laut.de-Kritik

Turnschuhpunk adieu ...

Review von

Der erste Track einer Platte kann entscheidend sein. Ist er catchy, rockt er, dann macht er Lust auf mehr, hinterlässt einen positiven Nachgeschmack, auch wenn die Folgetracks vielleicht etwas schwächeln. Ist er fade und einfallslos, trübt er alles, was ihm folgt, in einem unvorteilhaftem Licht.

Es ist also ein dummer Fehler, den die Berliner Urgesteine und deutschen Epitaph-Pioniere Beatsteaks da auf ihrem jüngsten Album "Smack Smash" gemacht haben - den schwächsten Song des ganzen Dutzends auf die 1 der Tracklist zu setzen. Denn "Big Attack" fällt vor allem durch Plattheit ins Gewicht.

Das ist schade. Denn auch wenn Beatsteaks mit ihrem mittlerweile vierten Album immer mehr in Richtung Pop schielen und dem guten, alten Turnschuhpunk, für den sie einst bei Epitaph gesigned wurden, allenfalls noch einen zwinkernden Blick über die Schulter zuwerfen – schlimmer als beim Durchhänger zum Auftakt kommt es nimmer. Auf zu neuen Ufern machen sie sich dabei allerdings ebenfalls nicht.

Man möge mich nicht falsch verstehen. Da findet sich schon der ein oder andere Hinhörer auf der durchweg live eingespielten "Smack Smash". Das klingt dann bestenfalls nach der Aachener Emo-Band Pale ("Ain't Complaining"), geht auch mal schön nach vorne ("Monster") oder lehnt sich wieder weit zurück ("I don't care as long as you sing"). Bei diesen melodieseligen Stücken kommt das große Gesangstalent des Frontmanns schön zur Geltung.

Alles in allem ist "Smack Smash" ein ganz ordentliches Album, kein Meilenstein und auch nicht sonderlich originell, aber erst mal recht kurzweilig. So richtig auszusetzen gibt es an der Scheibe eigentlich wenig, außer vielleicht, dass es nichts auszusetzen gibt. Kein must have, eher ein netter Zeitvertreiber und Anschieber ...

Trackliste

  1. 1. Big Attack
  2. 2. Vision
  3. 3. Ain't Complaining
  4. 4. Hello Joe
  5. 5. Hand In Hand
  6. 6. Monster
  7. 7. Everything
  8. 8. I Don't Care As Long As You Sing
  9. 9. Atomic Love
  10. 10. Loyal To None
  11. 11. What's Coming Over You
  12. 12. My Revalation

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