prägnant und auch Technik und Versvermögen dürften nach vier Veröffentlichungen ausgefeilter daherkommen.
Fast alle Beats der Scheibe hat Herr Montana selbst gezimmert - aber auch hier lässt sich die Zusammenfassung 'langweilig' nur schwer umschiffen. Am ehesten noch sticht die Neunziger-Anleihe für "Ich Kann Nicht Schlafen" aus einer ansonsten souverän unspektakulären Produktion heraus. Bald klimpert ein Piano, bald schnurrt ein Synthie und ewig clappt die Clap, frei nach dem Motto: Punkt, Punkt, Komma, Strich - Mukke für die Unterschicht.
Was die Features angeht, bleibt man der Serie treu: Bis auf Cashmo in "Alle Guten Dinge Sind 3" macht keiner der Gäste dem Gastgeber etwas vor - und das will was heißen. Die negativen Höhepunkte in dieser Hinsicht bilden "Allein Gegen Die Welt" mit einer dieser Gehörgangtripper verursachenden Schmalzdohlen-Hooks und "Der Tag, An Dem Die Erde Stillsteht". Sollte Sonnik Boom jemals eine weitere Nummer aufnehmen, halte ich diesen Songnamen durchaus für eine Prophezeiung.
Wer aktuell auf der Suche nach schmerzgeplagten bzw. nachdenklichen Zeilen im Rapformat ist, dem seien wahlweise die aktuellen Platten von Azad oder Shiml ans Herz gelegt, die auf ihre Art aus dieser Not eine Tugend machen. Bizzy Montana sollte dagegen dringend aus dem Quark kommen und das vorhandene Potential auf ein vergleichbares Niveau schrauben. Das Ende einer vor Pathos triefenden, aber ohne Nachdruck präsentierten Trilogie erscheint mir da als ein geeigneter Zeitpunkt.
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stimme der review des herrn brandl inhaltlich absolut zu, allerdings kann ich durch einzelne, selten dämliche ausfälle des reviewers diesen wieder nicht loben:
"Was die Features angeht, bleibt man der Serie treu: Bis auf Cashmo in "Alle Guten Dinge Sind 3" macht keiner der Gäste dem Gastgeber etwas vor"
bitte?!
wenn bizzy austauschbar (was man ihm durchaus unterstellen darf) ist, wird cashmo in der 89. min. für ihn eingewechselt.
"Wer aktuell auf der Suche nach nachdenklichen Zeilen im Rapformat ist, dem seien dringend die aktuellen Platten von Azad [...] ans Herz gelegt."
bitte?! azad und nachdenklich? den würde ich eher migranten für das erste semester im aufbaukurs deutsch empfehlen, weil der soviele zusammenhangslose wortfetzen lustlos in ne zeile presst.
oh alter, bitte schreib backpack-reviews...
Oh man, was is an der Review bitte toll?
Er geht auf keine Songs spezifisch ein, stattdessen verwendet er ein paar Wörter die alle dasselbe aussagen: "Langweilig"
Anscheinend hat er nicht verstanden worums bei Bizzy geht. Zustimmen kann ich ihm aber bei den Beats, die gehen eigentlich alle in dieselbe Richtung, schlecht sind sie aber nicht.
"...frei nach dem Motto: Punkt, Punkt, Komma, Strich - Mukke für die Unterschicht."
Die Aussage zu Azads neustem Album is ja mal n derber Witz. Ich finde Assassin richt stark, aber mit Deepness hat das nichts zu tun!
Ich bin raus...
Review ist meiner Meinung nach total daneben... Egal... Hauptsache mir gefällts. Ich dachte erst als ich die zwei Punkte gesehen hab, okay, ich fand den zweiten teil auch besser und wenn der drei bekommen hat... aber so? nene, kann ich mich nicht anschließen.
Wozu sollte auf einzelne Songs eingegangen werden wenn jeder Song auf MadU 3 gleich aufgezogen ist?? Da reicht ein Grundtenor völlig aus. Und der Grundtenor ist absolut korrekt. Langweiliger Depri-Rap über das harte Leben untermalt von einem Streichergetönten 1000x schon gehörten egj-Beat.
Also ich kann mich mit der Review auch nicht zufrieden geben. MADU 3 fällt zwar wirklich hörbar eintöniger aus als sein Vorgänger, ob Beats oder Lyrik. Ich mags auch nicht so, wie den zweiten Teil. Allerdings übertreibst du vor allem im zweiten Absatz.
