- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Im Laufe seines Gebärprozesses verschliss "Worship Music" so viele Sänger wie kaum ein Album zuvor. Dan Nelson durfte nicht, Corey Taylor konnte nicht (zeitlich), John Bush wollte nicht (arschleckenrasieren). Nun ist es also doch Joey Belladonna geworden, den Scott Ian nach der Reunion-Tour vor ein paar Jahren noch als geldgierigen Sack betitelt hatte.
Dennoch kehrte Joey zurück und sang "Worship Music" noch einmal neu ein. Dass hinter den Kulissen nach wie vor nicht alles eitel Sonnenschein ist, brachte der Sänger erst kürzlich in einem Interview deutlich zur Sprache. Wie soll man sich als Fan also noch unvoreingenommen auf ein Album freuen, von dem die Band selbst nicht genau weiß, für welchen Sänger es denn nun geschrieben wurde?
Die Musik muss allein für sich sprechen. Mit einem einzigen Paukenschlag hätte man sämtliche Bedenken vom Tisch wischen können. Dazu kommt es leider nicht. "Worship Music" geht als ein ordentliches Album durch, bei weitem reicht es aber nicht zum Klassiker, der bestätigen würde, dass Anthrax zu recht unter dem 'The Big 4'-Banner mitsegeln durften.
Klar ist für viele (mich eingeschlossen) John Bush der bessere Sänger. Joey Belladonna macht auf dem Album aber einen großartigen Job. Ob John Bush aus den Songs noch mehr rausgeholt hätte, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht hätte seine aggressivere, druckvollere Stimme dem deftigen "Earth On Hell" und dem starken "The Devil You Know" noch einen Tacken besser getan, aber wir werden es nie erfahren.
Die Single "Fight 'Em 'Till You Can't" bewegt sich nach einigen Durchläufen ebenfalls im oberen Bereich, doch mit dem restlichen Material wäre es wohl jedem Sänger schwer gefallen, eine Endveredelung vorzunehmen. Ähnlich wie bei den letzten Metallica-Scheiben kann man sich die Platte schön hören. Essentiell wirkt auf dem Album aber wenig.
Die Überraschungen halten sich in Grenzen. "I'm Alive" hat eine gewisse Maiden-Schlagseite, zumindest der Bass im Chorus klingt schwer nach Steve Harris. "In The End" ist eine für Anthrax-Verhältnisse sehr melodische Nummer (was allerdings auch auf diverse andere Titel zutrifft), und das langsamere "Crawl" kommt mit ein paar mainstreamigen Streichern daher.
So fällt zwar keiner der Tracks in den Bereich Totalausfall, aber das darf man von einer etablierten, altgedienten Band schließlich erwarten. Der erhoffte Befreiungsschlag ist "Worship Music" mit Sicherheit nicht geworden.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
![]() |
Anthrax - Worship Music | Infos (Lieferzeit/Service) | €15,95 | €3,90 | €19,85 |
![]() |
Anthrax - Worship Music (Limitiertes Digipak mit Bonustrack) | Infos (Lieferzeit/Service) | €17,99 | €3,95 | €21,94 |
![]() |
Anthrax - Worship Music | Infos (Lieferzeit/Service) | €17,99 | €3,95 | €21,94 |
![]() |
Anthrax - Worship Music | Infos (Lieferzeit/Service) | €18,99 | €2,99 | €21,98 |
![]() |
Anthrax - Worship Music | Infos (Lieferzeit/Service) | €18,98 | €3,95 | €22,93 |
das ist wirklich nicht schlecht, aber mehr auch nicht.
dennoch mag ich diesen knödeligen trash noch immer sehr.
für mich gehören sie unbedingt unter das banner der big four.
du sagst selbst, metallica haben auch nicht mehr meilensteine am start; erst recht nicht zuletzt.
und mit state/among/spreading haben die solch bärenstarke charakterscheiben aus der kreidezeit am start.
da stell ich die noch vor megadeth.
