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Was soll uns dieses Cover wohl sagen? Kaufen sie die CD, oder ich töte diesen Schwan, der mir aus der Pussy wächst? Irgendwie fehlt mir der Zugang zu dieser Art Coverartwork. Auch musikalisch machen es die Herren aus Savannah dem geneigten Hörer nicht unbedingt leicht. Man muss sich nämlich buchstäblich auf alles und nichts gefasst machen, denn wie so oft, könnte einem die Erwartungshaltung einen Streich spielen.
"Yellow" klingt als dritte der Grundfarben nach "Red" und "Blue" noch ein wenig leichter, denn hier tönen Baroness noch wie eine waschechte Sludge/Stoner-Band. Nach dem stimmungsvollen Einstieg mit "Yellow Theme" legt "Take My Bones Away" staubtrocken los und offenbart das Gespür der Band für eingängige Melodien und starke Hooks.
Glatt klingt das Quintett dennoch zu keiner Zeit. Der Sound ist schön kratzig. Die Gitarren und vor allem der Bass bratzen ordentlich. Auch dissonante Klänge (und vor allem Gesänge), sind wie in "March To The Sea" nach wie vor zu hören. Zwischenrein dürfen aber auch gerne einmal ein paar Keyboards perlen, die wie in "Cocainum" auch sehr dudelig ausfallen können.
Leichtes Staunen setzt dann mit "Little Things" ein, denn hier erklingt die erste Alterna-Nummer mit hohem Lala-Faktor. Scheinbar finden sie Geschmack am simplen 'four-to-the-floor'-Rhythmus, denn auch "Sea Lungs" tendiert in diese Richtung.
"Twinkler" baut verstärkt auf 70er-Jahre-Einschlag der nicht nur auf "Green" dominiert. Der Opeth-Virus scheint bei Baroness auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein und lässt sämtliche stilistischen Wände einstürzen. Kategorisierbar sind Baroness mit "Yellow & Green" nicht mehr. Es lässt sich lediglich sagen, dass der Rock-Faktor massiv zurückgegangen ist und sich Fans dieser Richtung in Zukunft wohl nur noch bedingt mit der Band identifizieren dürften.
Wer auf den erdigen Sludge der Vorgänger steht, wird gerade einmal noch mit dem starken "Eula" und in gewisser Weise auch mit dem an Thin Lizzy erinnernden "Board Up The House" bedient. Wer mehr erwartet, geht leider leer aus, denn gerade auf "Green" überwiegen die ruhigen Momente. So reduziert wie in "Foolsong" ist die Band noch nie vorgegangen, mit "Stretchmarker" lugt gar eine ganz entspannte akustische und rein instrumentale Gitarrennummer um die Ecke, die beinahe etwas von Clapton oder Sting hat.
Mit "Psalms Alive" überspannen Baroness den Bogen für meinen Geschmack dann endgültig und verlieren sich in nervigen Alterna-Gedöns ohne Ziel oder Ambition. Somit orientiert sich "Yellow & Green" ganz deutlich am momentan angesagten 70er-Boom und ist in diesem Bereich sicherlich eines der besseren Werke. Aber genau wie "Heritage" nie das großartige Opeth-Album war/ist/sein wird, als das es viele schön reden, genauso wenig wird diese Doppelalbum das Referenzwerk für Baroness werden.
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Das verstehe ich nicht.
Jedem belanglosen, langweiligen, 1000mal durchgekautem Thrash-Album gibt der Edele 4-5 Sterne, und bei Baroness, die wirklich innovativ sind und harte MUSIK machen, gibt er nur 3 Sterne.
HALT SCHTOPP!!!! KEIN Opeth!!! Keine obskuren 70er Jahre Combos!!! Da MUß man ja aktiv werden!!! Yellow ist tatsächlich in meinen Ohren mit das Beste was Rock seit langer Zeit zu bieten hat, Green, ja Green bisher nich so 
abgesehen davon ist "innovativ" und "hart" aber doch was anderes 
ich war zuerst geschockt und fand das (doppel) album beschissen. blue record hat da für micht die melodie mit der härte und progressivität des red albums viel besser verknüpft. dann hab ich es noch mehrere male ausgiebig probiert und siehe da, zumindest der "yellow" teil ist gigantisch. green muss ich noch mehr zeit widmen.
"Jedem belanglosen, langweiligen, 1000mal durchgekautem Thrash-Album gibt der Edele 4-5 Sterne, und bei Baroness, die wirklich innovativ sind und harte MUSIK machen, gibt er nur 3 Sterne."
ich muss diesem kommentar jetzt leider zustimmen. öfters mal die alben von einem anderen redakteur im wechsel rezensieren zu lassen, das erscheint mir sinnvoll. naja, ob man nun für metal reviews unbedingt zu laut gehen sollte, das ist eine andere frage. 
