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Die essentiellste Frage, die der Fachmann an "Code B" stellt, lautet: Unterscheidet sich die Platte vom "Bingo"-Debüt und wenn ja, worin? Menschen, die den bekannten Drummer dagegen eher als sympathischen Rockstar wahrnehmen, fragen meist profaner: Klingt das Solozeug nicht eh wie alles von Die Ärzte?
Ja, in einigem und selten, sind die Antworten auf diese Fragen in chronologischer Reihenfolge. Zwar sieht Bela B, der seinen Punkt hinter dem B aus ästhetischen Gründen auf den Typo-Friedhof karrte, noch immer keinen Grund darin, sich stilistisch an irgendwelche Vorgaben zu halten. Dass das Soundbild von "Code B" dennoch reduzierter und gleichzeitig homogener ausgefallen ist, steigert das Hörvergnügen beträchtlich.
Für seinen Einmarsch verzichtet "Bingo-Bela Superstar" diesmal auf ein ausladendes Intro und setzt lieber gleich auf erhöhte Taktzahl, verbunden mit einem Chor aus 300 Fankehlen - standesgemäß großspurig in Text und Ton. Der Opener speist sich aus einer fetten Kelle 70er Rock, gewürzt mit saftigem Punk-Feel, einem Rezept also, das auch die Turboneger gerne anrichten.
Anschließend flacht die Wiedersehensfreude leider etwas ab. "Geburtstagsleid" und "In Diesem Leben Nicht" plätschern ziellos im Midtempo vor sich hin und erinnern daran, dass "Bingo" im Rückblick betrachtet einige künstlerische Dehnungsübungen enthielt, die sich hier und da zu einem Muskelkrampf auswuchsen.
Glücklicherweise kommt der Graf schnell wieder auf die Matte: Nach der textlich genial respektlosen Liebesabfuhr der "Arschloch"-Single (mit kleiner Clash-Akkord-Hommage für die Checker), glänzt "Schwarz/Weiss" als erstes massives Highlight des Albums. Ein trocken intoniertes Bass/Drum-Wechselspiel treibt die Strophen nach vorne, die in einen dunkel-melancholischen Refrain führen, in dem Bela die Grenzen zwischen Gut und Böse auslotet und bei der Gelegenheit gleich noch einen HSV-Diss unterbringt (schönes Bonmot, trommelt hier doch der St. Pauli-Kicker Marcel Eger).
Eine neue Sound-Facette des Bela B, die man weder auf "Bingo", noch im Ärzte-Kosmos findet, wo der Drummer ohnehin viel mehr mit Ironie hantieren und mit Urlaubs harmonieseligen Arrangements klarkommen muss.
"Code B" ist rauher, intimer und düsterer als der Vorgänger - allein schon wegen des Fehlens des zarten Geigenteppichs Davido Rossis - gleichzeitig wirken die Songs losgelöster und reifer, falls das bei einem 46-Jährigen, der sein halbes Leben lang Musik macht, nicht komplett bescheuert klingt. Dazu passt die Tatsache, dass Bela im Gegensatz zu "Bingo" diesmal nicht nur die Hälfte, sondern die ganze Platte geschrieben und arrangiert hat.
In "Ninjababypowpow" zelebriert er gemeinsam mit dem alten Gitarrenhelden Chris Spedding den verruchten Rock'n'Roll, "Hilf Dir Selbst" ist eine elegante Verbeugung vor 60er Jahre-Agentensoundtracks, "Onenightstand" eine herrliche Parabel auf promiskuitive Rockstars (oder scheinbar alterslose Musikbiz-Rentner), während "Als Wir Unsterblich Waren" in seiner straighten Punk-Attitüde in etwa den Song darstellt, den Bela- (oder Ärzte-) Fans als erste Single erwartet hätten.
Sehr gelungen ist ihm auch der "Bobotanz" (bis auf die zu lange Ansage à la "One Step Beyond"), der sich mit der in Modebezirken großer Städte breit machenden Bohème/Bourgeois-Parallelgesellschaft befasst: "Mach den Bobotanz / zum Tanz der Arroganz", fordert Bela im Refrain des launigen Surfstücks, um später mit Olli Schulz im Hinterkopf zu kalauern: "Ihr habt Verständnis logo / wenn ich jetzt mal aufs Klo go / wir ham uns alle lieb-o / nur Olli macht den Bibo!"
