Porträt

laut.de-Biographie

Barenaked Ladies

Wenn eine Band sich schlicht "Splitternackte Damen" nennt, ist das kein schlechter Schachzug. Das erregt sofort Aufmerksamkeit, und jeder, der sie noch nicht gesehen hat, will dies tun, nur, um sich zu überzeugen, dass da keine Nackten und schon gar keine Ladies am Werk sind.

Barenaked Ladies - Disc One: All Their Greatest Hits (1991-2001) Aktuelles Album
Barenaked Ladies Disc One: All Their Greatest Hits (1991-2001)
Zehn Jahre ohrwurmig-humoriger Gitarrenpop.

1988 ist das Geburtsjahr der Combo aus dem kanadischen Toronto. Ihre Promo-EP "Yellow Tape" (1991) kann als erste Independent-Platte überhaupt in Kanada Gold einfahren. Logischerweise vollzieht sich danach der Wechsel zu einer Major-Firma, die den Jungs nochmals extra einen Schub verpasst. Der erste Output auf Sire/Reprise schlägt im Lande der Ahorne und Mounties ein wie die sprichwörtliche Bombe. Acht Wochen lang parkt "Gordon" (1992)auf der Spitzenposition in ihrem Heimatland und bringt ihnen nebenbei noch ein paar Auszeichnungen ein. (Juno Award, Band Of The Year)

Das Instrumentarium der Ladies ist ein reichhaltiges, und so musizieren sie sich frisch und fröhlich durch ihren Gitarrenpop, der mit ironischen Texten brilliert. Ed Robertson, Steven Page (beide Gesang, Gitarre), Jim Creeggan (Bass), Kevin Hearn (Keyboards) und Tyler Stewart (Schlagzeug) können mit dem Zweitling "Maybe You Should Drive" (1994) ihren Ruf als hoffnungsvolle Band sogar noch steigern. Dank des Singlehits "The Old Apartment" geht die Scheibe ab wie Schmidts Katze. Als die Ladies dann noch in der Teenie-Serie Beverly Hills 90210 auftreten, ist es auch um die Amis endgültig geschehen.

So geht die Erfolgsstory der Band mit dem seltsamen Namen weiter. Im Jahr 2000 produziert Don Was (Rolling Stones, B-52's, Iggy Pop) "Maroon", und wenn einer wie der sich hinter die Regler setzt, kommt das einer Ehrung gleich. Was ist denn auch 100%ig von den Qualitäten der Kanadier überzeugt: "Das ist das beste Album, das sie je gemacht haben. Ihr Songwriting und ihr Spiel hat damit eine neue Höhe erreicht."

Mit "Everything To Everyone" (2003) kommen die Damen zum ersten Mal ins Straucheln: Die Platte kommt sowohl in Kanada als auch in den USA nicht gut an und verschwindet schnell aus den Charts. Die Band entscheidet, den Vertrag - mittlerweile mit Reprise - nicht zu verlängern und besinnt sich auf ihre Indie-Wurzeln.

Die Kanadier günden das Label Desperation Records und nehmen "Barenaked For The Holidays" (2004) in Pages Homestudio auf. Längst mit Kultstaus behaftet - selbst Brian Wilson covert eines ihrer ersten Stücke, das seinen Namen trägt, - setzen sie musikalisch eigene Akzente. 2005 nehmen sie etwa 29 Lieder auf. Dreizehn davon landen auf dem Album "Barenaked Ladies Are Me" (2006). Im Paket sind sie über ihre Homepage auf einem USB-Stick zu haben, weitere Auszüge sollen 2007 auf einer CD namens "Barenaked Ladies Are Men" erscheinen.

Für den eigenfleischten Fan von Interesse: Das Rezensionsexemplar ihres 2006er Outputs besteht nicht aus den Studioversionen der Lieder, sondern aus einer Unplugged Live-CD, die in der Heimat Toronto entstanden ist.

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