Bizzy spricht nicht davon, wie hart sein Leben im Ghetto ist - er berichtet nur von seinem eigenen, durchschnittlichen Leben. Da ist meiner Meinung nach ein himmelweiter Unterschied. Das Ganze dann dem Ersguterjunge-Standard gleichzusetzen, ist dann der Höhepunkt, da Du genau weißt, mit welchem Image das Label durch Bushido geschmückt wird, und der Unterschied Bizzys zu diesem ist schon beträchtlich.
Dazu kommt, dass MADU 3 - anders als MADU 2 - viel unpersönlich als der Vorgänger ist, sondern schon eher zurück zum Erstling geht: "Auf die Fresse"-Songs, wie hier in den Kommentaren so schön gesagt wurde, sind ziemlich ausgeprägt vertreten. Damit wär die Parallele zu Azad dann wieder gegeben, die Du hier ja schon korrigiert hast 
Zum Schluss könnte man noch sagen, dass, wenn Du schon auf die Features eingehst, sie vielleicht nicht nur auf Technik reduzieren solltest. Die Beiträge von Raf Camora und D-Bo hätten meiner Meinung nach schon eine positive Erwähnung verdient.
Wo wir grad bei D-Bo sind: Kommt die angekündigte Review noch? Glaube, freddy hatte da mal was von gesagt.
schade eigentlich, bizzy ist mir mit seinem rap von egj der sympathischste. mucke aus der unterschicht trifft zwar wieder zu, aber es ist tatsächlich relativ lagweilig und ich stimme review zu. aber eine sache spielt beim rap absolut und NIE eine rolle: die stimme.
Diese review is der größte mist den ich je gelesen hab sorry aber ich hab vondem herrn Max brandl nur scheiß-reviews gelesen er geht 0 auf einzelne songs ein und unterstellt bizzy dass seine stimme austauschbar is ? das is doch sein style so leicht gelangweilt aber trotzdem interessant zu rappen.2/5 ? mind. 1 stern mehr wäre verdient gewesen. Die beatz sind gut bis sehr gut. Bizzys Texte sind gut manchmal zu nachdenklich aber auf jeden fall besser als der durchschnitt. Kreisklasse ?? dann machs besser aber schreib nicht son scheiß. Generell hab ich langsam das gefühl das hier egj-alben einfach aus prinzip schlecht von ihm bewertet werden. Album is absolut empfehlenswert im gegensatz zum anderen neuen Hip-hop-platten (azad/Nyze) lasst euch nicht von diesem Wanna-be-autoren voreinnehmen ;-)
@freddy: cocor meinte es kommt noch ne review zu D-Bo. Stimmt das?
was sich manche leute so vorstellen.. das album hat konsequent den madu-stil fortgeführt
wenn jetzt manche meinen müssen, dass auf madu3 jetzt die über-überraschung kommt mit veränderter thematik und komplett anderem beat-stil sollten sich vorher vielleicht mal informieren. kann nicht schaden bei so manchen herrschaften hier
für mich persönlich war madu1 vom gesamtpaket das beste, madu2 hatte jedoch noch mehr tracks die wirklich herausragend waren und madu3 stellt sich etwas hinten an ohne an qualität oder standing zu verlieren
[quote:3b490b5578="keny NTM!"]ich würde das anders formulieren.
die madu-trilogie zeichnet sich vorallem durch große einfallslosigkeit aus, die von den fanboys dann als style angenommen wird.
wäre ja mist, wenn man einsieht, dass man soviel geld und zeit in ne flasche investiert hat.[/quote:3b490b5578]
Du magst es einfallslos und langweilig finden, ist auch dein gutes Recht.
Dir muss es auch nicht gefallen, mir tut's das trotzdem. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Ich bestreite auch nicht, dass die Platte im Großen und Ganzen sehr monoton ist. Aber genau diese Monotonie und Melancholie, die von vorne bis hinten beibehalten wird, spricht mich an.
P.S.: Bezüglich dem Fanboy-Gerede... Wenn eine Platte eines Künstlers, den ich für gewöhnlich feier, scheiße ist bzw. sich in meinen Ohren scheiße anhört, dann finde ich sie ganz bestimmt nicht trotzdem gut, nur weil sie von besagtem Künstler ist. Aber wenn es sich für mich nunmal gut anhört, hört es sich gut an, u know? 
Die größte Scheiße ist, dass es hier irgendwelche User gibt, die Alben von bestimmten Interpreten grundsätzlich mit einem Stern bewerten. Die Alben nicht gehört, sich mit der Thematik nicht auseinandergesetzt, aber erstmal mies bewerten. Sucht euch Hobbys.
Alles andere wurde eigentlich schon geschrieben.


