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Während Zach Condon mit den Erfolgsalben "Gulag Orkestar" und "The Flying Club Cup" musikalisch in den Balkan blickte und letzteres zudem seine Leidenschaft für das französische Chanson aufzeigte, geht er mit dem vorliegenden Werk verschiedene Wege.
"March Of The Zapotec / Realpeople: Holland" ist eine Doppel-EP, die dem Hörer einerseits sechs mit einer mexikanischen Funeral-Band eingespielte Songs überbringt, und anderseits mit fünf weiteren, elektronisch angelegten Stücken überrascht. Jene spielte Condon vor seinem musikalischen Schaffen als Beirut unter dem Pseudonym Realpeople eingespielt hat.
Für die "March Of The Zapotec"-Collection machte er die 19-köpfige The Jiminez Band aus, die mit satten, melancholischen Bläsersätzen den Sound prägt. Die Melancholie osteuropäischer Musiktraditionen ist dabei stets präsent. Dem karnevalesken Intro "El Zocalo" folgt "La Llorona", in dem sich die Hörner-Sektion wunderbar an Zachs Gesang anschmiegt und famos mit dem Brass-Ensemble harmoniert.
Das Instrumental "My Wife" eröffnet mit den Bläsern lebendig, um schließlich beim von Zachs Ukulele rhythmisierten Walzer zu enden. Das trübe "The Akara" besticht mit zauberhaften Horn- und Trompeten-Einlagen zur Ukulele. Authentischer klangen Beirut wohl nie, bei aller Schwermut vielleicht auch nie besser.
Klageliedern wie dem schweren "On A Bajonet" schließen sich nahtlos Songs an wie das famose "The Shrew", in dem die Bläser und das Schlagzeug sich erst dem Gesang unterordnen, um anschließend den Trübsinn mit rasantem Tempo zu vertreiben.
Vogelgezwitscher und eine längere Pause kündigen den zweiten Teil an, der uns in Condons frühe Schaffensphase geleitet, die von rein digitalen Synthie-Arrangements und der Drum-Machinenbeats geprägt ist.
"My Night With The Prostitute From Marseille" versprüht mit gut gelaunter Keyboardlinie und kernigem Beat 80s-Pop-Appeal. Zachs prägnanter Gesang und seine einnehmenden Melodielinien funktionieren also auch in diesem Kontext. "My Wife, Lost In The Wild" gefällt mit übereinander gelegtem, warmem Gesang, der den trefflichen Kontrast zur kühlen elektronischen Grundierung bildet.
"Venice" vereint dagegen die zarte Ambient-Klangfläche mit weichen Bläsern, das schöne "The Concubine" überrascht schließlich mit eingängigem Akkordeon, einfachen Schlägen auf einem Spielzeug-Klavier und Trompetenspiel. Vergnügt lässt Condon das Werk mit "No Dice" ausklingen, das wie eine Synthese aus Jean Michel Jarre und dem Elektronik-Pionier Jean Jacques Perry tönt.
"March Of The Zapotec / Realpeople: Holland" ist kein kohärentes Beirut-Album, es ist vielmehr ein Zwischenbericht des Musikers Zach Condon, der mit "March Of The Zapotec" erneut eindrucksvoll die qualitative und emotionale Größe seiner Musik offenbart und mit den unspektakulären digitalen Versuchen in "Holland" zumindest andeutet, dass seine musikalische Reise und Experimentierfreudigkeit noch lange nicht am Ende ist.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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werd ich mir definitiv besorgen müssen. großartiger künstler, großartige musik.
nee, das kann er wirklich nicht.
alles alles alles wirklich immer genial.
unfassbar gut, der bursche.
Das Beste an Z.Condon ist doch eh, dass man sich denken kann:
Egal wie kreativ u. toll das jetzt ist, es ist noch lange nicht Schluss, von dem kommt noch viel.
ich hatte bei der veröffentlichung von gulag orchester mal in die scheibe reingehört, aber trotz meiner musikalischen verehrung von mangums nmh mit ihren ähnlich "schiefen" bläserklängen, habe ich damals keinen zugang zum album gefunden.
heute der zweite versuch. nach der hälfte raus....
ich komm nicht klar damit.
ganz anders die flying club cup. bin jetzt bei der hälfte. ganz großes kino. ich muss nach der arbeit sofort zum cd-dealer.
den flying club cup hatten sie nicht 
da hab ich mir erstmal die march... geholt.
was ich bisher gehört habe, gefällt mir sehr gut.
also jetzt so nach dem flying cup hab ich irgendwie grade keine lust mir das anzuhören. naja, wenn sie mir über den weg läuft, dann schau ich mal rein.
endlich ein thread!!
debut war awesome. zweitling driftet eine minimale spur ab.
hatte extrem hohe erwartungen an dieses gute stück. und irgendwie bin ich noch so unschlüssig.
ich muss sagen, ich find es nicht so richtig vergleichbar mit den vorgängern. besonders der holland-part ist so gar nicht beirut mäßig. das kann echt vielen gefallen, die sonst mit den platten nicht soviel anfangen konnnten.
fazit: definitiv hörenswert. für mehr bin ich noch nicht bereit.
ok, dass ist wirklich ein sau gelungenes album.
ernsthaft.
aber: überhaupt nicht beirut-mäßig, der zweite teil. aber dieser elektronische klangteppich funktioniert in meinen ohren wirklich richtig gut. 

naja der kuss ist halt jetzt ein blowjob von einer schönen frau..
nee mal im ernst.
zach condon ist nicht berechenbar. erst dieses gypsy-ding, dann die frankreich-schiene und jetzt halt ein bißchen texmex auf der einen und indietronic auf der anderen seite.
kein widerspruch.
zumal ich es natürlich begrüße, wenn ein künstler vor gar nichts scheu hat und einfach aus neugier alles mögliche ausprobiert. wenn dieser künslter dann noch mit dem songwriting-talent eines condon gesegnet ist.. fantastisch.
Ich habe ihm doch auch nichts unterstellt!
Er kann ja machen was er will. Aber mit seinem Gulag Orchestra hat er mich so geflasht. Ich wollte immer und immer mehr davon.
Nun machter halt auch anderes. Aber das ist halt nicht meins! Hab ja seine genannte Scheibe. Wir sehen uns wieder. Da mach ich mir keine Sorgen. Gulag!! wird kommen. Irgendwann!
ich für meinen teil mag "the flying club cup" sogar noch eine nuance mehr als das allerdings auch fantastische "gulag orkestar"..
gibt und nimmt sich aber nicht viel.
kann es sein, dass ich hier gerade ein meisterwerk verpasse?
in einem interview hab ich gelesen, dass er die verschiedenen enden seines musikalischen spektrums auf einem album zu vereinen versuchte, darum diese doppel-ep.
ich find zugang zum gulag orchester 
aber warum ist das konzert in hamburg anfang mai schon ausverkauft 
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