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Die laut.de-Redaktion hat gewählt: Wir küren die Top-50-Lieblingssongs des letzten Dekade.
Konstanz (laut) - Einen haben wir noch. Oder zwei. Mit diesen Bestenlisten ist es ja eigentlich wie mit dem Alkohol: Sie bringen Menschen zusammen und auseinander. Sogar das ZDF verfiel an Weihnachten dem Sammlungszwang und sendete allen Ernstes eine Sendung aus mit dem Titel "Die Top 10 des Himmels". Haben wir leider verpasst. Waren trinken.
Denn wir wissen ja schon: Manchmal, aber nur manchmal entsteht wahrhaft Großes, wenn sich Dutzende Leute ihre mürbe gewordenen Rüben zermartern. Auf den folgenden 50 Plätzen verteilt präsentieren wir euch nun die Songs des Jahrzehnts, die es unserer Meinung nach verdient haben, in den, ja genau, Himmel gelobt zu werden.
Lobet oder lyncht uns. In jedem Fall: Habt Spaß!
Kurz, spritzig, prägnant, so klang das gesamte Strokes-Debüt "Is This It". Voller Songs, die in den Refrains neue Euphorie-Ebenen zu erklimmen wussten. Hier stach "New York City Cops" besonders heraus. Das 'White Light White Heat' des Jahres 2001, es war ein schöner Sommer.
"I don't rhyme, I stomp down beats", verkündete Mr. X to the Z an anderer Stelle. Recht hat er, "X" liefert den genickbrechenden Beweis: in bouncenden, nach vorne preschenden Track wie diesen entfaltet sich sein harscher, rauer Flow am allerbesten. Egal, was danach noch kommen mag: Diese Liste has officially been pimped.
Herrlich! Blitz keift und schreit sich in unnachahmlicher Weise durch einen nach Ramones und Pogues klingenden Track. Eine Hymne an alte Verfehlungen und Großtaten. "We drank some beers and broke some heads ..." - wie wahr!
Typisch Sigur Rós schlendert "Untitled #8" a.k.a. "Popplagið" (Popsong) als finaler Akt des 2002er-Studioalbums "( )" gemütlich vom Traum in die Wirklichkeit, umschmeichelt und neckt, lullt in der Fanatasiesprache "Hopelandic" ein, knistert sich spannungsüberladen höher und höher und gipfelt bei Minute neuneinhalb in einem sinneslähmenden Euphoriegewitter epischen Ausmaßes: Die multiplen Post-Rock-Ejakulationen als Höhepunkt der fast zwölfminütigen Vorzeige-Klimax lassen den Zuhörer mit einer gnadenlos rauschhaften Gänsehaut alleine zurück.
"As you lay to die beside me, baby / On the morning the shootin' came / Would you wait for me? / The other one would wait for me." Duell mit dem Nebenbuhler? Mit dem Ehemann? Widerstandskämpfer? Über die Deutung der Lyrics wird munter spekuliert und diskutiert. Wie auch immer: Der Wahnsinn und die Liebe gehen Hand in Hand, "you run with the devil".
Für schrille Bühnenoutfits und perfekt inszenierte Shows sind beide bekannt. Was wäre für Warren Fischer und Casey Spooner von Fischerspooner also passender, als den Kylie Minogue-Song "Come Into My World" zu remixen? Der Discotrack der Australierin erhält so elektronischere Züge, gewinnt aber gleichzeitig an Stimmung und Melodie. Mix it, baby!
Wenn zwei hypnotisierende Stimmen sich treffen, kann das nur ein Erfolg werden. "The Dull Flame Of Desire" ist so ein Fall. Die leicht verschrobene isländische Sängerin Björk ist bekannt dafür, kein Experiment zu scheuen. Mit Antony Hegarty von Antony & The Johnsons holte sie sich einen talentierten und außergewöhnlichen Künstler mit ins Boot, dessen Stimme mindestens genauso fesselt wie die ihre.
