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Die laut.de-Redaktion hat gewählt: Wir küren die Top-50-Lieblings-Alben der Jahre 2001-2010.
Konstanz (laut) - Und schon wieder ist ein Jahrzehnt vorbei, obendrein das erste, das wir hier bei laut.de komplett mitbekommen haben. Die 90er fingen bei uns ja erst im Mai 1998 an, mit Album-Kritiken zu Künstlern wie Xavier Naidoo, Joachim Witt und (Achtung, internationaler Act!) den Smashing Pumpkins.
Während die hiesigen Labels uns in jenen Goldgräbertagen noch mit einer CD pro Woche bemusterten ("Review für was? Internet? Mal schauen, ob ich noch ne CD übrig habe ..."), wurden es zwischen 2001 und 2010 stetig mehr, was aus uns über die Jahre dann doch einen recht streitsüchtigen Haufen geformt hat (Außer man war Hip Hop-Fan, da gab es nie Verteilungsprobleme).
Natürlich ist eine Auflistung der 50 besten Alben eines Jahrzehnts eine höchst diffizile, emotionale und subjektive Sache, erst recht, wenn sich etliche Redakteure auf gewisse Werke einigen müssen. Doch nachdem unsere Hahnenkämpfe nun endlich ausgetragen sind, freuen wir uns auf eure Einwürfe, Anregungen und in Zement gegossenen Positionen.
Wie stets gilt auch hier die konfuzianische Weisheit: lobet oder lyncht uns. In jedem Fall: Habt Spaß!

Die Kern-Mitglieder Tunde Adebimpe und David Andrew Sitek dürfen als eine der Hauptursachen für den Brooklyn-Hype ab 2006 gelten. Darüber hinaus begründeten die Leithammel von TV On The Radio endgültig eine Szene, deren Spitze sie bis heute unangefochten bilden. Nirgendwo sonst wurde in der jüngeren Vergangenheit Experimental Soul, Postpunk und Freejazz auch nur ansatzweise so songdienlich zusammengebracht wie hier. Für "Return To Cookie Mountain" kooperierten Adebimpe und Sitek mit so illustren Stars wie Yeah Yeah Yeahs' Nick Zinner und David Bowie. Aber auch ohne jedes Namedropping wäre die Reaktion auf diesen futuristischen Entwurf einer erweiterten Rockmusik mit Sicherheit überschwänglich ausgefallen.

laut.de-Metalpapst Edwin E. Edele beackerte im vergangenen Jahrzehnt wahrhaftig Berge von Platten. Es hat also einiges zu bedeuten, wenn er sagt: "Diablo gehen ab wie Dörrpflaumen in Omas Verdauungstrakt ... Sänger Rainer Nygard nennt eine verdammt charismatische Stimme sein Eigen und drückt dem Sound noch eine zusätzliche Portion Testosteron auf, so dass ich mich eigentlich nach jedem Durchlauf rasieren müsste." Inzwischen dürfte er aussehen wie Vetter Itt.
Platz 48

Das Album, das vor der Ernüchterung kam – diese Deskription muss heute wahrscheinlich selbst der harte Kern des Fanblocks unterschreiben. Denn bevor Pauli-Fan und Neu-Berliner Thees Uhlmann mit "Heureka" zu einigen spalterischen Luftsprüngen ansetzte, lieferte er mit Band zwischen 2003 und 2006 zwei ziemliche Knallerplatten ab. Deutschsprachige Befindlichkeiten, wie die Lästerer schon damals titelten, hatten in Thees' Bierseeligkeit zwischen Heartfelt und Kitsch ein tatsächlich noch recht unpeinliches Zuhause. Da wird man glatt so nostalgisch wie der Uhlmann in seinen an Hamburger Schule und Punkrock gereiften Oden an das Leben.

"Beängstigend" fand Konstantin Gropper aus Oberschwaben den Wirbel in der deutschen, bald auch europäischen Medienlandschaft. Warum der Aufruhr? Sein Debüt mit dem unendlich langen Titel klang in keiner Sekunde nach seiner Herkunft, sondern nach einem mehrere Genre-Epochen subsumierenden Pop-Monolithen. Ob Cohen oder Cave, Oberst oder Yorke, die Referenzliste las sich wie ein who is who, ohne auf auch nur einem der aufgemachten Spielfelder zu enttäuschen. Ein gutes Beispiel also, dass klassische Grundausbildung und Popakademie-Kurse ein Talent nicht kaputtkanalisieren müssen, sondern der künstlerischen Selbstfindung mitunter überaus hilfreich sein können.

Die guten, alten Roots feierten 2010 eine Rehabilitierung, die sich gewaschen hat. Mussten sie für "Rising Down" (zurecht) noch ein wenig Prügel einstecken, teilen sie zwei Jahre später wieder kräftig selbst aus. Questlove und seine Mannen feiern eine Liebeserklärung an Singer/Songwriter- und Indie-Pop ab, die sich jeder antun sollte. Ganz unabhängig davon, ob man nun Hip Hop mag oder nicht.

Schande, Deutschland: Erst nachdem Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus den Song "Lady" für die Werbung verwendete, erschien das Debüt der retrorockenden Schweden hierzulande – zwei Jahre nach dem Release in der Heimat. Heute ist der Fünfer aus der Indiedisco gar nicht mehr wegzudenken, der Mainstream liegt ihnen zu Füßen und die großen Festivals überbieten sich Jahr für Jahr mit Gagenofferten. Auch wenn der aufrührerische Zauber der Anfangstage zuletzt nicht mehr so präzise eingefangen werden konnte.

Das kurze Song-Snippet von "No One Loves Me & Neither Do I", das Josh Homme und Co. vor ihrer Album-Niederkunft online stellten, blies nicht nur den Rock-Bengeln im laut.de-Quartier alle Lichter aus. Led Zeppelin 2009? Sind wir gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Zwei Jahre später wissen wir: Ja! "Wir spielen so, wie andere es nicht können", wusste Homme damals lakonisch Größenwahn zu verbreiten. Ein Klacks, wenn man hernach so auftrumpft wie auf dem bislang einzigen LP-Lebenzeichen von Homme, Dave Grohl und John Paul Jones.

