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Rapmusik zwischen rockenden Elektro-Beats, norddeutscher NDW-Spröde und politischer Punk-Attitude. Zuweilen aufgelockert durch melancholische Mitgröhlrefrains und DJ Mads Old School-Cuts. Oder frei nach Jan 'Eizi Eiz' Eißfeldt: "mal wie Berthold Brecht, mal eher wie Mike Krüger." So klingt das versatile Musik-Universum der "Blast Action Heroes". Daran hat sich auch 2003 nichts geändert. Hamburg ist auch weiterhin ein derber Beat, schön und schmuddelig.
Geographisch geht es vom Hafen in die weite Welt hinaus, "denn wir waren schon immer mit ihr eins". Doch "südlich von der Elbe sind die Menschen nicht dasselbe", wie Eizi Eiz in der Lotto King Karl'schen Hanseatenhymne "City Blues" feststellt. Laut Denyo fühlt der Hamburger zuerst, denkt dann und redet erst zum Schluss. Dumm lospolternde Stammtisch-Ausnahmen wie der 'schillige' Ex-Innensenator bestätigen leider die Regel, und so widmen die Beginner dem Richter Gnadenlos ein wundervoll gehässiges "Chili-Chil Bäng Bäng". Bertholt Brecht-Style eben.
Und weil's so schön ist, pissen sie im selben Song auch dem deutschen Innenminister ans Bein. Dieser sei vom Anwalt der Armen zum Abschieber-Alptraum der Armen mutiert. Ein klarer Fall von Wendehals. Hip Hop darf also wieder explizit politisch sein, ohne dabei an Coolness und Style zu verlieren. Denn Deutschland steht bekanntlich zu oft im rechten Licht, und so richten die Beginner ihre mit Bassgeballer und Gitarrengejaule unterstützten "Scheinwerfer" auf die Stammtische, Schnauzbärte und Sicherheitsdienste der Nation. Die geistige "120 Kilowatt"-Erleuchtung für alle wahren 'Menschen' erscheint in Form einer butterweichen Hookline als Hoffnungsschimmer am Firmament.
Ähnlich neu und unverbraucht verarbeiteten die drei Jungs vonne Wadderkant auch die US-Kriegsoffensive. Keine mitleidsheischende Ballade auf die unterdrückten Menschen im Nahen Osten. Man hat einfach nur "Schiss" vor dem großen Knall, weil "du nicht weißt, ob die Platte jemals rauskommt, wenn das Schwein gerade wieder ganze Völker ausbombt". Trotz der songstarken Gesellschafts- und Politikkritik fehlen auch die knackig kurzen Querverweise nicht, die den Vorgänger "Bambule" einst zum Klassiker avancieren ließen. Frei nach dem Motto: Ein Vers sagt mehr als tausend Strophen. "Inhaltsloses muss scheitern - so wie Westerwelle" oder "nicht jungdynamisch, unsympathisch wie Friedrich Merz". Wenn bloß ein Flowmaster wie Kool Savas einmal solche Zeilen droppen würde ...
So liegt im Flow auch der einzige kleinere Schönheitsfehler des Albums begraben, vom schlagerflachen Mike Krüger-Style im "Gustav Gans"-Totalausfall und der nervigen Nina Hagen in "Wer Bistn Du?" abgesehen. Denyo und Eißfeldt bieten in Sachen Reimfluss 'nur' guten Standard. Sprich: Curse, Samy oder Savas können sie nicht das Wasser reichen. Besonders auffällig sind die Defizite im Burnertrack "God Is Music", der mit Dirty South-Rhythmik und einem aalglatten Freundeskreis-Max rollt und hüpft wie ein Flummi. Die Double-Time-Raps der beiden Emcees jedoch lassen den stimmlichen Druck, die nötige Energie vermissen. Trotzdem strahlt in imaginären Graffitti-Lettern über dieser Kritik: Die Beginner sind back around the eck.
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Maddin wird meines Wissens nicht dabei sein, nein. Sodi, was laberst Du, ich war schon 5 mal aufm Splash und es kann sehr gut sein, dass ich auch 2012 fahre. Was Du manchmal so in den Raum stellst ist schon abenteuerlich.
Des weiteren glaube ich immernoch, dass Foxi ein Sodi-Fake ist. Whut.
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