Die Bobo-Thematik ließ er sich vor Jahren übrigens von der Pariser Schauspielerin Julie Delpy erklären. Mit einer anderen Französin, der Polanski-Ehefrau Emmanuelle Seigner, glänzt er auf "Liebe und Benzin", einer schwarzen Amour Fou-Story, die man Bela sogar abnimmt, obwohl er in die Gestalt eines Tankwarts wechselt.
Die Platte, die selbstverständlich dem verstorbenen Lee Hazlewood gewidmet ist, endet nach dem schroffen Akustikgitarren-Punk "Nein" und der Cello-verzierten Verschnaufpause "Dein Schlaflied" denn auch stilecht mit "Ghost Riders In The Sky"-Feeling, zu dem good old Lee nun ganz oben seinen Cowboyhut ins Gesicht ziehen und noch einen Whiskey bestellen dürfte.
Ob Melodramatik, satter Rock oder die mir noch immer zu unterrepräsentierte Country-Annäherung: Auf "Code B" sitzen die Gesten, sind pointiert und machen Spaß. Bela Bs Solokunst gerät immer mehr zu einer musikalischen Bereicherung.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
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Code B | €7,99 | €2,95 | €10,94 |
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Bela B. - Code B | €7,97 | €3,95 | €11,92 |
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Code B (Vinyl) | €17,95 | €3,90 | €21,85 |
Och nöö...laut.de versucht alles wieder gut zu machen und lobt eine musikalisch annehmbare aber textlich strunzdumme Platte.
Eine Hand wäscht die andere.
quae anos caud quipsimanitam nomis issundare. sinne diximeri ipicat ant, quod oc quae reri satum in acestria fec.
in issato si ver contem poent, no pluptatel deo intera nobiliquodicilla, ne pus essedit omne explacessequitis seque contusquant, intuamossenditus densum torsputimoriam.
. utus eistion maxisquiam pro partiam ipsanquiuctatem idedrobiscierae Gram. Nonsundetem', hi tarestiamit. niene ali cur aut postam nam et sundarimus fuginia eambratur.
find das album sehr gelungen.
nur das bobo lied ist äußerst nervig.
wie im review bereits erwähnt sind track 2 und 3 etwas durchschnittlich, aber der rest überzeugt mich auf ganzer linie.
gerade rockula, schwarz/weiß, the wahrheit sowie liebe und benzin sind echte highlights.
insgesamt höre ich das album sehr viel lieber als die relativ schnell langweilig gewordene bingo.
4/5 sind absolut gerechtfertigt. (auch ohne das vorangegangene interview)
Ahhhhhh...Bela Behindert ist wieder da ;-)
naaa, nix gegen Bela aber das "Original" im Verbund mit Farin ist da eher mein Fall.
Habe eigentlich nichts dazu sagen, außer das die Band Turbonegro heißt und nicht Turboneger XD Ein sehr witziger Tippfehler wie ich finde.
Aber vielleicht wage ich doch mal ein Versuch, da sich das Review interessant anhört und mir die platte unter umständen gefallen könnte.
greet vhaal






@Anwalt
Naja, da war ich vielleicht was voreilig.
Leider fällt es mir leichter, an die Existenz von Vril-Scheiben zu glauben, als daran, dass jemand guten Gewissens diesen Album eine 4/5 gibt.
Hör es dir einfach mal an.
seh das ähnlich.
ein weiterer "verriss" und das thema belafarinrod (zweifelsfrei ein zugpferd & publikumsliebling deutscher pop- & rockmusik) hätte sich wohl erledigt.
und ja: ich sage das ganz ohne hintergrundinfo. meine 2 pfennige und so.
[color=darkgreen:f5153928de]
Die 4 Punkte gehn i.O. denk ich. schwarz-weiß, ninjababypowpow und liebe und benzin find ich echt knorke und außer bobotanz ist auch kein Song drauf der mich wirklich stören würde(soll heißen den Rest ist auch wirklich gut). Wenn man der ersten Platte 4 Punkte gibt sind diese hier erst recht berechtigt(würde ich zumindest nach den ersten 10 Mal hören, sagen)
[quote:8fceca2204="keny NTM!"]