Ein liebevoll gemachtes Video kursiert Anfang 2008 durchs World Wide Web. Im Mittelpunkt: zwei Harlekins, die zu Elektropop-Sound tanzen. Als ein Jahr später das offizielle Monstervideo von "Kids" auf den Markt kommt, läuft der Song bereits in allen Clubs rauf und runter - und das New Yorker Duo MGMT ist längst kein Geheimtipp mehr.
Aus "Toxicity" stammt dieser Prototyp eines System Of A Down-Songs. Das Wechselspiel aus Knüppelparts und fast traumhaft klingenden Melodien machen diese Nummer zu einem Band-Trademark. Ein Garant für volle Tanzflächen in der Indie-Disse deines Vertrauens.
Rundheraus ein Highlight des zweiten Albums der Newcastle-Gang. Ein Midtempo-Song, dessen Anfangsriff vielleicht als deutlichste Reverenz an die Smiths durchgeht. Paul Smiths unvergleichliche Stimme treibt den Song gewohnt sicher in eine supercatchy Hookline.
Zweiter Song aus dem zweiten Album. In nicht einmal drei Minuten explodiert die Hives-Power mitten in dein Gesicht. Wer noch nicht weiß, warum die Schweden zu den energetischsten Live-Bands zählen, bekommt es hier ins Ohr geschrien.
Get in the ring! "Lightsabre Cocksucking Blues", der Opener von Mcluskys Überalbum "Do Dallas", verwandelt die Gehörgänge in die Arena, das Hirn in einen Punchingball. Selten hat "Auf die Zwölf" so sehr gestimmt wie hier. Ein knapp zweiminütiger Unfall, bei dem der Hörer mit offenem Mund das unaufhaltsame Auseinanderfallen einer Band beobachten kann. Bemerkenswert auch das Video: Katzen mit bedenklich schlechtem Zahnfleisch und Manga-Augen performen die Nummer auf einer Tischtennisplatte.
Die Berliner Truppe trifft genau den richtigen Ton zwischen böllernden Synthiebässen, swingender Drumprogrammierung und einigen wenigen Signalwörtern, die sich ins Hirn fräsen: "Ich singe keine Melodie / Ich singe eins, zwei, drei, vier" - im MJ Lan Mix nicht weniger als eine superbe Dancerakete.
Wenn Alex Turner mit seinen Arctic Monkeys diesen Hit schrammelt, bleibt die Tanzfläche garantiert nicht leer. Der Track vom 2006er Kracheralbum "Whatever People Say I Am, That's What I'm Not" gehört auf jede gute Indie-Veranstaltung.
Anfang der neunziger Jahre zeichnete sich ab: Diese vier Mannen aus Los Angeles schreiben Rockgeschichte. Rund ein Jahrzehnt später legten sie mit "By The Way" ihr wohl poppigstes Album vor. "Can't Stop" holte da zum Glück noch mal den Funkrockhammer raus. Danke dafür! Das tolle Video insprierte der österreichische Bildhauer Erwin Wurm.
Selbst wenn jemand von The Postal Service noch nie etwas gehört zu haben glaubt, kennt er garantiert trotzdem "Such Great Heights". Aus Filmen, Trailern, Werbespots. Auch über fünf Jahre nach der Veröffentlichung ist der Song genauso begehrt wie zu Anfangszeiten - und das völlig zurecht.
Im angemessenen Housetempo, aber mit gebrochenen Beats und der typisch französischen Elektroatmosphäre schwoft "We Are Your Friends" über die Tanzfläche der Indiedisko. Dieser maximale Disko-Eklektizismus schreit dich geradezu an: einfach große Nachtmusik.
Eine vergnügliche Melodie bringt die Indie-Welt 2006 zum Pfeifen. Die Bekanntheit der Schweden Peter, Bjorn And John beschränkte sich zuvor auf ihre Heimat. Doch ihr Mitpfeifsong "Young Folks" erobert die Charts auf dem gesamten Kontinent, wird vom Musikmagazin NME sogar zum zweitbesten Song des Jahres gewählt. "It's easy … just put your lips together."