Bis heute darf man sich fragen, ob das Stück "Sag Alles Ab" nicht doch ironisch zu verstehen ist. "Die Prüfung findet heute nicht statt, die Karriere macht mal Pause", singen die Hamburger Ex-Schüler in der ersten, vorwärtspreschenden Single, was zum einen zwar rebellischen Schein trägt, für eine in radikaler Verweigerungshaltung geübte Formation wie Tocotronic doch aber irgendwie auch sehr affirmativ klingt. Karrierestreben ja, aber zwischendurch schon mal ein paar Tage Pause?! Wie dem auch sei, nach zwei recht verkopften Alben versöhnte "Kapitulation" ein Gros der alteingesessenen Trainingsjackenfraktion mit den metaphysischen Exkursen. Ganz unironisch: Kunststück!

"Kid A" war der Kopfstoß gegen jede Erwartungshaltung. "Amnesiac" sollte, so verkündeten Band und Label vorab, anschließend all jene bedienen, die ein zweites "OK Computer" erwartet hatten. Letztlich kam es natürlich ganz anders, und wer informiert war, hatte es geahnt: Wenn die "Amnesiac"-Songs aus denselben Sessions wie die äußerst experimentellen "Kid A"-Tracks stammten, konnte der Unterschied gar nicht allzu gravierend sein. Eben. Weil Radiohead mit "Kid A" ja aber eh schon ein Meisterwerk der Genre-Zerrüttung abgeliefert hatten, kam der Nachfolger nicht mehr ganz so shocking. Und bei aller Freude an Elektronica und Songschema-Zerhacken auch ein stückweit gemäßigter und ohrfreundlicher. In hiesigen Reihen wusste man das zu schätzen.

Ihr erstes Lebenszeichen war auch ihr Signifikantestes: Noch vor dem Durchbruch der Strokes und dem anhängenden Garage-Rock-Revival später im Jahr perfektionierte der Westküsten-Dreier die lang tradierte Idee cooler Gitarrenmusik. Gekleidet in schicke schwarze Lederjacken, schwarze Sonnenbrillen und mit schwarzen fettigen Haaren, lieferte ihr abgehangener Neo-Psychedelia-Rock sowohl reichlich Referenzen auf The Velvet Underground und The Jesus and Mary Chain als auch manchen Anlass zum Substanzmissbrauch. Weil der Möchtegern-Bikerclub on stage zudem gern derbere Rockbretter zimmert, ging und geht die Rechnung gleich doppelt auf. Spread your love like a fever, and don't you ever come down …

"Wir sind Seeed. Das ist unser Gebiet. Singende Caballeros auf'm bombigen Beat. Einfach Seeed." Was die personalstarke Truppe aus Berlin mit ihrem Debüt-Album lostritt, sucht noch Jahre später seinesgleichen. Einfallsreichtum trifft lässige Großkotzigkeit und Wumms. Dancehall aus dem Dicken B oben an der Spree besitzt plötzlich einen gar mächtigen Klang. Die Music Monks reiten - und ließen sich bis heute nicht aufhalten.

Zog ihr Debüt "Frank" noch an der breiten Masse vorbei, gibt es spätestens seit "Back To Black" kein Entrinnen mehr: Amy Winehouse scheint - wie die sich zu voller Höhe auftürmende Retro-Welle - allgegenwärtig. Im Gegensatz zu manch anderer Tussi, die sich auf diesem Gebiet versucht, hat die Britin, deren dürrer Körperbau die darin verborgene Stimmgewalt nicht ansatzweise ahnen lässt, den Soul jedoch mit dem Löffel gefressen.

Auch bei Sonic Youth ist man über die Jahre nicht jünger geworden: Fotos im Booklet sprachen Bände. Dem Sound hat es offenbar nicht geschadet: "Als wären die Muttis der Bandmitglieder für einen Frühjahrsputz im verrauchten Studio vorbeigekommen, hätten alle Türen und Fenster aufgerissen und den abgestandene Mief der letzten zehn Jahre heraus gelassen. Als hätte sich die gesamte Band einer Dialyse unterzogen und quasi den angesammelten Dreck der 90er Jahre entschlackt", freute sich Rezensent Mengele. "Rather Ripped" wirkte anmutig, aber noch immer nicht angepasst.

Das Album nach der furiosen Rückkehr des verlorenen Drogenkinds John F. Drei Jahre grübelte der Funk-Vierer, was man dem "Californication"-Welterfolg folgen lassen sollte. Man entschied sich für Vielseitigkeit: "By The Way" brachte Peppers-Pop ("By The Way"), Beach Boys-Pop ("This Is The Place"), Grobholz-Funk ("Can't Stop") und sogar Ska ("On Mercury") und traumwandlerische Akustik-Psychedelia ("Venice Queen") auf eine Tracklist. Später tat die Band die Albumaufnahmen als konfliktbeladenes Unterfangen ab, was durchaus am dominanten Kreativquell Frusciante gelegen haben dürfte. Die schwierigsten Geburten zeitigen eben oft die schönsten Ergebnisse.

Die Kombination schien zunächst überraschend. Auf der einen Seite ein weltberühmter Rock'n'Roll-Star, dessen ehemalige Band Led Zeppelin kurz vor der Veröffentlichung des vorliegenden Albums ein Reunion-Konzert angekündigt hat. Auf der anderen Seite eine Bluegrass-Sängerin, die als Fiddle-Virtuosin gilt und in ihrer Karriere 20 Grammys gewonnen hat, aber außerhalb der USA so gut wie unbekannt ist. Ob da etwas Hörbares zustande kommt? Wenige Takte, und jeder Zweifel ist wie weggefegt. Auf "Raising Sand" sind zwei gestandene Musiker zusammen gekommen, die niemandem mehr etwas beweisen mussten, jedoch den Mut hatten, sich in persönliches Neuland zu begeben. Das Werk überstrahlte auch Plants Folgewerk von 2010.