Am Samstag in "Corso" ein längeres Interview und einige Album-Auszüge gehört. Bei "Schwarz-Weiß" geh ich mit der Szenepolizei nur insofern nicht konform, als dass ich "strunzdumm" für diesen Teyt noch als "wohlmeinend" bezeichnen würde. Und musikalisch verdirbt mir diese Beigabe von rockistischen Zutaten sowieso jeden Zugang, Gut, das ist halt mein persönlicher Geschmack. Aber es ist auch so schrecklich unwitzig alles. Es ist offenbar ernst gemeint.
Noch unwitziger ist nur, was Bela B. so nebenher erzählt. Dass er in "Als wir unsterblich waren" auf ähnliche Art seine Punk-Erweckung und Abnabelung feiert wie heute sein Neffe eben in einer Sprayer-Crew mitmacht. Und bei St.-Pauli-Spielen gibt er keine Autogramme, weil das sein Privat-Leben ist... Ja. Nun. Nicht mein Problem irgendwie.
Ganz ehrlich. Es gibt kein Segment in der Popmusik aller Zeiten, vor dem ich dermaßen verständnislos und so völlig ohne auch nur irgendeine Art von minimalster Hingabe stehe wie dem der Ärzte. Und meine Begeisterungsfähigkeit erstreckt sich von sentimalen Schlagern - wenn sie Witz haben - bis Hardcore oder Free Jazz.
Naja was soll man von einem Ärtzte Mitglied schon erwarten?
Die sollten wie die Onkelz Abtreten und nicht von Album zu Album mießer werden!!!
Onkelz for live!!
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
BBBBBBBBBBBBBBBBBBB
ccccccccccccccccc
DDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDDD
eeeeeeeeeeeeeeeeeeee
oh mann ich hab gestern "altes arschloch liebe" bei TV Total gehört...
Wie kann man einem Album 4/5 Punkten geben wenn so ein hohles, unlustiges und peinliches Lied drauf ist???? xD
Wie kann man diesen Kerl als Musiker bezeichnen??? Ich wette sogar ne Sauflied/Schlager-Version von dem Song würde sich besser anhören xD
Mann ich komm gar nicht drüber hinweg, dass jemand der so ein schlechtes Lied schreibt für seine Musik berühmt geworden ist..
).Ich war gestern in München auf bela´s Konzert. An alle klugen blablabla-Verrisskritiker hier: [color=red:4e94cdfc25]IHR HABT KEINE AHNUNG UND MAN HAT EUCH NIE AUF DIE GUTEN PARTIES GEHEN LASSEN. also schnauze.
Ich war gestern in München auf bela´s Konzert. An alle klugen blablabla-Verrisskritiker hier: [color=red:256b24210e]IHR HABT KEINE AHNUNG UND MAN HAT EUCH NIE AUF DIE GUTEN PARTIES GEHEN LASSEN. also schnauze. 
Ich finde die Ärzte klasse, aber Bela B hat mich sowas von enttäuscht. Hab beim Hören Kopfschmerzen bekommen. Außer "Liebe" konnte mich so garnichts überzeugen. Ich war ehrlich erstaunt, dass man als so erfahrener Musiker so schlechte Musik machen kann (was natürlich rein subjektiv ist, aber ich kann die 4 Punkte trotzdem überhaupt nicht nachvollziehen).
Finds immer wieder klasse, wie es Leute nicht kapieren wollen, das man die Solo-Alben nicht mit Ärzte-Platten vergleichen kann.
Bela hat ja selber gesagt, das er bei dieser CD einmal "die Sau rauslassen" wollte. Es ist halt kreativer und facettenreicher - auch experimenteller. Das es nicht nur eingängige Pop-Songs besitzt, ist doch dabei so klar wie das Amen in der Kirche.
Ich finde das Album mehr als gelungen.
Und jetzt macht alle den Bobotanz, denn das ist der Wahrheit ;-)
4 Punkte sind absolut in Ordnung!!!
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