Mit "Oceanic" wagen sich Isis 2002 in bislang ungeahnte Klangtiefen vor und läuten nebenbei ein neues Zeitalter harter Gitarrenmusik ein: Betörende Melodien stemmen sich der erbarmungslosen Brachialgewalt vehement entgegen. Wen das hypnotisierende "Carry" kalt lässt, sollte den Neurologen seines Vertrauens konsultieren.
Indisch klingt der Ohrwurm, den Timbaland Missy Elliott auf den damals noch durchaus voluminösen Leib schneiderte: Sechs Noten, die sich ins Gehör schrauben - für die Ewigkeit. Was soll man sagen? Miss E ist eben ... so addictive!
Nach wie vor die Über-Single der Darmstädter Jörn Elling Wuttke und Roman Flügel. Trockene Bassdrum, melodischer Refrain, Bratzel-Sounds: Alter Ego eroberten mit diesem Clubmonster nicht nur die Herzen der Techno-Jünger, sondern auch die der, logisch, Rocker.
Blur-Frontman Damon Albarn erweckte die wohl bekannteste Comicband 1999 gemeinsam mit Freunden zum Leben. Konsequent halten sie seither daran fest und verpassen den vier Charakteren neben einem perfekten Aussehen auch einen detailreichen Lebenslauf. 2005 wird dies auf dem zweiten Album "Demon Days" fortgeführt. "Feel Good Inc." wird zur erfolgreichen Singleauskopplung.
"Have I told you lately that I love you?", schmachtete William Bell seinerzeit in seinem gar zauberhaften Schmachtfetzen "Forgot To Be Your Lover". Oft kopiert, mehrfach gesamplet - die größte Reichweite erreichten wohl - zumindest im Hip Hop-Kontext - die Dilated Peoples. "Worst come to worst, my peoples come first."
Es wäre gemein, M.I.A. zu unterstellen, dass "Paper Planes" nur wegen des integrierten The Clash-Samples für derart Aufsehen sorgte. Immerhin begibt sich die srilankische Partybraut ins Hustle-Milieu und lässt im Refrain die Knarren sprechen wie sonst nur 50 Cent und Konsorten. Heraus kommt ein Highlight ihres "Kala"-Albums.
"Ich komm rein, wo ich will, als wär' mein Penis ein Durchsuchungsbefehl." Cry, boy, cry! Wenn die ach so homophoben Hip Hopper jetzt schon die Schwulenhymnen - hier in Gestalt von Bronski Beats "Smalltown Boy" - durch den Sample-Wolf ziehen, ist der Untergang des Abendlands beschlossene Sache und verdammt nahe. "Du Huuurensooooohn, ich mache Festival auf deinem Grab!"
Geradezu flott und als lockeres Sing-A-Long inszeniert, karikiert "Wettentspannen" die hektische Jagd - und gesellschaftliche Forderung - nach Schönheit inklusive dazugehörender Zwangsentspannungs-Mühle. Nur eins von Lichts Liedern vom Ende des Kapitalismus, das einerseits angenehm unterhält und dabei doch den Kopf fordert.
"99 problems but a bitch ain't one." Vielleicht schoss Barack Obama ein wenig übers Ziel hinaus, als er seinen Triumph über Konkurrentin Hillary Clinton bei den demokratischen Vorwahlen mit dieser Nummer feierte. Egal, er gewann später nicht nur die Präsidentschaft und den Friedensnobelpreis, sondern bewies darüberhinaus mit seiner Trackauswahl Geschmack: Rick Rubins Produktion walzt, ganz ohne süßliches R'n'B-Geplänkel, wie ein Run DMC-Oldschool-Monster.
"Rest My Chemistry" von ihrem letzten Album "Our Love To Admire" lässt die New Yorker wie in Trance Gitarre-, Bass- und Keyboardmuster zusammen führen, bevor Paul Banks sein vor Kälte vibrierendes Organ erhebt. Ein ehrfürchtiges Stück Leidenschaft.
