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Hat man irgendwo auf der Welt eine unerschöpfliche Polycarbonat-Quelle aufgetan? Oder woran liegt es, dass momentan jeder zweite Act eine Standard-Edition und eine Deluxe-Doppel-CD seines Albums veröffentlicht? Jay-Zs Gattin treibt diesen Größenwahn gar noch ein Stück weiter: Nicht nur, dass ihr für ihre 16 "Premiumtracks" nicht ein einzelner Tonträger reicht, nein. Sie presst auch den Standard-Elfer auf zwei Silberlinge! Woanders geht solches als ambitionierte Doppel-Single durch.
Was soll das? Wenn das ein neues Vertriebsmodell der Musikindustrie sein soll, um der Piraterie vor den Bug zu schießen oder die Verkaufszahlen physischer Tonträger wieder anzukurbeln, dann hätte ich das gerne mal schlüssig erklärt. Käufer der Standard-CD freuen sich sicher außerordentlich, wenn sie nach 25 Minuten zum Player latschen dürfen, um die nächsten 17 Minuten einzulegen. Was war gleich noch mal der Vorteil der Compact Disc im Vergleich zum Vinyl?
Jaja, schon klar, da hat einer den Promo-Wisch wieder nicht gelesen. Wir haben es hier bitteschön mit einem Konzept zu tun! Frau Knowles will nämlich beim dritten Solowerk die zwei Seiten ihrer Persönlichkeit deutlich herausstellen. Und das geht nun mal nur auf zwei voneinander getrennten Rillen. Wenn schon Alter Ego, dann richtig. (Hat man eigentlich irgendwo auf der Welt neuerdings auch eine Alter Ego-Quelle ausgegraben?)
Auf Disk Eins, "I Am..." betitelt, widmet sich Beyoncé ausschließlich ruhigen und souligen Klängen, die, wie sie wissen lässt, ihrem wahren Naturell entsprechen. Reduzierte Instrumentierung, tröpfelnde Taktung und akustische Gitarren dominieren den ersten Teil. Sogar einen Hauch von Folk meint man in "That's Why You're Beautiful" ausmachen zu können. Die Single "If I Were A Boy" geht indes Hand in Hand mit "Broken Hearted Girl" den Gang alles Balladesken. Was die Sängerin in "Disappear" allerdings an die Beatles erinnert, bleibt mir verschlossen. Vielleicht, dass die auch verschwunden sind.
Die einzige Nummer, die in den ersten 25, respektive 33 Minuten etwas pompöser, weil elektronisch verspoilert daherkommt, ist "Halo". Auch wenn es einem nicht so offensiv entgegen schwappt, weckt hier nicht nur das funkenspritzende Soundgewand schwere Assoziationen an den Regenschirm des Jahres 2007: "Baby, I Can See Your Halooo, -alooo, -alooo."
Die zweite Persönlichkeit namens "Sasha Fierce" erscheint dann nach getaner Diskjockey-Arbeit auf Platte Zwei: Hier präsentiert sich Frau Beyon-Z als die Partymaus, die sie ja doch gar nicht ist. Muss sie aber sein, sonst gehen die Fans die Wände hoch, die Erwartungen vor die Hunde und die Verkaufszahlen in den Keller. Frei nach dem diesjährigen Erfolgsmotto "Unsere Synthies sollen sizer werden" dröhnt, wummert, wabert und surrt es hier auf Timba komm raus. Dabei ist der gar nicht drin.
Die 17 Standardminuten von Disk Zwei pumpen sich nichtsdestotrotz durchwegs okay durch den aktuellen Mainstream-Zeitgeist. Da ist es endlich, das Destiny's Child, das nix dem Schicksal überlässt und vorerst noch keine Kinder will. Als wären ihre Stimmbänder ihre Pobacken, räkelt sie sich mal lasziv, mal frech wackelnd und dann wieder sexy säuselnd durch eine Wodka-Bull-Bestellung nach der anderen: Die Mädels haben was zu tanzen, die Jungs was zu gucken. Das Ergebnis: Destiny's Childs. Wäre das also auch geklärt.
Eine Ausnahme, wenngleich eine fragwürdige, gibt es aber doch: "Diva" klingt, als hätte man Yo! Majesty in ein Umerziehungslager für schwer erziehbare Gören gesteckt und die Barbie-Markenwächter mit der Gehirnwäsche beauftragt. "A diva is a female version of a hustler." Genau. Und Beyoncé is a Weichspül-Version of an MC.
Zu Protokoll lässt sich geben: Die 27-Jährige kann ungefragt großartig singen und weiß ihre Stimme überaus attraktiv einzusetzen. Die musikalische Umrahmung der beiden Facetten ihrer Persönlichkeit ist zu hundert Prozent wasserdicht, allerdings an keinem Punkt überraschend, geschweige denn innovativ geraten. Es bleibt ein zwiespältiger Eindruck: Die harte Trennung der beiden Gangarten erscheint als zwanghafter Gimmick, besonders bei der Standard-Ausgabe von "I Am ... Sasha Fierce" – zumal die zusätzlichen Premium-Nummern fast genau das Mittel zwischen Hü und Hott darstellen.