In Sachen Melancholie sind die Briten ja ohnehin kaum zu schlagen. 2002 wussten Coldplay mit "A Rush Of Blood To The Head" selbst ihr starkes Debüt-Album noch zu toppen. Schwebende Akkorde, weinerlich verzerrte Gitarren und tränenartig tropfende Rhythmen mündeten in unsterbliche Songs wie "In My Place" oder "God Put A Smile Upon Your Face". Drei Jahre danach galten Coldplay endgültig als die größte Rock/Pop-Formation des Planeten. Und der bleiche Chris Martin freundete sich mit US-Hip Hop-Stars an.

Völlig unvermittelt schlugen Alison Mosshart und Jamie Hince 2008 zu. Lauter als der Vorgänger "No Wow", gleichzeitig kaputter und lasziver, ratterte die getunte Groove-Lok auf "Midnight Boom" der Abschussrampe entgegen. Endstation Orbit. Mit Vintage-Drumsequencern und knarzendem Gitarren-Feedback aus der guten Spank Rock-Stube wird hier ohne falsche Rücksicht gebollert und gewummst. Und alle so YEAH!

Wenn Beat-Conductor Madlib in den Archiven des legendären Jazz-Labels Blue Note auf Trüffelsuche gehen darf, gewährleistet das: Das Ausgangsmaterial für seine "Shades Of Blue" ist von exquisiter Qualität. Klassische Samples fusionieren mit smoothen Beats zu einer Einheit, die fast ganz ohne Vocals auskommt und trotzdem als astreiner Hip Hop durchgeht.

Er kam, sah und nahm nicht nur die Herzen der Reggae-affinen Hörerschaft im Sturm: Mit über 70 bleibt der Erfinder des Dub madder than mad. Altersweisheit und eine gute Portion Wahnsinn schützen offenbar höchst wirksam vor Langeweile. Perrys Werk lebt von den simplen Wahrheiten, unter den sonnigen Grooves tickt eine Zeitbombe.

Kompromisslos, bretthart, melodiös, gefühlvoll und alle Tempowechsel ohne Boxenstopp: Die Kalifornier von SOAD brachten auf ihrem heute als Meilenstein angesehenen Zweitling "Toxicity" unter Rick Rubins Ägide zusammen, was scheinbar nicht zusammen gehörte. Ihre künstlerische Brillianz lugte praktisch aus jeder Sechzehntelnote, der mehrstimmige Gesang suchte seinesgleichen und "Chop Suey!" wurde zur wichtigen Hit-Single und mit einem Grammy nominiert.

"Blood runs through our veins. That's where our similarity ends." So geht es zu im "Back Room, "where we hide all of our feelings." Jugendliche Gefühlsarsenale sind zweifellos auch auf dem platten englischen Land geprägt von dieser Melange aus Melancholie, Verzweiflung, Angst und Wut. Die Editors vermitteln sie glaubhaft, jedoch selten ungestüm ausbrechend, eher kontrolliert, was zuweilen sogar altklug erscheint. Manchem mag das zu middle-class sein, doch derart dichte und emotionale Songs benötigen kein Buhei.

Erst mit ihrem fünften Album "Neon Golden" erreichen die Kritikerlieblinge die Charts-Top Ten, Feuilleton-Huldigungen und damit endlich auch einen nennenswerten kommerziellen Erfolg. Kein Wunder, so eingängig, fast poppig verknüpfen die Weilheimer Elektronik und großes Songwriting. Wie die Gretschmann'sche Console hier eins wird mit den Streichern, Banjos, Gitarren, einfach mit dem Song selbst, ist, ja, einfach perfekt.

Daft Punks erstes Album "Homework" erscheint Anfang 1997 und wird zu einem Hauptauslöser des weltweiten French House-Hypes. Beim Zweitling "Discovery" enttäuschen Van Halen-mäßige Riffs und betont emotionale Vocals und Harmonien dann manchen Fan: Statt roughe Dancetracks abzufeuern, hauchen Daft Punk Robotniks Gefühle ein. "One More Time" avanciert dennoch zur erfolgreichsten Single des Duos und erobert sogar die Mainstream-Clubs. Als der französische Präsident Jacques Chirac und auch sein Herausforderer Lionel Jospin den Song im Wahlkampf gegen den rechtsgerichteten Le Pen verwenden wollen, lehnen sie empört ab. Die Instrumentalisierung durch das politische Establishment kommt nicht in Frage.
Zunächst war alles die Sekte, ehe Sido zum Zugpferd des Berliner Untergrundlabels Nummer 1 avancierte. Auch das Begräbnis seiner ehemaligen Heimat Aggro Berlin übersteht der Mann, der ehedem die Maske trug, unbeschadet. Der einstige Messias des deutschen Ghetto-Raps ist im Mainstream angekommen. "Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause, mein Block / Meine Gedanken, mein Herz, mein Leben, meine Welt reicht " schon längst nicht mehr nur "vom ersten bis zum 16. Stock." Sidos Solo-Debüt: ein solides Karriere-Fundament.

Zwischen 1992 und 2001 veröffentlichen Tool vier Alben ("Opiate", "Undertow", "Ænima", "Lateralus"), die die Fundamente der Rockwelt erschütterten. Dabei sind die Songs immer kleine bedeutungsschwangere Kunstwerke, die erst in einem größeren Gesamtzusammenhang Sinn machen. Inspirative und hypnotische Hymnen an den Schmerz, voller melodischer Agression und Dynamik. Verschwörung, Verrat und Vergewaltigung verziert mit dem furiosen Gewitter-Soundtrack der Toolköpfe. Von den vier Scheiben ist "Lateralus" wohl nicht nur die eingängigste, sondern auch die perfekteste.