Längst ist die Gruppe um Pete Doherty aus den Schlagzeilen verschwunden. Der Frontman macht in der Zwischenzeit lieber mit Drogenexzessen und Gerichtsprozessen von sich reden: konsequente Umsetzung von "Fuck Forever".
Well, well, well ... Nein! Am blubbernden, sich hypnotisch in die Gehörgänge schraubenden Bass der zweiten Auskopplung aus "Run Come Save Me" kam und kommt kein Plattendreher vorbei. Britischer Hip Hop und Rap mit Ragga-Einschlag: "Squeeze the pain from my belly and set my soul free."
"Ganz klein am Horizont kann man Dinge sehen / Dinge, die wir nicht verstehen / Das Geschehen lässt uns auseinander gehen / Hinein in einen Wald aus Zeichen." Im Schatten der Erfolgssingle "This Boy Is Tocotronic" zählt "Hi Freaks" zu einem der nachhaltigsten Momente des "Tocotronic"-Albums. Der Wald aus Zeichen, er sollte bald noch viel undurchlässiger werden.
Ein einnehmendes, von Piano und Streicharrangements gekennzeichnetes Stück Traum-Pop kredenzten Radiohead der Welt im Jahr 2001 als erste Single ihres "Amnesiac"-Albums. Der Song wurde kein Charterfolg, gilt aber nach wie vor als Klassiker eines Radiohead-Livesets. Die Band selbst beurteilte den Song einmal als eine der besten Arbeiten ihrer Karriere.
Gibt es den perfekten Popsong? Als Idealbild, dem sich viele ambitionierte Songwriter seit jeher entgegen recken, auf jeden Fall. Vier junge Herren aus dem französischen Versailles kamen diesem Mysterium schon verdammt nahe. Leichtfüßig, geschmeidig, melancholisch - genial unspektakulär, die drei Minuten von "Everthing Is Everything".
Der Titel spricht für sich: Alles Langweiler außer mir, rief Morrissey mit wieder erstarkter Stimme vor fünf Jahren dem nachgewachsenen Indie Rock-Volk zu. Zwar keine Single-Auskopplung, beinhaltet die Ballade doch alle Stärken des Melancholie-Zampanos: Pathos, elegische Melodien und vor Sarkasmus triefende Zeilen.
Der Dauerbrenner unter den Indiehits darf in dieser Auflistung nicht fehlen. Mit dem wohl bekanntesten Song ihrer Karriere haben sich die Glamrocker The Killers schon ziemlich früh unsterblich gemacht. "It started out with a kiss ..."
"World! The time has come to push the button." "Push The Button" lautet auch der Titel des Albums, auf dem das Mörderbrett "Galvanize" den ganzen Rest der Tracks meilenweit hinter sich lässt. Mit orientalisch gefärbten Streicher-Samples und wortgewaltiger Schützenhilfe von A Tribe Called Quests MC Q-Tip stürmten die Chemical Brothers 2005 die Tanzflächen. Am Ende des Jahrzehnts rockt es immer noch: My finger? Still on the button!
Dieser verehrte Electronica-Track von Fakes Album "Drowning In A Sea Of Love" lebt von treibenden Klängen, die psychedelisch und gleichzeitig träumerisch anmuten - in seiner Minimal-Techno-Welt wird diese Kombination möglich. Kein Fake: der Himmel kann auch rosa sein.
Hip Hop? R'n'B? Soul? Oder doch "nur" Pop? Scheißegal. Wenn es jemandem gelingt, die Redaktion in ihrer Begeisterung zu einigen, dann sollte man nicht mehr auf Kümmelspalter machen, sondern einfach nur dieses Kleinod aus dem jahr 2010 genießen. Aloe Blacc, ein Name, der schon jetzt einen schönen Klang besitzt und der ganz sicher auch in Zukunft für Großtaten stehen wird.
