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Gestern die Grammys, heute die ganze Welt. Das mit aberwitzigen fünf Schallplattenpreisen ausgestattete "I Am ... Sasha Fierce" ist Vergangenheit, das Alter Ego begraben, die Schizophrenie besiegt. Beyoncé Knowles' Zukunft heißt Weltherrschaft. "Girls run the world" ist das neue Motto – und zwar mit viel nackter Haut und rhythmisch wackelnden Ärschen auf klappernden Stilettos.
Irrsinnigerweise versucht die Promomaschinerie von Sony Music die Single "Run The World (Girls)" tatsächlich als Hymne der Emanzipation zu verkaufen. Als sei entblößtes weibliches Fleisch der richtige Weg, um die Geschlechter schnellstmöglich auf Augenhöhe zusammenzuführen. Augenscheinlich versucht sich Beyoncé (mal wieder) in der Rolle der femme fatale, ist letztlich aber (mal wieder) nicht mehr als eine femme banale.
Denn das einzig Spannende an "4" ist die Frage, wieso Switch und Diplo ihren Kollabo-Track "Pon De Floor" für Beyoncés lächerlichen Versuch hergeben, eine Art M.I.A. für behütete Vorstadtkinder zu werden. Als ob ein stampfendes Soundgerüst aus der Feder von Major Lazer und die dumpfe Parole der weiblichen Weltherrschaft zu künstlerischer Progressivität oder überhaupt zu irgendeinem Mehrwert führen würde.
Zumal die vermeintliche Emanzipation erst am Ende der Platte stattfindet. Zuvor schmeißt sich das Ex-Destiny's Child allerlei Männern an den Hals, verspricht ewige Liebe ("1+1") und würde lieber früh sterben, als den Rest ihres jungen Lebens ohne den Auserwählten zu verbringen ("Rather Die Young"). Zum Glück sind Worte Schall und Rauch, der Typ lässt sich gegebenenfalls ja schnell abschießen ("Best Thing I Never Had"). Nachtigall, ick hör dir trapsen.
Wäre das Konzept, oder wie auch immer man diesen Erguss nennen mag, nicht in dieser Form erwartbar gewesen, wäre "4" der Gipfel der Dreistigkeit. Andererseits gibt Beyoncé einen Überblick, über alles, was man im Pop seit Jahren nicht mehr hören will: nervtötend billige Baukastenbeats mit nervtötenden Pianos ("Best Thing I Never Had") und nervtötenden Echo-Effekten ("I Miss You").
Der Hip Hop-Fan fasst sich ungläubig an den Kopf, weil für "Party" nicht nur André 3000 Pate steht, sondern per Sample auch noch die Oldschool-Helden Doug E. Fresh und Slick Rick herhalten müssen.
Immerhin hat Beyoncé die Lacher auf ihrer Seite: In "Love On Top" vorlaut "Bring the beat in" zu fordern, um danach mit einem völlig überholten Synthie-Keyboard-Gemisch aufzuwarten, grenzt fast an Selbstironie – wenn auch unfreiwillig. Die Textzeile "I can see the stars all the way from here" beruhigt alle, die sich schon Sorgen machten: So tief, dass sie den Himmel nicht mehr sehen kann, scheint Beyoncé noch nicht gesunken zu sein.
Das wäre auch nicht vereinbar mit ihren hehren Zielen. Wie beim Schlammcatchen halbnackt auf Stilettos im Dreck zu wühlen, wäre schließlich so gar nicht emanzipatorisch.
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Bin froh das ichs mir vor Release anhören konnte und mir das Geld gespart hab. Als großer Bey Fan die Enttäuschung 2011 für mich bisher.
Also die Vorab-Single ist absolut grauenhaft.
Mit das Schlechteste, was ich dieses Jahr bisher gehört habe.
Die Dame ist sowieso völlig überschätzt. Ein paar gute Songs hat sie zwar in der Vergangenheit veröffentlicht, aber bisher noch kein wirklich überzeugendes Album.
naja. ihr 1. Album war gar nicht mal so schlecht, bei diesem Album fehlen alt ´n paar features, dann wärs auch erträglicher
Ich find die Kritik nicht sonderlich gut getroffen. Sicher ist das nicht das Album des Jahres, und die Lückfüller sind durch aus anstrengend, aber man muss sagen: die Frau schwimmt wenigstens in ihrem eigenem See. Kein Gaga J.LO-EuroDance Sch***! Es ist halt anders... aber deswegen nicht gleich SOOO schlecht! erstmal durchhören, dann urteilen!