Das The Streets-Debüt "Original Pirate Material" schlägt 2002 mit seiner eigentümlichen Fusion von Garage und Hip Hop ein wie eine Bombe. Mike Skinners an Genialität grenzende Verbindung dieser beiden eigentlich verwandten (oder zumindest verschwägerten) Stile klingt so neu und frisch wie Techno zu Beginn der Neunziger. "You say that everything sounds the same" lautet eine Zeile aus einem Stück mit dem bezeichnenden Titel "Lets Push Things Forward". Eben.

Zum Debüt tobte er noch, der Kampf zwischen den Duos Omar/Cedric und Jim/Tony um die legitime Nachfolge ihrer alten Post-Hardcore-Formation At The Drive-In - nach "De-Loused" war das Duell entschieden. Ließ sich der Autor dieser Zeilen vom kompakten 5-Minuten-Format des Vorabtracks "This Apparatus Must Be Unearthed" anfangs noch etwas auf die falsche Fährte führen, entpuppte sich der 61-minütige Parforceritt bald als ein vollkommen exzeptionelles Konzeptalbum. Der von Rick Rubin produzierte Horrortrip durch die Psyche eines Komapatienten skizzierte 2003 quasi nebenbei das Genre Latino-Prog, kreierte eine eigene Chiffresprache und wurde mit 500.000 Einheiten das bis dato bestverkaufte Mars Volta-Album.

Fünf Jahre nach dem Split raufen die Norweger sich für "Scandinavian Leather" wieder zusammen und setzen zu einem neuen Höllenritt durch die Untiefen des Punk-Rock'n'Rolls an, mit Ramones-Riffs, sonstigem Geballer, sleazigen Mitgrölrockern und schweinischen Hardrockschunklern en masse. Auch textlich ist natürlich alles beim Alten geblieben: Lüstern-verzweifelte Darkroomfantasien wechseln sich mit aggressiven Fuck-You-All-Parts ab.

Nach einem großartigen Debüt hat es der zweite Streich immer schwer. Eins Zwo brillierten mit "Gefährlichem Halbwissen", vor "Zwei" konnte man sich also im Grunde nur fürchten. Dann das: Dendemann und Rabauke, letztmalig auf einem Album vereint, ehe sich ihre Wege trennen, liefern ein Musterbeispiel dafür, was ein DJ und ein MC leisten können. Erzähltalent, Witz und Reimkunst paaren sich mit exzellentem Produktions- und DJ-Handwerk. Ein Über-Album krönt ein Übertrack: "Die Unschuld vom Lande".

Dieser süchtig machende Proletenrock-Geniestreich war die erste Begegnung mit einem jungen Mann, der trotz großer musikalischer Begabung fortan vor allem die Boulevardpresse in Atem halten sollte. Pete Doherty und Carl Barât komponierten alle Songs der bereits nach zwei Alben wieder aufgelösten The Libertines und wechselten sich am Mikro ab. Wie es sich für harte Burschen gehört, ging man auch keiner Prügelei aus dem Weg. Recht so, schließlich bieten die Kompositionen dieser stilbildenden Scheibe nicht weniger Durchschlagskraft auf.

John Frusciante, der berühmteste Gitarrist der Red Hot Chili Peppers, gehört zu jenen Musikern, für den Redakteure die vom Leser eingeforderte Objektivität regelmäßig über Bord werfen. Denn der um die Jahrtausendwende wieder von den Drogentoten Auferstandene führt eine Gitarre, die irgendwo da draußen im Universum ihren Ursprung hat, möchte man meinen. Verschrobene Rockmusik mit seltsam elektronischen Anleihen und Soundfragmenten könnte man es nüchterner formulieren. Klingt plötzlich weitaus banaler, fast anstrengend – ist es aber nicht.

Von dieser Band kann es einfach nur das Debüt sein! Gelobt sei das Internet: Obwohl 2005 erst vier Songs der Inselaffen im Netz herumstromern, drängen sich bis zu 3.000 Fans auf den Gigs - ohne dass die britischen Indierocker auch nur eine Platte veröffentlicht hätten! Neue Vertriebskanäle abseits der Plattenindustrie hin oder her – die unverfroren krachende Single "I Bet You Look Good On The Dancefloor" bringt wirklich alles auf den Punkt.

Win Butler und seine Frau Régine Chassagne landen 2010 den großen Wurf. "The Suburbs" toppt die beiden Vorgänger noch mit den zarten Kindheits- und Heimatgefühlen, die die Protagonisten auf dem Album verarbeiten. Reduziert aber intensiv vereinen Arcade Fire so viele Einflüsse in ihrem Sound, dass es eine wahre Freude ist. Klammheimlich entführt uns das Klang-Kollektiv auf eine märchenhafte Reise - untermalt von Folkrock und Synthiepop.

"Diese Frau würde ich sofort heiraten!" laut.de-Redakteure fielen reihenweise in Ohnmacht, balanciert Roisin Murphy ihre Stimme zwischen Zuckerpüppchen und Kneipenschlägerschlampe aus. In dieser Frau steckt eben die einzige Standesbeamtin, die das ungleiche Paar Poesie und Tanzfläche zu einem sexy-tragischen Brautpaar verheiratet. Fein austariert programmierte Arrangements, runde Bässe und ein paar echte Instrumente: Crème de Pop, mit Cocktailkirsche und Puderzucker oben drauf.

Die Kraft der zwei Herzen. Drums und Gitarre, Meg und Jack. Die akustische Übermittlung des Proberaumgeruchs, der authentische Sound – relativ schnell war klar: Die Whites geben alles! Wie sie ihre Geräte in die Amps einstöpseln, Rückkopplungen produzieren, ihre 16 Songs einrotzen (kaum einer länger als zwei Minuten) - unmittelbarer geht nur ein Livegig. Dass man ihre Songs mal in Fußballstadien grölen würde; zu diesem Moment noch undenkbar.