Ergo: Alle 16 Stücke, hübsch durchgemischt, auf eine einzige Veröffentlichung gepackt und ich hätte mir aufgrund des schicken Badeanzug-Bildchens auf der Rückseite vielleicht noch einen Punkt mehr überlegt. Aber so: Beyoncé Knowles liefert zum Dritten soulig-tanzbaren Qualitäts-R'n'Pop ab, der diesmal etwas umständlicher eingetütet wurde. Möger werdens mögen, Kenner kennens schon.
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Gut, dass deine Meinung nichts zählt.
Ich hör mir gerne mal ab und zu Sachen von Beyoncé an. Ihre Stimme ist wirklich gut, das einzige Problem ist, dass sie viel zu viele Lückenfüller in ihr Album einbaut. Ihre Balladen haben mir bisher nie wirklich gefallen "If I Were A Boy" erinnert mich vom Titel an "Wenn ich ein Junge wär..." von Fräulein Wunder. Zum Glück ist Beyoncé immerhin musikalisch eine Liga besser.
Album muss ich mir auf jeden Fall mal anhören, ein paar gute Tracks lassen sich da bestimmt rausfiltern.
Großartig geschrieben und spiegelt meinen bisherigen Eindruck wieder.
Wer zwei achso verschiedene Persönlichkeiten hat und dann eine so dermaßen uninspirierte Doppelsingle releast, kann kein Wahnsinnsalbum veröffentlichen!
(Die 17 Minuten für CD 2 bezieht sich mit Sicherheit auf die normale Version mit 5 Songs)
2 x 8 Tracks bzw 1 x 6 und 1 x 5 --> man ist das lächerlich!
Viel schlimmer ist es ein Album in zwei Versionen so aufzuteilen, dass man ein stinknormales Album mit 16 Tracks nur für den DELUXE-Aufpreis bekommt! Wer auf die Idee gekommen ist 11 Songs auf zwei CDs zu bringen, gehört echt geköpft!
wieso macht eigentlich jeder künstler nen lied mit dem titel "halo" hätte man vllt noch fragen sollen.
die pussycat dolls haben auch schon einen druff.
des weiteren frage ich mich immer wieder, wieso niemand beyoncé leiden kann.
dabei ist sie doch immer so bescheiden und freundlich.und ich persönlich mag sie.
aber ihr alter ego (auch schon bevor sie diesem einen namen gegeben hat) is halt ne geltungssüchtige, sich selbst überschätzende ziege und ich glaube, das merken die leute.
zum album kann ich noch nich viel sagen, hab erst nen paar sachen gehört, außer doch sehr eingängig, aber doch seeehr den zeitgeist bedienend.
kritik also durchaus nachvollziehbar, für die eingängigkeit der titel hätte es aber auf jeden fall noch nen punkt geben sollen.
denn mainstream scheiss hin oder her, ohrwürmer muss man auch erstma hinkriegen.
Von mir aus hätte ein Punkt für die Platte gereicht, und das, obwohl ich keinen einzigen Song davon kenne. Beängstigend, widerwärtig.
Ich muss diese Musik nicht kennen um zu wissen, dass sie scheiße ist. Ich muss auch P.S. Ich liebe dich nicht gelesen haben haben, um zu wissen, dass dieses Buch Müll ist.
Irgendwie muss ich dich auch nicht persoenlich kennen, um zu wissen, dass du ein behinderter Vollidiot bist.
Same to you, Penner. Das muss ich mir von nem degenerierten Pisser sagen sagen lassen, der Bushido an erster Stelle stehen hat 
Wie jetzt, kommst du nun doch nicht mehr so gut mit deinen Mitmenschen aus?
Im Gegensatz zu dir bin ich in der Lage, anspruchsvolle harte Musik und Hip Hop miteinander zu vereinbaren. Wegen Leuten wie dir gibt es das Klischee vom engstirnigen Metalfan. Trottel.
Ich bin schlecht gelaunt, daher der edit.
Ich bin nixcht engstirnig. Ich mag Sachen aus Jazz, Blues, Country, Irish Folk, Klassik, Rock...aber keinen Hip Hop, auch nicht den abseits des Mainstreams. Ist mir musikalish betrachtet schlicht zu minderwertig.

Den Grund kenne ich nicht mehr. Ehrlich nicht. War mir dennoch im Gedächtnis geblieben.



nein, natürlich nicht.
aber du hast dich mit dem statement sooooo weit vorgewagt. diesen elfmeter konnte ich mir nicht entgehen lassen. 
mir fällt selbst im moment auch niemand ein.
robbie williams vielleicht?
war mit take that furchtbar und dann teilweise hochklassigen entertainer-pop gebracht.



netten hintern hat sie trotzdem. das sollte zumindest für nen halben punkt gut sein.


Auch wenn du Recht damit hast, dass Beyonce unhörbaren Industrie-RnB trällert, proflierst du dich hier trotzdem als arrogante, intolerante und unfreundliche Persönlichkeit. Deine Angst vor der multikultigesellschaft möchte ich lieber erst gar nicht von dir erläutern bekommen. Mainstream kann nicht gut sein? Lieder der Beatles, der Stones oder aktueller das erste Album von Coldplay oder die Red HOt Chilli Peppers waren/sind doch absoluter Mainstream und sie sind doch musikalische Ikonen ihrer Zeit geworden. Aus dem einfachen Grund, dass diese Musik Millionen von Hörer bewegt; da ist es völlig egal was ein Freak wie du davon hält.
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