Rockmusik und Hedonismus? Das war dank der wehleidigen Gitarrengeschwister Grunge und Alternative Rock in den Neunzigern undenkbar. Turbonegro, die dunkle Reinkarnation von Glamrock, scheißt natürlich auf diese (wie auch auf jede andere) Konvention. "Sell Your Body (To The Night)" zeigt die Norweger auf dem Zenit ihres Schaffens. Nach geglücktem Comeback ist die dritte Single verdammt nah am perfekten Rocksong dran, mit exzessivem Video, supertighten Musikern und der wohl mörderischsten Bridge des Jahrzehnts. Your body's their amusement park!
Manchmal, aber nur manchmal, haben laut.de-Redakteure ein kleines bisschen Hip Hop gern. Als "trojanisches Pferd" bezeichnete Kollege Stefan Johannesberg, was The Roots aus einem hypnotischen Gitarrenloop, zügigen Raps von Black Thought, Cody Chestnutt-Soul sowie ?uestloves auf den Punkt powernder Drumrhythmik zusammenschusterten: den "Song Of The Early Year" des Jahres 2003.
"Shake it like a polaroid picture!" Erstaunlich genug, dass es ein Hip Hop-Track in die Top 10 einer erschütternd Gitarrenmusik-fixierten Redaktion geschafft hat. Die Kopfnickerfraktion muss also doch nicht alle Hoffnung fahren lassen. "Hey Ya!", 2003 auf Andre 3000s Hälfte des Doppelalbums "Speakerboxxx/The Love Below" veröffentlicht, tönte auch im Jahr darauf noch monatelang aus jedem verdammten Autofenster. Was soll man machen? "Don't try to fight the feeling 'cause the thought alone is killing me right nooooooooooooooow!"
Verdammt! Wenn Johnny Blake seine Klampfe etwas mehr rotzen ließe, könnte so manche Indiecombo getrost die Gitarrenkoffer packen. Der Song heißt "Grey Day" und heute verheizen Zoot Woman ihre vielleicht genialste Nummer live meist schon in der ersten Hälfte des Gigs. Genial, weil Electropop selten so direkt in Indierockhirne einschoss. Mit so klar wie subtil arrangierter Drumprogrammierung prescht der Track die 3:33-Minuten des Singleformats herunter - könnte ewig so weitergehen.
Rückblickend gab es viele seiner (offiziell) insgesamt 88 in diesem Jahrzehnt veröffentlichten Songs, die das laut.de-Redaktionsleben reicher machten, etwa "Going Inside" oder "Song To Sing When I'm Lonely". Wie letztgenannter stammt auch "Carvel" vom wahrscheinlich zugänglichsten Album "Shadows Collide With People". Der Album-Opener fusioniert Frusciantes Prog-Drang mit ausscheifenden Chören, feiert die Vielfalt seiner einzigartigen Stimme, integriert wie selbstverständlich elektronische Störsounds und enthält mehr melodische Ideen, als man bei anderen Künstlern auf Albumlänge findet. Ob mit Chili Peppers oder ohne: Dieser Gitarren-Sonderling prägte das Jahrzehnt.
Der weiße Neger Wumbaba hätte seine helle Freude gehabt, als Jack White über die Entstehung des Songtitels berichtete. Der beruhe auf einem Verhörer, der ihm einst unterlief. Dass es richtig "Salvation Army" hätte heißen müssen: für kindliche Ohren gar nicht selbstverständlich. Egal, seit 2003 ziehen nun eben sieben Nationen in den Kampf. Die dürften sich in jedem beliebigen Fußballstadion ohnehin erfolgreicher schlagen, als es der Heilsarmee gelungen wäre. Die Zahl der Coverversionen, zu denen das markante Riff über die Jahre inspirierte: längst Legion.