Conor Oberst, Saddle Creek. Im Prinzip ist dem nichts hinzuzufügen. Junge Menschen, die sich für Fragen pessimistischer Lebensanschauung interessierten, empfanden den Singer/Songwriter als eine Art Messias. In 73 Minuten verquicken seine Bright Eyes Walzer-Schmalz, depressive Weltuntergangselegien, rührende Liebeslieder und krude Countrysongs zu einer schwer zugänglichen akustischen Delikatesse. Offen blieb nur die Frage: Wie will er das eigentlich toppen? Bei allem Respekt, man könnte sie heute noch stellen.

Nicht weniger als Hosianna-Chöre ernteten die Texaner mit ihrem Auftauchen in der Alternative-Szene. Was die Combo, die gerne mit zwei Drummern antritt, da an verhexten Rock-Arrangements und Semi-Hitpotenzial boten, gab fassungslosen At The Drive–In Anhängern wieder Hoffnung. "Worlds Apart" erweiterte diese Offenbarung geschmeidig in Richtung Pop und Monumentalität: Unterricht in Sachen Pophistorie und Vollgasparty in einem.

Sich gleich mit dem ersten Album unter die Crème de la Crème des Hip Hop zu katapultieren: eine Klasse für sich. Spätestens nach "The College Dropout" kam an Kanye West, der als Produzent längst Klassiker wie Commons "Be" oder weite Teile von "The Blueprint" von Jay-Z auf dem Kerbholz hatte, niemand mehr vorbei. Wer schon für den ersten Schritt ins Rap-Biz in die Siebenmeilenstiefel schlüpfte, hat eigentlich nur noch Taylor Swift zu fürchten.

Nicolette Krebitz als Covergirl – da kann nichts mehr schief gehen. Und rotieren Tracks wie "Crystal" und "60 Miles An Hour" wird offenbar: so klingt elektronisch geimpfte, Gitarren getriebene Indie-Popmusik – besser: muss sie klingen. Schließlich handelt es sich bei den Herren um Bernard Sumner ums Original. Ein zufriedenstellendes Album später waren sie dann Geschichte, aber "Get Ready" überstrahlt ihr Spätwerk noch lange.

Yo, dieser Hip Hop aus Los Angeles ist nach unserem Geschmack! Roughe Snares, pumpende Grooves, tighte Raps, intelligente Samples, messerscharfe Scratches. Hip Hop kann eben mehr! Das beweist schon allein die Single "Worst Come To Worst", die mit einem großartigen William Bell-Sample aufwartet. Leider trifft man Zeitgenossen wie MC Raaka, Evidence und DJ Babu nur selten in relevanten Chartsregionen an.

Was 2004 mit Franz Ferdinand geschah, nahmen The Strokes aus New York 2001 vorweg. Die Labeltypen, die Magazinschreiber, die Feuilletonisten und überhaupt die Musikgazetten sämtlicher Kontinente wussten schon nach der ersten Single: Das hier ist das ganz große Ding. Eine Stimme, ähnlich der des Lou Reed früher Drogenjahre, gepaart mit grandiosem Geschrammel ohne Rücksicht auf Übersteuerung: So klang "Is This It". Alles darauf schien zu schreien: Trinken, tanzen, leben, lust for live. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Trotz feiner austarierter Heldentaten wie "First Impressions Of Earth" (2005) wohl ihre wichtigste Platte.

Interpolisten tun sich schwer, sollen sie eines der drei regulären Studioalben hervor heben. Der einfache Grund: Die New Yorker Truppe zementierte Stil und Würde in Akkordsäulen eleganter wie bahnbrechender Schwermut. Das dritte Album von 2007 ist insgesamt vielleicht ihr leidenschaftlichstes Werk, das nebenbei eine fast schon preußische Disziplin aus Komposition, Arrangement und Produktion zu Tage (oder seien wir ehrlich: zur Nacht) fördert.

"Irgendjemand müsste meinen Platz einnehmen - vielleicht kann ich das ja tun." In gewohnt selbstbewusster Diktion kehrte der zölibatäre Indie-Gott der 80er im Jahr 2004 auf die große Bühne zurück. Mit "Irish Blood, English Heart" und "First Of The Gang To Die" hatte der Mozfather nicht nur erstaunliche Singles im Gepäck, das gesamte Album zeigte die streitbare Figur in Höchstform und endlich wieder auf der Höhe der Zeit (oder war nur die Zeit wieder auf seiner?)

"It's been so empty without me." Ein unhaltbarer Zustand, keine Frage, den zu beenden The Real Slim Shady sich 2002 ein weiteres Mal erhoben hat. Obwohl Wochen vor dem geplanten Veröffentlichungsdatum ans Volk durchgesickert, nahm "The Eminem Show" die Charts im Sturm. Vorlaut, dreist, beleidigend, offensiv und direkt wie eh und je verkauft sich Detroits Rap-Export Nummer 1 wie geschnitten Brot.

Längst hatte Cash bewiesen, dass er auch nach knapp 50 Jahren Karriere, über 1500 aufgenommenen Liedern und 500 veröffentlichten Platten allein in Europa und den USA noch etwas Interessantes mitzuteilen hat. Drei frenetisch bejubelte Alben nach seinem Comeback mit Zottel-Genie Rick Rubin ächzte sich Old Johnboy auf "The Man Comes Around" noch einmal in Hochform und fällte ein Jahr vor seinem Tod die altersweise Entscheidung, den Song eines gewissen Trent Reznor zu covern. Das Grundbeben des Nashville-Baritons, bald danach war es Geschichte.