Yeah, das ist Musik anno 2012 - was für eine gelungene Scheibe mit voller Tiefe. Ist das Stoner, Heavy Psych, Alternative, Psychedelic? Selbst mit einem "poppigen" Feeling und immer im Sound von früherem Sludge. Unglaublich gut das Teil. Die drei Punkte zeigen mir, dass genau solche Leute wie der Hr. Edele schuld daran sind, dass Metal so beschissen ist wie er ist. Ein innovativeres Teil Musik ist mir in den letzter Zeit nicht untergekommen. Das ist auch kein Metal mehr, sondern Savannah Prog. Ein Urteil über dieses komplexe Scheibe kann man auch nicht in einer Woche schreiben. Viele Fans sagen, dass bei jedem Hören die Scheibe besser wird.
Innovativ bedeutet, dass man das Gespielte nicht mit einem Genre festmachen kann. Anders wie belangloser Death Metal - immer selbe Struktur, die das Genre schon seit Jahren so bringt. Was Baroness jetzt aus ihrem Sludge Metal kreiert haben, ist was VÖLLIG Eigenständiges. Gewöhnungsbedürftig ist nur der Gesang. Der ganze "Hate" gegen dieses Album ist einfach typisch und voraussehbar. Dasselbe wie bei The Devil's Blood: würde man ein Wikingerschiff auf die Bühne stellen, ab und zu Odin kreischen und überladene kitische Keyboardlines spielen, dann würden die meisten Zottelbacken die Band uneingeschränkt abfeiern. Es ist wirklich unglaublich, wie beschränkt Metalfans sind. Mit 16-20 Jahren war ich da auch, aber Hr. Edele macht sein Jahren Musik und rezensiert, bleibt aber geistig genau auf diesem Niveau hängen. So habe fertig. Für Fans guter Musik, die nicht gewohnt um die Ecke kommt, für Rock- und Metalfans, die nicht geistig ihrem Zottelimage anhängen, ist das ein absoluter Pflichtkauf!
An den Herren mit dem Shining-Cover: "das Metal so beschissen ist wie er ist"? Allgemein jetzt oder wie ist das gemeint?
An Alle: Weder finde ich Yellow und Green besonders innovativ, mutig oder gar völlig eigenständig. Es ist ganz einfach "nur" (zumindest auf Platte Eins) ein perfekt komponiertes Stück Rock (ganz klares Genre
) mit unglaublichen Gesangsmelodien und der Verbeugung vor gefühlten 1000 Jahren Musikgeschichte, was nun wahrlich nichts besonderes ist und, sozusagen als Marketingstrategie von, sagen wir mal Relapse, so ein bisschen forciert wurde um die Enttäuschung für die Sludger etwas geringer zu halten und diese etwas besser vorzubereiten, könnt ich mir vorstellen
Eigentlich Quatsch über Yellow zu reden, das Teil steht doch so sehr für sich, dass man eher hören als reden sollte... mist, ich rede auch 
also mit dem "innovativ": es ist natürlich jedem klar, dass hier prog rock mit psychedelic und pop hooks gemischt wird. aber die art und weise wie das passiert, ist schon relativ einzigartig. speziell die gitarren fx und somit auch die soli hören sich fantastisch an und offenbaren nach mehreren durchgängen tiefe. opeth haben auf heritage 1:1 ein 70er prog album mit moderner analog (?) technik aufgenommen. baroness setzten meiner bescheidenen meinung nach doch eher versatzstücke mehrerer genres zusammen. mir würde nur das letzte torche album einfallen, was ähnlich versucht pop in deren sludgigen metal reinzubringen. aber selbst im vergleich zu psychedelic rock bands hört sich das hier andersartig an. der baroness sound ist erhalten geblieben, ohne dass sie prog sludge spielen. summa summarum würde ich das album nicht innovativ nennen, aber es ist weitaus mehr als die summer seiner einzelteile. 

und wenn man dann noch Stoner und Rock-Scheiben rezensiert, wird sich regelmäßig blamiert (entweder man feiert irgenwas Belangloses ab - typisch hier - oder glänzt mit Kreationen aller "Pop-Stoner". Sobald etwas nur in die Richtung von 70s Psychedelic geht, schaltet sich beim hiesigen Metalverantwortlichen das Hirn aus.
100%ige Zustimmung an JaDeVin! Ich bin auch absolut fassungslos, wie viele Thrash/Wasweißich-Metalbands es gibt, die es für eine gute Idee halten, das exakt zu wiederholen, was ihre Lieblingsbands auch schon spielen. Die musikalische Entwicklung ist da null, das einzige was abgefeiert wird ist die Technik an den Instrumenten. Und - bei aller Liebe für musikalische Spieltechnik - da reicht es auch, sich bei der Instrumentenonanie mit der Webcam abzufilmen und auf Youtube zu stellen.