Fischerspooner? Neue Songs von ihnen kennt heute kaum noch einer. Anfang des Jahrtausends mausern sich Fischer (Musik) und Spooner (Texte und Gesang) mit ihrer eigenwilligen Verbindung aus Klamotten, Tanz und Musik zu den Lieblingen der Kunstbeflissenen, Intellektuellen und sonstigen Wannabes in New York. Ein Auftritt im Berliner WMF Club am Rande der Loveparade 2000 markiert den (deutschen) Höhepunkt ihres Ruhmes, den sie seither nur noch verwalten. Ihren größten Hit "Emerge" kennt aber auch heute noch jeder.
Vor Erscheinen des Arcade Fire-Albums "The Suburbs" kündigte Frontmann Win Butler das neue Opus als "eine Mischung aus Depeche Mode und Neil Young" an. Er konnte kaum ahnen, dass das Ergebnis die eigene Band in Sphären katapultieren würde, die dem Legendenstatus der genannten Künstler beängstigend nahe kommen. Der Titeltrack, mehr Young als Depeche, gewürzt mit einer Prise früher Bowie-Exzentrik, wies zwar bereits auf die Vollkommenheit des Longplayers hin, ließ dessen Vielseitigkeit jedoch kaum erahnen.
Dass ausgerechnet diese Tocotronic-Hymne ans Zweifeln, Zaudern und Zürnen unsere Wahl zum Song des Jahres 2010 gewann - ein launiges Spiel des Zufalls. Doch Selbstreferenzialität beiseite: Ganz ohne Zweifel ist "Im Zweifel für den Zweifel" ein ausnehmend funkelnder Stern im Tocotronischen Songkosmos. Ohrwurmmelodie, Akustikgitarre, Streicher. Von Lowtzow sich gesanglich aufschwingend in nie erklommene Höhen. Das Scheitern! Der Wahnsinn! Ein Songgigant. Bitte oszillieren Sie!
Gossip, damals noch The Gossip, heute diese Band mit Beth Ditto. Oder Gossip, die Band mit "Standing In The Way Of Control" - kein medienpräsenter Act der letzten Jahre lässt sich letztlich so leicht auf diese zwei Größen herunterbrechen. Während Ditto optisch wie inhaltlich weder von Modezeitschriften noch Gender Studies-Diskussionen übersehen werden konnte, gehört das Titelstück des Debüts bis heute in die Peaktime jeder Indiedisco. In der Hauptsache ist es diesem soulgetränkten Garagerock-Biest zu verdanken, dass der Erstling 2007 Wiederveröffentlichung feierte.
"Ich heiße superfantastisch, ich trinke Schampus mit Lachsfisch", spielten die Post-Punk-Revivalisten bei der Premierensingle "Darts Of Pleasure" mit der deutschen Sprache. Der Durchbruch kam indessen mit dem unmissverständlichen Claim "Take Me Out", den Alex Kapranos und Kollegen auf dem Höhepunkt der Stilwiedergeburt forderten. Platz drei in den UK- und US-Modern Rock Tracks-Charts, nicht so übel für die bis eben noch total unbekannte Schottenbande. Später findet der Song auch in der Werbung für Sonys PSP Verwendung und wird 2007 beim Hypeblatt NME retrospektiv auf #16 der Top 50-Indiehymnen aller Zeiten gewählt.
"I hurt myself today / to see if I still feel / I focus on the pain / the only thing that's real" - es wundert nicht, dass ein beträchtlicher Teil der Hörer im Jahr 2002 dachte, solch eine Zeile könne nur aus der Feder eines 70-jährigen Country-Fossils stammen. Die Wahrheit lautete zwar anders, aber wer wollte das nach Cashs Interpretation der alten Nine Inch Nails-Hymne noch so genau wissen? Wer je an Sinn und Zweck von Coverversionen zweifelte, musste hier flehend zu Kreuze kriechen. Die Enttäuschungen eines ganzen Lebens komprimiert in dreieinhalb Minuten, dargeboten von einer Stimme, die alles erlebt hat. Danke, John!
eigentlich unglaublich dass gnarls barkley mit crazy fehlt.
meiner meinung nach DER klassiker der letzten 10 jahre.
hallo? arcade fire haben so viel bessere songs (allein auf dem neuen album) als the suburbs! intervention hätte eher gepasst. ^^
CHOP SUEY nur auf Platz 42 ?!?