Spätestens mit Album Nummer drei wurde den Fans klar: Das Southern Rock-getränkte, willenlose Riffriding des umjubelten KOL-Debütalbums war nun Lichtjahre entfernt. Noch mehr als auf "Aha Shake Heartbreak" tauschten die Kings Energie gegen eine an Besessenheit grenzende Akribie im Songwriting und näherten sich gleichzeitig auf rollenden Bassläufen dem Arena Rock heutiger Tage. Mit dem Selbstbewusstsein der U2-Opener-Tour und einem Lob aus dem Munde Bob Dylans spielte sich der Vierer befreiter und losgelöster auf als auf den Folgealben in unsere Herzen.

laut.de-Album des Jahres, erstes Gitarrensigning des Warp-Labels nach Ewigkeiten und legitime Erben Franz Ferdinands: Maximo Park aus Newcastle, pardon, Nukassel, machten 2005 so ziemlich alles richtig und straften nebenbei all jene Kritiker Lügen, die lästerten, dass man mit Paul Smiths Geordie-Akzent international keinen Blumentopf gewinnen könne. Ihren eigenwilligen Synthie-Post Punk-Mix hoben viele Begeisterte auf die Stufe der Undertones und der Smiths. Kein vorschnelles Handeln, wie sich nun herausgestellt hat.

Als einer von zahlreichen 80er-Pop-Klonen der Electroclash-Bewegung gestartet, emanzipierte sich das Londoner Trio Zoot Woman mit seinem zweiten Album im Jahr 2003 schlagartig vom mitlaufenden Pöbel. In dieser Form hatte man die Verquickung von Indie Rock, Filterhouse und intelligentem Retro-Pop noch nicht gehört. Selbst Madonna beförderte ZW-Mastermind Stuart Price nach diesem Meisterwerk vom Keyboarder zu ihrem Musical Director. Doch auch ohne den Segen der alternden Pop-Queen zählte "Zoot Woman" nicht nur zu den wichtigsten Releases jenes Jahres, sondern des gesamten Jahrzehnts.
laut.de-Redakteure tanzten sich seinerzeit zu "Grey Day" und "Hope In The Mirror" den Schmerbauch flach, schickten zum Interview nach Zürich aber den verplanten Grafiker, der konsequenterweise auch Stuart Price und Co. erstmal zwei Stunden warten ließ. Verschwurbelte Zeiten.

Ein Raketenstart: Gestern noch in der Uni-Aula in Glasgow, heute auf der Bühne des britischen Glastonbury. Erfolg im Zeitraffer: Eine Million verkaufte Platten in den USA, Tour-Einladung von Morrissey, Glückwünschs-Mail von David Bowie. Franz Ferdinands Debütalbum erweiterte das Indie-Spektrum der Strokes und White Stripes über Nacht um ein fantastisches Gebräu aus Groove, Melodie und Witz, das komplett Gitarrensoli-frei daherkam und vielleicht vor allem deshalb irgendwie neuartig klang. Das Album erschien im Frühjahr 2004 und schon acht Monate später war ihr Name so präsent wie, sagen wir, Coldplay.
Würde man Glückseligkeit messen können, so war sie beim FF-Auftritt auf dem Southside 2004 an den Grinsegesichtern der anwesenden laut.de-Freibierriege ablesbar, die vor lauter Ekstase und Schunkelei für 45 Minuten sogar das Freibier vergaß. Seien wir ehrlich: Wo gibts das heute noch?