Das cover sieht so aus, als hätte sie ihre achselhaare zu rastas geflechtet. Gehört vielleicht zum emanzipations- konzept dieses albums...
Ist doch egal obs scheisse ist, es wird sich trotzdem verkaufen wien 3er BMW auf nem türkischen AutoMarkt oder n Pils auf dem örtlichen Schützenfest. Generell sind die Kritiken auch gar nicht mal so mies ausgefallen. Also, es wird n Kassenschlager und noch mehr Kohle ins BJigga Imperium pumpen. Wahrscheinlich stehen schon überlegungen im Raum, die nächste freie FussballWM in den eigenen Vorgarten zu holen (der wahrscheinlich besser ausgestattet ist als jedes bekannte Stadion).
Das Halbnackte lasse ich mir gefallen, aber die Musik auf 4 ist leider total uninteressant.
Also, was man ihr jetzt schon zugestehen muss, dass sie als einzige (?) Künstlerin nicht auf den Eurodance-Zug, den die Gaga losgetretten hat, aufgesprungen ist. Immerhin das sollte man ihr mal zugestehen. Die "Balladen" auf dem Alben sind ... ... ...
Ich finde, es gibt durchaus miesere Balladen im derzeitigen Popgeschehen. Da steht Beyonce mit "I Was Here" und "Start Over" noch einigermaßen gut da. Allerdings sind das auch die zwei stärksten Songs der Platte. "I Care" hat zwar richtig kraftvolle Strophen - nützt aber auch nichts, wenn der Chorus dann alles wieder versaut. Der Rest der Platte ist null einprägsam und verdient die Wertung 1/5. Schade, wie ich finde, da Beyonce ein gewaltiges Stimmvolumen aufweist, welches man besser hätte nutzen können.
Allein schon der großartige (!!!) Song "Countdown" verbietet hier, das 1-Stern-Schwert zu zücken. Und ich glaube, die etwas "altbackenen" Sounds in "Love On Top" sind auch durchaus so gewollt, find ich auch ganz gut. Wobei ich zugeben muss, dass ich beim Ausruf "Bring that beat in" auch zunächst irgendwas Dickeres erwartet hätte. ;-) Ansonsten jedenfalls viel Grütze und schon 1000 Mal Gehörtes.
[quote:5183c3c992="Hey Apple!"]

[quote:be7e56d038="Hey Apple!"]

. Und zum anderen Sinn des Wortes Cover: sie hat den ganzen verdammten Stil von Madonna geklaut, reicht das nicht?^^
. Und zum anderen Sinn des Wortes Cover: sie hat den ganzen verdammten Stil von Madonna geklaut, reicht das nicht?^^Gut, und jede dumme Doom/Stoner-Metalband kopiert den Stil von Black Sabbath. Jede Hard Rock Band von Led Zeppelin usw... jede dumme BM-Dorfband hampelt evil grim mit Schminke im Gesicht auf der Bühne herum. Das gibt es doch überall. GaGa hat trotzdem was "eigenständiges" heraufbeschwören (ob man es mag oder nicht, tut mal erstmal nichts zur Sache). Allein, dass plötzliche fast jeder Star in diese Richtung geht, zeigt doch, dass Trends gesetzt wurden. Madonna - ja wo bleibt sie denn? Seit Ray of Light nichts mehr los - mit ihr.

Die "wirklichen Fachleute" vom Rolling Stone bewerten inzwischen nahezu jeden belanglosen Scheiß mit 3,5 (oder mehr) Sternen, diese Zeitschrift kann man doch überhaupt nicht mehr ernst nehmen. Bin sowieso der festen Überzeugung, dass die sich von den Musikern bezahlen lassen.
Schon Beyonces Vorgängeralben waren unterirdisch schlecht und sind hier viel zu gut bewertet worden, mit ihrem neuen (Schund)werk unterbietet sie sogar sich selbst, nicht einen Stern hat dieser Rotz verdient.
Ich bin wahrlich kein Beyoncé-Fan, aber hier nur ein Stern zu geben und vor allem so eine unnötige/nichtssagende Rezension zu schreiben ist dumm.
Das Album mag zwar kein Meisterwerk sein, das ist mir auch scheißegal; aber alleine wegen so großartigen Songs wie "1+1", "I Care" und "End of Time" hat das Album mehr als einen Stern verdient. Vor allem "I Care" ist so ein schöner Song und hat einen gewissen Eindruck hinterlassen. Ich höre daran nichts schlechtes.
Ich hab mir das Album nicht gekauft, aber ich hab mir besagte Titel und ein, zwei weitere runtergeladen und die sind jeden Cent wert.
Indem die black barbie jetzt auch einen auf neo-emanze macht, kupfert sie ja schon ein wenig von lady gaga ab, oder?
@zeitwolf: wieso unnötig/nichtssagend/dumm? als laie würd ich sagen, das ist ne ganz normale rezension: einordnung ins gesamtwerk, etwas zur vermarktungstrategie (das ist keinesfalls "unnötig"), ein paar ausgewählte songs werden inhaltlich und musikalisch besprochen und schließlich ein gesamturteil abgegeben.
da selbstbestimmung so ziemlich das letzte ist, was mir zu beyonce und ihrer karriere einfällt, würde der rezension eher etwas fehlen, wenn der rezensent nicht darauf eingegangen wär.
@unorigineller name: die paar ausgewählten Songs werden aber ziemlich oberflächlich besprochen, der Rezensent macht sich viel eher über die Lyrik lustig als irgendwas gehaltvolles zur Musik zu sagen. Mit Sicherheit hat er nur die Hälfte der Songs gehört und wahrscheinlich jeweils nur für 30 Sek, anders ist diese Rezension nicht zu erklären.
Ich kann die Rezension auch nicht nachvollziehen. Klar ist jede Kritik subjektiv, aber Herr Hilzendegen scheint die Songs schlichtweg nur angespielt zu haben.
Oder aber ist es ein misslungener Versuch durch eine ungerechtfertigte und überzogene Kritik (die auch versucht lustig zu sein) Aufmerksamkeit zu erregen.
Beyonce hätte doch einfach ihr Erfolgskonzept verfolgen können und nach bewährtem Strickmuster Songs präsentieren können.
Ich finde, dass Beyonce auf dem Album versucht, eine für sie andere Richtung einzuschlagen.
Dass das nicht immer gut geht, hören wir an "Run The World".
Sie braucht sich nicht mehr an Chart-Erfolgen zu orientieren, hat sie doch musikalisch alles gewinnen können, was man gewinnen kann.
Songs wie "1+1", "I Care" oder "Countdown" sind für Fans von Beyonce neu ...
2 Sterne hätte das Album verdient, 3 sogar wenn es ein Kritiker beurteilt hätte, der auch was mit RB anfangen kann.
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