Wolt ihr mich verarschen?
Mindestens in die Top 3.
Habe mir den Rest der Liste nichtmals angeguckt, aber 42? ich bitte euch.
Ihr sagt es doch selber "traumhaft klingende Melodie" - Ja , diese Melodie wurde von NIEMANDEN bis jetzt übertroffen!
Schämt euch!
Außerdem hasse ich es, mich für Kommentare anmelden zu müssen auf iwelchen Websites, doch ich habe es jetzt EXTRA für diese Seite getan, musste mal raus 
Geile Top 5, der Rest geht auch klar. Nur Jaqueline und Darts Of Pleasure sind ja mal sowas von besser als Take Me Out
. Etwas von The National wär aber auch nicht verachtenswert gewesen. Und ich hätt noch gern ein Lied von der College Dropout in der Liste gesehen. Common wär auch super gewesen! Elektro ist insgesamt etwas zu kurz geraten (Wo Ist Daft Punk???)
OK, Ich Überteibe langsam 
Ich vermisse ein wenig "Boulevard of Broken Dreams" von Green Day. Aber die Nummer 1 hat ihren Platz echt verdient.
okay, interessante liste, aber türlich sieht die bei jedem anders aus... aber nr. 1, cash, wie bereits erwähnt, geht immer klar, ist meiner meinung auch neben foo fighters video zu "best of you" nach wie vor eines der besten musikvideos aller zeiten
Ich muss zustimmen dass darts of pleasure besser ist als take me out, hab mich aber trotzdem darüber gefreut Franz Ferdinand so weit oben zu sehen.
ersma was der music maker das sagt :-D
nix gegen cash... und so wunderbar das cover und der song auch sind... fühlt sich komisch an irgendwie ein cover auf platz 1 zu sehen...
bei arcade fire teile ich die verwunderung... allein das halbe erste album steckt den rest ihres musiklaishen schaffens locker in die tasche... vor allen rebellion (lies)...
ähnlich geht's mir da mit maximo park...
dass daft punk nicht vertreten ist ist in der tat sehr seltsam... vor allem wenn die chemical brothers, verglichen mit ihrem früheren schaffen, mit einem eher uninspirierteren song mit reinrutschen...
bloc party scheint man wohl schlichtweg übersehen zu haben... bin jedoch positive überrascht dass man sich mando diao verkniffen hat...
mumford sons werden da auch mal wieder übergangen... ach herje ich hör lieber wieder auf...
Hurt ist einfach eins der besten Songs aller Zeiten!!! Komisch das von Björk Dull Flame of Desire hier ist, waren doch alle Singles von ihr besser. Ich sage nur Oceania! Jedenfalls sind bis auf Björk und Kylie (?) keine Frauen vertreten, schade... Wenigstens Amy mit Rehab hätte es verdient. Und Robyns With every heartbeat ist besser als die ganze Kylie Diskographie. Und für mich der Inbegriff der Dekade: Crazy von Gnarls Barkley und Eminem- Lose Yourself. Suburbs von Arcde Fire??? Black Mirror und No Cars Go sind Meilensteine dagegen. Und wie kann die Liste denn bitteschön ohne Razorlight's America oder Wire to Wire und Snow Patrol's Chasing Cars sein??? Ajajaj...
Überraschenderweise wirklich ein paar richtig gute Songs in der Liste. Und mit M.I.A. und Aloe Blacc auch nur zwei Totalausfälle.
Es muss aber doch eigentlich 2000-2009 heißen. Ihr seid ein Jahr zu spät drann.
Ich find die Liste in Ordnung, ein paar Sachen fehlen meiner Meinung nach, aber es muss ja n breites Spektrum abgedeckt werden.