zu a) sicher, aber das war 1990 ja schon nix mehr so besonderes. wenn man die mitte der 80er kennenlernte (ich bin ja leider schon seit moses unterwegs), haben die ersten drei teile einfach eine ganz andere emotionale besetzung; zumindest bei mir.
mit state haben die metalscghmuddelkinder die charts erobert; parallel zu justice for all.
diese pioniergeisatmosphäre hat mir die ersten drei scheiben immer einen platz im herzen verschafft.
sie unterstreichen in meinen augen diesen big 4 anspruch.
die haben in der zeit mehr f d akzeptanz des metal getan als manch anderer.
zu b.) nein, hab ich deshalb auch nicht.
bush ist ok. aber für mich ist das nicht dieselbe band. das ist mir wie floyd ohne waters. no emotion for me....
dann hab ich dich beim zweiten punkt missverstanden. du schriebst oben was von "knödeligem trash". aber egal, unwichtig.
zur "persistence" noch mal: stimmt, neuartig war das nicht mehr. aber das war thrash doch schon seit ca. 1987 nicht mehr, oder? ich hab mit der platte bei anthrax angefangen, deshalb wird die was besonderes bleiben. kann mir aber vorstellen, dass das anders bewertet wird, wenn man fast von anfang an dabei war.
will ja nicht klugscheißen aber die ersten drei alben wären in dem falle , fistful of metal, spreading the disease, among the living, vielleicht sind ja auch die ersten drei alben mit belladonna gemeint.
wobei mir persönlich wenn ich ehrlich bin nach all den jahren das anscheinend verschmähte debüt am besten gefällt.
Und wenn ich ganz ehrlich bin: Das Debüt kenne ich leider gar nicht. Ich habe Anthrax mit "Persistence of Time" und dem genialen "Attack of the Killer B's" kennengelernt.
Und trotzdem gefällt mir Bush als Sänger um Längen besser, auch was die alten Songs betrifft. Daher landet "The Greater of two Evils" auch immer wieder im Player. Aus der Prä-Bush-Ära gefällt mir "Among the Living" am Besten, plus die "Killer B's", auch wenn die eigentlich nicht zählt.
Die müssten einfach mal mich anfragen wegen dem Sängerposten, um das Album des noch jungen Jahrzehnts abzuliefern. Aber na gut, dann werd' ich halt Papst.
Die müssten einfach mal mich anfragen wegen dem Sängerposten, um das Album des noch jungen Jahrzehnts abzuliefern. Aber na gut, dann werd' ich halt Papst.
Also sooo schlecht ist das Album nun auch nicht. Einige gute Songs sind schon drauf und Belladonna gibt dem Album so einen Retrosound. Mir sagt zwar Bush eher zu, aber dennoch kann man dieses Album ganz gut hören. Es ist ein typisches Durchlaufalbum ohne große Höhen und Tiefen. Dennoch höre ich mir ein "we've come for you all" lieber an. Es wirkt in sich stimmiger.
Das Album ist doch wohl echt klasse geworden. Bis auf 2,3 eher durchschnittliche Songs sind da nur Killer drauf.
Kein Album mit John Bush kommt auch nur im Ansatz da heran.
Das "Greater..." Album beweist im übrigen nur eines: nämlich das Joey der bessere Sänger ist. Nicht umsonst hat Bush nie versucht Medusa oder Armed And Dangerous zu singen. Wenn man mal den sehr geilen Sound der Re-Recordings aussen vor lässt, kann doch wohl niemand der Antrhax schon seit den 80ern hört (wie ich) behaupten, das Bush der bessere Interpret für die Songs ist. Aber erst ist zweifellos ein klasse Shouter. Aber bitte bei Armored Saint.
Jedenfalls finde ich die Pladde sehr gelungen und freue mich schon auf die Tour !
Ich hab' nicht gesagt, dass Bush besser singen kann. Ich höre aber seine Stimme lieber als die von Belladonna.
Format
Homepage: