Porträt

laut.de-Biographie

Bengio

Gibt es einen besseren Nachnamen für einen deutschen Sprechgesangskünstler? Wohl kaum. Ben-Giacomo Wortmann (ja, wirklich) kommt 1993 im hessischen Fulda zur Welt und möchte eigentlich wie so viele talentierte Jungspunde Fußballprofi werden. Ehe er sich versieht, erobert aber eine Andere sein Herz: die Musik.

Über seinen in der Musikbranche tätigen Vater kommt Ben-Giacomo schon früh mit deutschem Hip Hop in Kontakt. Zuhause und im Auto tönen Freundeskreis, Samy Deluxe und Co. aus den Lautsprecherboxen. Es dauert nicht lange, bis Wortmann eigene musikalische Versuche in Fuldaer Jugendzentren wagt, die er im Nachhinein aber als eher semi-gelungen betrachtet.

Ohne Fleiß kein Preis, scheint sich der junge Mann zu denken, und feilt fleißig weiter an seinen Skills. 2013 bringt er nach dem DIY-Prinzip seinen ersten selbstbetitelten Langspieler unters Volk und erntet sogleich eine Nominierung für den YOU FM-Newcomer Award. Die Single "Ich Komm Nach Hause Jetzt" beschert dem Hessen erstmals überregionale Aufmerksamkeit. Ein Labeldeal ist allerdings noch lange nicht in Sicht.

Bengio fackelt nicht lange und nimmt die Zügel einfach selbst in die Hand. In alkoholgeschwängertem Zustand schickt er seine Demos via Facebook an den Manager von Samy Deluxe. Und siehe da: Eine positive Antwort inklusive Einladung nach Hamburg flattert daraufhin in sein Postfach. Die Studienpläne sind blitzschnell über Bord geworfen. Statt Hörsaal heißt es nun Studio, Hessen muss der Hansestadt weichen.

"Zwischen Samy und mir ging es von Anfang an nie um Verträge oder um Geld, es ging immer nur um Musik", so Bengio im Interview mit dem Splash! Mag über die Zusammenarbeit mit seinem neuen Labelboss. Dass er das erste Singning auf dessen neuem Label KunstWerkStadt ist, erfüllt ihn nicht nur mit Stolz, sondern spornt ihn auch an.

Nach zahlreichen Supportauftritten für ASD und Chefket erscheint Ende 2015 mit der EP "Unterwegs" erstmals ein musikalisches Lebenszeichen unter professionellen Bedingungen. Den Titel erklärt Bengio dem Splash! Mag wie folgt: "Mir wird schnell langweilig. Ich bin gerne an vielen verschiedenen Orten, weil ich da viel von den Menschen dort lerne, sowohl im Positiven, als auch im Negativen. [...] Meine größte Angst ist, dass es ab einem gewissen Moment immer gleich bleiben könnte."

Angst vor dem Alltagstrott setzt Wortmann viel Fantasie, Fernweh und eine gesunde Prise Naivität entgegen. "Positive Melancholie" nennt er das, Ähnlichkeiten mit pop-affinen Kollegen wie Olson oder Cro sind kaum von der Hand zu weisen, achtet man vor allem auf die ohrwurmtauglichen Hooks. Darauf will sich Bengio aber nicht beschränken lassen. Stattdessen produziert er fleißig Beats, übt sich außerdem im Gitarren- und Klavierunterricht und hat "im Größenwahn" schon einmal begonnen, ein Buch zu schreiben. Einen Künstlernamen braucht er auch hierfür wirklich nicht.

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