Und 2001 bis 2010 ist schon richtig. Man fängt mit 1 an zu zählen (auch bei Jahren) und wenn das Jahr 10 rum ist, sind halt 10 Jahre rum. 200 Jahrzehnte später fängts dann bei 2001 an und geht bis 2010.
Cash kommt nicht mal ansatzweise an Trent Reznor's Original heran. Wenn man meint, durch Filme und Bücher einem unrealistischen Personenkult aufliegen zu müssen, findet man das Gekrächze eines alten Johnny Cash natürlich unheimlich bedeutungsschwanger.
Der Song ist allerdings nicht von ihm und ich hatte in keinem Takt den Eindruck, daß er es sein könnte.
Popplagið von Sigur-Rós ist mein persönlicher Live-Lieblingstrack. Schon 3 oder 4 mal Live gehört und es gibt absolut nichts, NICHTS, was auch nur annähernd heranreichen könnte.
In diesem Stück wird eine imaginäre Welt erschaffen und anschließend wieder zerstört, pulverisiert.
Dull flame of desire von Björk und Antony ist auch ne gute Wahl.
Was ich mich bei diesen ganzen "In Deinem Land nicht verfügbar" Videos frage.
Warum Laut nicht die paar Kröten für einen ausländischen Proxy über hat.
Videos die nicht verfügbar sind könnten dann einfach über den Proxy aufgerufen werden.
Aber da verlinkt man dann lieber nicht abrufbare Videos.
Klar kann man es auch selber machen, aber wenn ich beim Bäcker ein Brötchen hole erwarte ich auch ein Brötchen und nicht das der Bäcker mir die Zutaten überreicht und sagt, aber Backen müssen Sie selber.
Gut evtl. könnte es auch rechtliche Probleme geben ich weiß es net.
platz 1 geht in ordnung-ich kenne und schätze beide versionen bzw. deren interpreten. was mich an der liste stört, dass die "härtere" fraktion fast völlig untergeht...vielleicht kommt da ja bald auch ne "best of", lol.
richtig nervig ist allerdings "video in deinem land nicht verfügbar"-wenns so ist, dann hat die band meist das video auf der eigenen website. und nicht blind auf youtube verlinken....
Und wieder ne Liste nach dem Motto "Wir sind intellektuell und haben einen elitären Geschmack"
Laut ist trotzdem ein Jahr zu spät. Die 80er gingen ja schließlich auch von 1980 bis 1989. Genau wie die 90er von 1990 bis 1999. Deswegen ist das nicht ganz korrekt ;-).
Ach, wenn ich sowas mitteile, ändert sich sowieso nix dran :-(. Ach, was reg' ich mich überhaupt wieder auf. Ich brauch' meine Herztabletten :-D.
laut sollte sich vielleicht mal angewöhnen myvideo.de videos einzubinden, da darf man ja sogar als Deutscher offizielle Musikvideos gucken...
Muss man nicht wissen, aber zu MCLUSKYs "Lightsabre Cocksucking Blues" gab es kein Video. Der von euch verwendete Clip gehört in eine Serie von Kitten-Videos der Website rathergood.com, die aber eine Menge Leute auf die Musik von Mclusky u.a. aufmerksam gemacht haben. Die Credits für den außergewöhnlichen Clip gehen also ausnahmweise nicht an Andy Falkous Co.
Lustigerweise gabs eine Liste mit den besten Songs der Dekade schon im letzten Jahr (2000 - 2009). Damit hätten sich die emotionalen Meinungsverschiedenheiten der User über mir im Grunde erledigt. Auch wenn ich nich mehr alle 50 Songs ausm letzten Jahr im Kopf hatte - Platz 1 und 2 für Cash und Franz Ferdinand waren damals auch schon vergeben. Ich stell mir lieber die Frage, wieso man dann nochmal so eine Liste erstellen muss, in der sich mutmaßlich nix verändert hat, wenn man von Aloe Blacc absieht. Und - wie bereits schon mehrfach erwähnt - wieso man Videos verlinkt, die nich angesehen werden können.
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