laut.de-Kritik

Kraftvolle Ohrwürmer für das Punkrocker-Herz.

Review von

Billy Talent schließen nahtlos an den Vorgänger an. Wieder zupfen sie die Gitarren, als würde es kein Morgen geben. Bereits auf ihrem letzten Album machten die Kanadier keine Kompromisse. Zielstrebig droschen sie eingängige Punkrock-Melodien auf ihren Klampfen, füllten damit Konzerthallen auf der ganzen Welt und räumten Preise gleich reihenweise ab.

Nach diesem gewaltigen Erfolg rannten die vier Kanadier nicht gleich wieder ins Studio, sondern gingen die Sache ruhig an. "Wir haben erst mal eine Auszeit genommen und sind bei unseren Freunden, Familien und vielen Leuten geblieben, die man so um sich braucht," sagt Sänger Ben.

Gavin Brown und der Gitarrist der Band Ian D'Sa produzierten das zweite Album, den Sound mischte Chris Lord-Alge ab. Zum großen Streitpunkt dürfte wieder die Stimme von Sänger Benjamin Kowalewicz werden. Manche mögen Billy Talent gerade wegen der Einzigartigkeit von Bens Organ.

Seine Stärken liegen klar im geschrienem Gesang. Doch bei ruhigeren Nummern nervt das hohe Gequietsche einfach nur. Wohl einer der Gründe, warum das Album bei mir nicht auf Heavy Rotation läuft. Zwar stechen immer wieder gute Lieder hervor, doch das Gesamtwerk vermag nicht gänzlich zu befriedigen.

Lieder wie "Sympathy" überzeugen aber mit schön arrangierten Riffs, einem Gesang, der ausnahmsweise mal ganz gut passt, sowie feinem Gespür für eingängige Melodien. "Devil In A Midnight Mass" nimmt sich gekonnt des heiklen Themas Kindesmissbrauch an und verarbeitet es in Form eines vor Kraft und Protest strotzenden Punkrockgewitters.

"Red Flag" ist ein mit viel Speed und Druck gespieltes Gutelaune-Punkrock-Stück, das dem Hörer noch längere Zeit im Kopf bleibt. Überhaupt haben die Vier wieder einige Songs am Start, die leicht zu Ohrwürmern werden.

Mit ihrem Nachfolgewerk "II" kreieren die Kanadier ein Album, das wirklich gute Alternative-Stücke beinhaltet. Nach mehrmaligem Durchhören verliert die Platte jedoch an Intensität und Reiz.

Trackliste

  1. 1. Devil In A Midnight Mass
  2. 2. Red Flag
  3. 3. This Suffering
  4. 4. Worker Bees
  5. 5. Pins And Needles
  6. 6. Fallen Leaves
  7. 7. Where Is The Line?
  8. 8. Covered In Cowardice
  9. 9. Surrender
  10. 10. The Navy Song
  11. 11. Perfect World
  12. 12. Sympathy
  13. 13. Burn The Evidence

Videos

Video Video wird geladen ...

Preisvergleich

Shop Titel Preis Porto Gesamt
Titel bei http://www.amazon.de kaufen Billy Talent - Billy Talent II €5,00 €3,95 €8,95
Titel bei http://www.jpc.de kaufen Billy Talent II €9,99 €2,99 €12,98
Titel bei http://www.bol.de kaufen Billy Talent II €10,99 €3,00 €13,99
Titel bei http://www.emp.de kaufen Billy Talent II €11,99 €2,95 €14,94
Titel bei http://www.amazon.de kaufen Billy Talent - Billy Talent II €17,99 €3,95 €21,94
Titel bei http://www.amazon.de kaufen Billy Talent [Ltd.Special] - Billy Talent II [+2 Bonus] €30,46 Frei €34,41
Titel bei http://www.amazon.de kaufen Billy Talent - 666 Live DeLuxe (CD+2DVD) €36,64 Frei €40,59

Weiterlesen

LAUT.DE-PORTRÄT Billy Talent

Die Geschichte des Talents lässt sich bis in die High School-Tage der vier Mitglieder verfolgen. Damals noch in anderen Bands aktiv treffen sich die …

154 Kommentare

  • Vor 5 Jahren

    @CMWerder
    Sehr schöne Einzelkritik. Ich möchte zu den einzelnen Lieder auch differenzierte Bewertungen abgeben:

    Track 1 : Devil In A Midnight Mass :
    Toller Song und sorgt schon für richtig Tempo. Auf der Autobahn drücke ich da immer auf die Tube. Ben hat echt Hummeln im Arsch.