[/quote:a0873809e6][quote:273098beb8="keny NTM!"]war auch eher in richtung dieses hulks gerichtet, nicht persönlich nehmen bitte.
allerdings gibt es - auch wenn inno jetz wieder vorbei springt - genügend künstler, die monotone melancholie in einem level widerspiegeln können, dass es spaß macht, zuzuhören, und ich frage mich halt immer, wieso ihr leute euch immer nur mit berlin beschäftigt, wenn es doch soviele alternativen gibt.
nicht über den tellerrand gucken und madu3 deshalb abfeiern finde ich nämlich genauso schändlich wie das haten ohne gehört zu haben und da fasse ich mir auch durchaus an die eigene nase.[/quote:273098beb8]
Mir ist es eigentlich relativ egal, aus welcher Stadt der Rap kommt, den ich höre.
Da ich aus Frankfurt komme, müsste ich den Frankfurter Rap ohnehin dem Berliner Rap vorziehen aber wie gesagt, letztendlich ist es mir egal.
Dass es außerhalb der Berliner Rapszene talentierte Künstler gibt, die dieses melancholische besser rüberbringen als Bizzy, ist mir durchaus bewusst. Gerade Alben von Tua, Shiml und eventuell auch D-Bo fallen mir da gerade spontan ein. Dennoch brauche ich hier wiederum die Abwechslung. Somit ist's dann ja nicht verkehrt, auf einen großen Pool von MCs zurückgreifen zu können, wenn man in die Richtung was hören will. Bizzy zählt für mich dann halt dazu 
[quote:f7f98b4114="keny NTM!"]

Also ich finde die Review persönlich verdammt schlecht.
Der Autor geht wie schon offt hier erwähnt wenig bis gar nicht auf die Songs/Feat oder Beats ein.
Ich habe mir jetzt mal alle Teile angehört und meiner Meinung nach hat sich Bizzy von Teil zu Teil gesteigert.
Man siehe Teil1: Noch ziemlich undurchdacht keine richtige Richtung , erstma zusamm gewürfelte Tracks (die trotzdem überzeugen durch Beats/feat und bizzy Rap.
Teil2: Wurde etwas deeper und nachdenklicher gehalten mit kompletem konzept
Beats alle aufeinander abgestimmt.Stimmlich eindeutig an Kraft zugenommen
Teil3: Perfekt abgerundet hier wurde ander Stimme gearbeitet man hört das er jetzt höher geht und die tiefen passagen meist nur in den hooks verwendet.
(aber keine Sorge sowas hört man nicht auf anghieb wenn man keine Ahnung hat^^)
Desweiteren sollte man hier auf den Flow bei Liedern wie "OVER" "INTRO" "ALLEINE GEGEN DEN REST DER WELT" "UNTERWEGS" "WIR BLEIBEN HIER" "IZZOKAY" und "FREI" achten.
Den bei diesen Songs hat er ordentlich zugelegt.
Abwechslung ist ebendfals dabei alleine schon das Bizzy auf "WIR BLEIBEN" hier Gesangsansätze zeigt die gar nicht schlecht sind.
Aber auf sowas wird bei der Review ja gar nicht eingegangen.
Das man ja nicht plötzlich doch zugeben muss "ach ey das is ja doch abwechslung drin"
Zum Schluss will ich noch anmerken , dass bei der letzten Bizzy review "MADU2" alles perfekt war , da wurde geschrieben bester von EGJ und blablaba und kaum setz man einen anderen Autor dran ist es so als ob über ein ganz anderen musiker gesprochen wird.
Das zeigt mir das hier keine objektiven Meinungen vertreten sind
Mfg
Der Re_ bOUnt

hier muss ich einschreiten:
bizzys stimmlage ist eben NICHT jetzt erst wieder höher, sondern war auf dem collabo album "blackout" mit chakuza anno 2006 schon so und da er egal ob jetzt bei madu 1-3 oder sämtlichen anderen egj veröffentlichungen immer mal wieder mit einer anderen stimmlage daherkommt (auch innerhalb der alben sehr unterschiedlich) aber trotzdem jederzeit unverkennbar ist, sollte man dies nicht als bonuspunkt anführen
[quote:54b6f99188="keny NTM!"]Du ignorierst Rebount. Diesen Beitrag trotzdem anzeigen
[/quote:54b6f99188]
Meine Fresse bist du cool. Und dieser Humor, herrlich. 
[quote:a5465b782d="keny NTM!"]
die madu-trilogie zeichnet sich vorallem durch große einfallslosigkeit aus, die von den fanboys dann als style angenommen wird.
[/quote:a5465b782d]
deine meinung ändert sich ja schneller als das wetter.
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