Das Album, das endlich auch den deutschen Markt knackte, war gleichzeitig ihr Abschiedswerk: Auf "Songs For The Deaf" fanden die zwei ungleichen Brüder Josh Homme und Nick Oliveri ein letztes Mal zueinander und schufen ein Meisterwerk modernen Adrenalin-Rocks. Mit bis dato nicht gekanntem Mut zur Melodie und auftrumpfenden Gästen (Dave Grohl, Drums und Mark Lanegan, Gesang).
Doch im Folgejahr großes Entsetzen. Homme wirft seinen Buddy vor die Tür: schlechtes Benehmen. Ein eher unüblicher Grund für Rock-Trennungen. Der gemeinsame Gang in die Reinigung mit schmutziger Wäsche indes nicht. Oliveri hielt sich für Sid Vicious, polterte der Sänger, der offenbar müde wurde zuzusehen, wie der Bassist im Rausch das eigene Publikum mit Flaschen traktierte.
Der Geschasste ätzte zurück: Das Gütesiegel QOTSA stehe ab jetzt nur noch für "Queens Lite". Nun wurden Josh Hommes Queens in den Folgejahren nicht unbedingt sanfter oder gar schlechter, die auf "Songs For The Deaf" entfachte Aufregung ließ sich jedoch nicht mehr reproduzieren.
Hey, wow, bei 50 Alben haben ganze fünf Frauen mitgewirkt. (Und Meg White von den "White Stripes" habe ich schon mitgezählt.) Ob das weibliche Geschlecht damit nicht ein bisschen "überrepräsentiert" ist? Ich mein, hey, das sind immerhin 10 Prozent. Das erscheint mir doch ein bisschen viel.
props für einszwo! das album hat mich jahrelang in dauerrotation begleitet!
Platz 16 ist die erste CD die ich dann auch hätte (hab mit 1 angefangen)...
Was soll ich sagen, für mich geht die Liste alles andere als in Ordnung.
Aber das ist eh alles Subjektiv.
Für mich kämen Typen wie Kayne West oder sowas nicht mal in einen näheren Bewertungsbereich aber wie schon gesagt...
Was so ne Blechmetalkappele wie Diablo kommt hier rein? Wenn schon Metal, dann bitte einen Meilenstein der letzten zehn Jahre und nicht so ein Standardzeug, das kaum besser als der Durchschnitt ist.
Einverstanden mit Platz 1. Ein paar wundersame Verwechslungen sind mir aber aufgefallen: The Suburbs sind da aber Funeral fehlt. Our Love To Admire ist da aber Turn On The Bright Lights fehlt. Ansonsten ist alles prima. Gute Liste!
Depeche Mode fehlen und wenn ihr schon den Einwand hervorhebt, dass die White Stripes die Leute zum Grölen ihrer "seven nations army"-melodie bringen, dann solltet ihr auch eher "Elephant" dort plazieren.
Außerdem: mehr Mut zum "Mainstream" - "only by the night" von KOL beißt nicht!
ich kritisiere: warum zur hölle ist speakerboxxx/the love below nicht dabei? ich mein, da haben wir die nötige musikalische klasse, das genrespringen, die singlehymnen und die verkaufszahlen, was das album zum bevorzugten objekt dieser listen macht. weiter... by the way? das album find ich deutlich schlechter als californication oder stadium arcadium, weil zu schwuchtelig. außerdem der fall slim shady: hier kann man auch über die berechtigung der show als sein bestes streiten, zweitens mag der mann zwar bestverkaufender mann des jahrzehnts sein, aber das beste hip-hop-album desselben? nee! des weiteren könnte man auch über die platzierungen von qualitativ hochwertigen topsellern insgesamt (also nicht nur outkast) diskutieren. oder über justice? oder ratatat? oder jay-z? oder über alles andere???? wie wärs?
Ich finde diese Liste ja mal ganz ok aber das "Origin Of Symmetry", geschweige denn nichtmal irgendein Muse-Album, darin zu finden ist macht mich doch sehr stutzig.
Genauso der Fakt das (entschuldigung liebe Indy-Spasspolizei)"Hybrid Theory" nirgendwo zu sehen ist.
Hmmm Origin of Symmetry von Muse fehlt mal GANZ klar. Und meiner Meinung nach auch LP 3 von Ratatat.
@ Flippo: Und nur weil es Mainstream ist muss es rein? Because of the Times ist vom musikalischen Standpunkt aus gesehen einfach mal um Längen besser. Selbes gilt für die White Stripes. Klar ist Elephant verdammt gut. Aber die Scheibe nur wegen Seven Nation Army zu bevorzugen wäre Schwachsinn.
@ Cyclonos: Auf wen oder was ist das bezogen? Irgend nen Mainstreamverfechter oder meinst du das Ernst?
Ich hab anscheinend nen guten Musikgeschmack xD Finde sehr viele übereinstimmungen Leute, vor allem Platz 1!!! Aber jetzt mal im ernst.. the suburbs besser als Funeral? ich glaube kaum :-P
Was mir persönlich noch fehlt is Origin of Simmetry von Muse, aber sonst sehr gute Liste!
@ Dude
Nein, das meine ich nicht ernst. Es gab' soviel gute Sachen die im letzten Jahrzehtn musikalisch denkwürdig waren. Bei diesen Lauch Listen hier ist immer alles dasselbe. 90% Indiezeug und ein paar Alibinummern um den Allgemeinheitsanspruch zu unterstreichen. Sachen wie "Iowa" von Slipknot, die erste Linkin Park oder American Idiot von Greenday fehlen einfach genau so wie Speakerboxx/the love below (und noch ein paar andere). Man kann das mögen oder nicht aber diese Platten waren einfach mal relevant für die letzte Dekade und die einfach unter den Tisch fallen zu lassen damit auch der letzte Praktikant noch seine persöhnliche Lieblingsband unterbringen kann ist einfach nur Geschichtsfälschung. So eine musikalische Monokultur gab es einfach nicht im letzten Jahrzehnt und wer das denkt der hat ganz einfach mal 10 Jahre lang einen musikalischen Tunnelblick gehabt.
Natürlich sind solche Listen immer umstritten aber die Listen hier gehen einfach komplett in die falsche Richtung.
Genau so falsch wären da 45 Hip hop Alben und 5 Alibinummern oder 45 Metalplatten und 5 Alibinummern.
@cyclonos
Meinungen sind wie Arschlöcher... jeder hat eins.
Laut hat ja wohl oft genug gesagt dass die listen 100% subjektiv sind und das es die lieblingssachen der Redaktion sind.. Es kann ganz einfach keine ultimative Bestenliste geben, also warum versuchen eine zu machen? Auf ner hip hop news seite werden mehr hip hop alben angepriesen und laut geht in richtung indie.. da ich mich wenig mit hip hop auskenne und nur weniges interessant finde gehe ich also auf laut.. und siehe da eine Bestenliste die sich mit meinem Musikgeschmack deckt - alle alben die ich somit nicht davon habe könnten interessant für mich sein oder nich? Is doch ne super Sache
Nur weil dein Musikgeschmack sich hier nich findet heißt das nich, dass alles schrott is.. und ganz ehrlich American Idiot?! sowas steht bei mir auf der schrott liste 2001-2010.. aber is halt nur meine Meinung^^