Damit wir nicht in 10 Jahren noch denselben alten Scheiß hören, gehört musikalische Entwicklung belohnt - gerade in einem Genre, das sich gerne erzkonservativ gibt.
Ich habe die Platte hier jetzt zweimal gehört und bin absolut hin und weg. Genremäßig ist das hier sehr schwer einordenbar, raffiniert und abwechslungsreich. 5 Sterne müssen da einfach her!
@JaDeVin: Da bin ich absolut bei dir... Sogar was die Musikauswahl betrifft. Und was das Ignorieren auf laut.de betrifft, jaja, das musste ich quasi am "eigenen Leib" erfahren. Reviewt wird scheinbar erst ab einer gewissen verkauften Stückzahl 
@JaDeVin: Da bin ich absolut bei dir... Sogar was die Musikauswahl betrifft. Und was das Ignorieren auf laut.de betrifft, jaja, das musste ich quasi am "eigenen Leib" erfahren. Reviewt wird scheinbar erst ab einer gewissen verkauften Stückzahl 
oder einem gewissen Bekanntheitsgrad... wobei ich dazu nicht wirklich was sagen kann, hatte nur das Gefühl, dass dem so wäre... noch besser formuliert, die Bookingagentur gab einem das Gefühl auf Nachfrage warum nichts bei laut.de käme... blabla....
Mei, so ist das halt teilweise bei deutschen Metalrezensenten...die hören dann auch mehr oder weniger nur Metal, kennen oft nicht mal wichtige Rockbands der letzten Jahrzente - ich würde dem Edele problemlos zutrauen, weder Radiohead, noch The Smiths, noch Sonic Youth - zu kennen (von Post-Rock ganz zu schweigen...). Anders ist das zum Glück u.a. bei der Visions (die sind dafür immer ziemlich Electronica-feindlich...) oder auch bei plattentests: http://plattentests.de/rezi.php?show=9531
Wow, hab mir jetzt ein paar Songs auf youtube angehört und bin hellauf begeistert.
Heavy-Reviews auf laut sind leider wirklich ziemlich seicht und die wirklich interessanten Alben werden erst überhaupt nicht rezensiert (Sigh, Soen, Ne Obliviscaris).
Wobei man wohl fairerweise sagen muss, dass der Rezensent bestimmt eine Deadline für ein Album bekommt und gerade bei solchen Platten ist es oft schwer sich nach so kurzer Zeit eine Meinung zu bilden.
Jo, Edele halt. Von dem erwarte ich doch gar nicht die Fähigkeit, sich differenziert mit einem Baroness-Album auseinanderzusetzen. Wenn der nicht schon spätestens im ersten Satz einer Rezension (besser: gleich in der Überschrift!) irgendein hartes Zottel-Klischee a la saufen/furzen/Titten+Pussies! bemühen kann, fühlt der sich nicht mehr als ehrbarer Vertreter seines Genres...
Platte (bisher zumindest gelbe Seite) ist ein absoluter Grower und zeigt nur, wie bekümmert die Herren aus Savannah um eine tragfähige Weiterentwicklung ihrer persönlichen musikalischen Vision sind.
Ach, genug des Eddy-Bashes. Bezüglich der Zottel-Klischees weiß jeder, der schon Rezis von ihm kennt, dass er die ebensowenig ernst nimmt wie andere hier.
Bezüglich Musik: Verstehe die Lobesarien (noch) nicht, werde aber definitiv am Ball bleiben und weiterhören. Spannende Geschichte, gefällt mir auch besser als das was Baroness früher zusammengezimmert haben...
Übrigens, @JaDeVin:
Auch wenn ich dir grundsätzlich zustimme, könnte dein Geschriebens kaum noch arroganter rüberkommen. Musikalische Vielfalt ist ja löblich, ich versuche auch mehr denn je, allem gegenüber offen zu sein, was früher, als verkopfter Mätler, weniger in Frage kam. Aber Mann, arbeite an deiner Rhetorik, sonst fällt es mir schwer, dich ernst zu nehmen. Oder mach wahlweise mit Ragism ne Künstler-WG auf.
Heilige Scheiße, höre ich da Green Theme mal an, dümpelt es entspannt und schön vor sich hin kommt auf einmal diese herrlich jammernde Gitarre, einfach nur dafür muss ich mir das Album kaufen 
Mein erstes (und garantiert nicht letztes) Baroness-Album. Scheiße, wie geil. Wunderschöne, stimmige Mischung aus Härte und Groove. Was das Cover angeht, Meister Edele: Einfach mal nach Alfons Mucha bzw. Jugendstil googeln...
So, gestern die blaue Scheibe geholt und das Ding ballert gewaltig.
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