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Es muss schon schräg gewesen sein, als Mike Diamond, Adam Yauch und Adam Horowitz Mitte der 80er in Rick Rubins Def Jam-Büro herein platzten: "Keiner mochte sie", so Rubins lapidarer Kommentar in der Retrospektive. Für den späteren Überproduzenten freilich kein Grund, das Potenzial der drei enfants terribles zu verkennen.
Die Durchbruchsnummern "Fight For Your Right" und "No Sleep Till Brooklyn" unterstrichen den miesen Ruf des Trios - mit tatkräftiger Unterstützung Rubins, der die Gitarren einrotzte. Beide Partyrüpel-Tracks meiden die Beasties seither konsequent - einer digital aufgemotzten "Greatest Hits" konnten sie sie freilich nicht entziehen.
Sollte es tatsächlich jemanden geben, der noch keines der sechs regulären Beastie-Boys-Alben im Schrank hat? Kaum vorstellbar, ihr Mix aus rumpelndem Hip Hop alter Schule, Live-Sound, Funk-, Jazz- und Rockextrakten sowie futuristischen Anwandlungen ist längst zur prägnanten Marke geworden.
Das durchschlagende "So Wat'cha Want" (vielleicht ihr bester Track), das legendäre "Sabotage" (Spike Jonze' Videoclip dürfte unerreicht bleiben) oder der ultimative Flower "Sure Shot" öffneten in der ersten Hälfte der Neunziger vielen für Hip Hop die Ohren - gleichwohl war der überdrehte Sprechgesang der drei New Yorker bei Puristen nie sonderlich beliebt.
Die Idee "Body Movin'" im Fatboy Slim-Remix draufzupacken passt: Der Tune hat mehr Drive als das Original. "Hey Ladies" und "Shake Your Rump" vertreten die funky Old School und dokumentieren den Aufbruch zum ernsthaften Hip Hop/Crossver-Act, zu dem die Beasties spätestens mit "Check Your Head" (1992) wurden.
Auf "Ch-Check It Out" und "Triple Trouble" kamen im vergangenen Jahr die Hip Hop-Roots der ehemaligen Punkrocker wieder stärker zum Tragen, während die jüngste Nummer "Open Letter To New York" eher in der Tradition von "Hello Nasty" (1998) bleibt. Letztlich geht es nach knapp 25 Jahren im Musikgeschäft auf einer Beasties-Best Of zu wie auf einem ihrer Live-Gigs: ein Gassenhauer jagt den nächsten.
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