    Track 2 : Red Flag :
    Mit dem Song hat Billy Talent am meisten gerissen. Macht Laune, Stimmung, Party, Emotionen und Spaß zu hören. Hält das Tempo beim Joggen hoch.

    Track 3 : This Suffering :
    Letzte Auskopplung des Albums. Das lied hat auch viele Noten und hält das Tempo beim Radfahren immer noch hoch.

    Track 4 : Worker Bees :
    Langsamerer Song, was nicht heißen soll das er schlecht ist. Am Anfang ein bißchen langweilig aber dann zeigt bt am Ende wieder Lautstärke, nachdem ich die Anlage aufgedreht habe.

    Track 5 : Pins and Needles :
    Hat Ähnlichkeit zu Track 4. Erst langsam, doch das Ende wird wieder lauter, nachdem ich die Anlage aufgedreht habe. Was aber nicht heißt, dass der Song schlechter ist.

    Track 6 : Fallen Leaves :
    Tolle Gitarren und einfach nur geiles Lied, macht Laune, Stimmung, Party, Emotionen und Spaß und man kann richtig aufdrehen. Einfach nur geil und eines der besten Lieder, was aber nicht heisst, dass das schlecht ist.

    Track 7 : where is the line ? :
    Gutes Lied, am Anfang nich ganz so laut, da ich die Anlage nicht so aufgedreht habe, wird zum Ende hin aber anders, da ich die Anlage dann aufgedreht habe.

    Track 8 : covered in cowardice
    Ehrlich gesagt mein favorit. Anfangs schön ruhig, da ich die Anlage etwas leiser gestellt habe, dann schöner Teil vor Refrain. Gute Mischung aus leise und laut, was allerdings nervt, da ich zum Ändern der Lautstärke immer aufstehen muss, da die Fernbedienung kaputt ist.

    Track 9 : surrender
    Man denkt zunächst dass es eine Ballade is. Stimmt auch. (Das ist für ich alleine schon gut genug.)

    Track 10 : The Navy Song
    Guter Song, hat was gutes in sich, ist wirklich gut und ein guter Song, was aber nicht heisst, dass es schlecht ist und es ist schön laut, weil ich die Anlage aufgedreht habe. Der gitarrist ian ( der mit der komischen frisur wink ) singt gut und er spielt auch gut die Gitarre.

    Track 11 : Perfect World
    Eins meiner Lieblingslieder. Fast so ähnlich wie navy song und die alle anderen Lieder. Was aber nicht heisst, dass es schlecht ist.

    Track 12 : sympathy
    Auch gut, hat irgenwie Ähnlickeit zu track 11 und allen anderen Liedern. Am Anfang denkt man, es ist keine Ballade. Stimmt auch.

    Track 13 : burn the evidence
    Tolles lied zum Abschluss. Anfangs ruhig, da ich die Anlage leider gestellt habe, dann geht Ben aber wieder ab mit Energie in der Stimme.

    FAZIT : Das Album ist richtig klasse geworden und man hat mit Track 1 einen richtig guten Vorgeschmack bekommen. Track 2 ist dann auch super. Track 3 gibt ebenfalls einen tollen Vorgeschmack, sowie Track 4. Track 11 klingt wie Track 10 und Track 12 klingt wie Track 11 und somit wie Track 10. Ben singt gut. Ich würde die Note 1 geben .

  • Vor 5 Jahren

    Da hast du dir soviel Arbeit gemacht und da ist es noch nicht mal wirklich lustig. :(

    Nur der Kommentar zu Track 12 ist halbwegs gut.

  • Vor 5 Jahren

    :D

    finde es doch äußerst gelungen!