Also das beste Metalalbum kommt also von Diablo (kannt ich vorher gar nicht/SOAD und Tool mal ausgenommen).
Muss ja ein trauriges Jahrzehnt gewesen sein, mit dem ich so meinen Plattenschrank hauptsächlich gefüllt habe.
Aber wer kennt schon Bands wie Opeth (Ghost Reveries/Watershed), Amon Amarth (Versus The World), Soilwork (Figure Number Five) oder diese neuen Thrash Bands wie Death Angel oder Testament.
Porcupine Tree ist laut mehreren Fachzeitungen/Fachseiten der aktuelle Progvorreiter, aber die Stellung werden sie wohl im Lotto gewonnen haben.
Zudem muss ich Typhus zustimmen, Hybrid Theorie gehört zumindest irgendwie in die Top 50.
Entweder man wählt die erfolgreichsten oder die beliebtesten, aber das hier ist ja Quatsch. Da sollte man schon mal über den Tellerrand geschaut haben!
Für mich fehlen da einige Alben:
"Hybrid Theory"
"Lifeshow"
"Audioslave"
"Silent Alarm"
"Burial" oder "Untrue"
"Hell Hath No Fury"
"Dirty Acres"
"Boy In Da Corner"
"El Cielo"
"1983"
"I'm New Here"
"A Crow Left By The Murder"
"Cross"
"Von Spatzen Und Tauben, Dächern und Händen"
"Only By The Night"
"Infest"
"Californication"
"To Lose My Life"
"BLAUER SAMT"!!!!!
Also, dass nich alle davon drin sind, okay, aber da sind doch einige drin die selbst der Indiefraktion fehlen dürften.
So genug rumgewichst, Liste is passabel.
@ Cyclonos
weil's relevant ist, ist es aber noch lange nicht gut (Lady Gaga z.B.) und die haben ja versucht die besten alben aufzulisten...dass sigur ros mit () ist natürlich eine frechheit sondergleichen... und dass die hip-hop welt nichts besseres zu bieten hat als SIDO kann selbst ich mir als jemand der nichts mit dem genre anfangen kann nicht vorstellen...
"An end has no start" um längen besser als das Debut.
"Sonic Nurse" ist um längen besser als "Rather Ripped".
"Schall und Wahn" ist besser als "Kapitulation".
Ich bin zwar der einzige; dennoch fand ich "Howl" sehr viel besser als "BRMC".
"Orgin of Symmetry" ist ein MUSS für die Top 5.
"Meds" ist ein MUSS für die Top 10.
Ansonsten fehlen viele Meisterwerke des deutschen Rap.
Trotzdem im großen und ganzen eine überraschend gute Liste mit einer würdigen Nummer 1.
Statt Our Love To Admire gehört eindeutig Turn On The Bright Lights!
Digital Ash In A Digital Urn von Bright Eyes fehlt!
Und mMn To Lose My Life von White Lies!
Oha die sind mir kurz entfallen. "Boy in da Corner" von Dizzee Rascal, "Run Come Save Me" von Roots Manuva und "A Sufi and a Killer" von Gonja Sufi. Diese und die anderen die ausgelassen wurden, machen die Liste echt lächerlich... Auch wenn die 1 natürlich verdient ist. Und ich behaupte auch nicht, dass die Liste objektiv gedacht war. Nur ist es schon bescheuert in der Liste der Besten Songs der letzten Zehn Jahre kein einziges Lied des besten Albums der letzten zehn Jahre aufzulisten. Da geht der letzte Funke Glaubwürdigkeit verloren.
#IAG: Hmm, dem Schlusszitat zu urteilen wurde das wohl übersehen. Eine Erwähnung wäre natürlich trotzdem nett gewesen. Natürlich gibt es noch andere Alben, die da reingehören, aber man kann es ja nicht jedem Recht machen. Aber Zumindest Sido hätte ich mit einer Platte, die mit 3 Sternen bewertet wurde, nicht erwartet...
Wiedermal sehr Indielastige Liste...aber Franz Ferdinand auf der 2 das geht gar nich!
Dachte die Redaktion hätte nen besseren Geschmack.
Ich muss vielen Leuten rechtgeben wegen Hybrid Theory..das muss denk ich schon rein. Aber der Rest von der Band ist halt leidergottes Scheiße das müsst ihr halt einsehen.
Übrigens fehlen mi in der Liste Deftones, Pearl Jam, Nightwish, Slipknot (sorry aber die waren echt ein Phänomen des Jahrzehnts mag man von ihnen halten was man will)
Tomte ist da, Kettcar aber nicht? Gehts Noch?! 
Nee, die Liste geht klar, jedoch hätte meine deutlich anders ausgesehen, obwohl ich etwa 80% der aufgeführten Alben zuhause stehen habe.
Mir fehlt z.B. noch Modest Mouse, Outkast, Gaslight Anthem, the Shins, National usw.
Tool gehört weiter nach oben!
Naja, aber jede Art von Metal hat's bei der "Indie"-Redaktion ja eh schwer. Daher ist das sogar noch eine gute Platzierung.
Porcupine Tree mit "In Absentia" war 2003 eigentlich der Über-Burner, auch nicht dabei. Schwach.
Und wo bleiben die Indiefolker MumfordSons, Rock Plaza Central, 16HP oder Wovenhand?
Schwache Liste.
...außerdem sind hier definitiv zu wenig elektronische einflüsse zu finden; da wird zu wenig recherchiert, ist mir bei anderen listen schon negativ aufgefallen, "four tet" in der liste des jahres 2010 darf keine ausnahme bilden, was ist mit caribou?
UND WO ZUR HÖLLE SIND DIE GORILLAZ???
oh mein gott, was für opfer hier am start sind, unfassbar...leute, versteht ihr das wort subjektiv? anscheinend nicht. jeder von euch spackos hat seine favoriten, genauso wie die Redaktionsmitglieder von laut.de Versteht ihr das Prinzip nicht oder wieso muss hinter jeder Best-of Liste der gleiche Schmarn stehn? Ich wäre auch fürs erste N.E.R.D-Album und Blauer Samt MUSS dabei sein, ebenso finde ich Bushidos Vom Borgstein bis zur Skyline tausendmal besser als Sidos erste Platte, oder war Funeral um einiges besser als Suburbs, Jay-Z fehlt, Hybrid Theory könnte mit rein, electro ist kaum vertreten aber who cares? scheiß drauf, soll jeder seine best-of Liste haben und veröffentlichen, geht mir am Arsch vorbei. Die laut-Liste ist ok, vieles fand ich auch gut, einiges kenn ich gar nicht (bin kein Metalhead) aber nunja, jedem das seine...wäre mir gerad nicht langweilig, würde ich niemals was dazu schreiben, ich glaube, das geht den meisten hier so, verdammte langeweile vermüllt das i-net mit abgewichsten kommentaren von verblödeten usern, die zuviel zeit haben...
Eine Liste ohne Björk?
Da fehlt eindeutig was.
Vespertine gehört auf jeden Fall unter die Top Ten.
Ziemlich viel Indie-Zeugs wieder in der Liste (war ja zu erwarten). Opeths Blackwater Park fehlt und auch sonst nur eine Metal-Scheibe in den Top50 (von einer völlig beliebigen Band mit einem völlig beliebigen Album). Der Hr. Edele wird wohl bei seinem Redaktionsleuten auch nicht für voll genommen.^^
Ich hab mich durchgeklickt und bis zuletzt gehofft bis erwartet, dass doch noch PLACEBO auftauchen...
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