laut.de-Kritik

Hot und punky Göre mit Rebellinnen-Image.

Review von

Auf den ersten Blick wirkt Ashlee Simpson so viel cooler als ihre Schwester Jessica. Schwarze Haare in 80s-Styling, punkig geschminkt, dazu löchrige Jeans und T-Shirt. Doch ob dieser Eindruck auch Stand halten kann? Immerhin hat sie MTV-Reality-Show-Fame erlangt, bevor man einen Ton von ihr in Deutschland hören konnte. Das bringt sie ihrem Image des "dreckigeren" kleinen Schwesterleins nicht unbedingt näher.

Der erste Song könnte auch auf einem Courtney Love-Album durchgehen, allerdings wäre er wahrscheinlich der Langweiligste auf der CD. Aber die Richtung ist wohl Ashlees Absicht, immerhin gibt sie Hole, Courtneys Ex-Band, als Vorbilder an. Ein bisschen erinnert ihre Stimme hier auch an Gwen Stefani (No Doubt). Würde das nur immer so bleiben.

Leider lässt sie sich immer wieder dazu hinreißen, zu testen, wie hoch sie quieken kann. Zum Beispiel in der peinlichen Pop-Punk-Nummer "Lala": "You make me wanna lala" ... aha!? Die Single "Pieces Of Me" ist die typische pop-rockige Mischung, die man einem lieben Mädchen mit Rebellenimage auf den Leib schneidert. Schön eingängig (hat man sie ein paar Mal gehört kriegt man sie kaum mehr aus dem Kopf), ein bisschen verzweifelt-wütend und aufgeregt.

Viel ehrlicher kommt sie allerdings in "Shadow" rüber, der etwas nach sehr alten Alanis Morissette-Stücken klingt. Ihre Stimme klingt genau, wie der Titel heißt: rauchig und brüchig. Leider wagt sie sich im Refrain ins Licht, beginnt wieder ein wenig zu quietschen. Diese tiefe und volle Stimme holt sie auf "Harder Every Day" noch einmal hervor. Dazu erklingen gezupfte Geigen, eine sehr schöne Kombination. Auch die langsamen, balladesken Nummern, "Unreachable" und "Giving It All Away" stehen ihr sehr gut.

Der Rest der Songs verläuft sich leider irgendwo zwischen den Neunziger Rock-Damen, die dem Mainstream nie abgeneigt waren. Kein Wunder, immerhin hat sie mit deren Produzent (John Shanks, hatte schon bei Alanis Morissette und Sheryl Crow die Finger an den Reglern) zusammen gearbeitet. Cooler als ihre Schwester ist sie auf jeden Fall!

Trackliste

  1. 1. Autobiography
  2. 2. Pieces Of Me
  3. 3. Shadow
  4. 4. La La
  5. 5. Love Makes The World Go Round
  6. 6. Better Off
  7. 7. Love Me For Me
  8. 8. Surrender
  9. 9. Nothing New
  10. 10. Unreachable
  11. 11. Giving It All Away
  12. 12. Undiscovered
  13. 13. Harder Every Day

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