Porträt

laut.de-Biographie

Angelo Branduardi

"Mit einem Aussehen, das jedem Friseur Angst einflößt, mit seiner evokativen Stimme und Musik, mit antiken Instrumenten und magischen Geschichten über Natur und Legenden hat sich Angelo Branduardi seit der Mitte der 70er Jahre einen Namen gemacht", fasst der italienische Geiger und Sänger auf seiner Homepage treffend seine Karriere zusammen.

Italienisch? Zwar kommt Branduardi 1950 bei Mailand auf die Welt und verbringt seine Jugendjahre in Genua, um an der Musikschule Geige zu lernen, doch definiert er sich als "Italiener, Kelte und Jude", hat auf Französisch, Italienisch, Deutsch, Englisch und Esperanto gesungen und scheint die meiste Zeit damit beschäftigt zu sein, neue Alben vorzustellen und durch Europa zu touren.

Auch wenn er sich bei dieser Definition unwohl fühlt, ist Branduardi so etwas wie ein mittelalterlicher Barde, der wandernd Geschichten erzählt und seine Zuhörer mal belustigt, mal nachdenklich stimmt. Sein Repertoire umfasst dabei Pop-Produktionen wie seine Anfangsalben oder "Domenica E Lunedì" und "Il Dito E La Luna" aus den 90er Jahren, aber auch Volkslieder mit antiken Instrumenten ("Futuro Antico I, II, III") und Soundtracks, darunter den für Michael Endes "Momo". 2000 vertont er Gedichte Franz von Assisis, auf seinem 2003er Album "Altro E Altrove" stellt er dagegen Liebeslyrik aus aller Welt vor.

Was auch immer er im Gepäck mitbringt, Branduardi kann sich auf eine treue Gefolgschaft und gefüllte Hallen freuen. Den Erfolg seiner Musik erklärt er metaphorisch: "Sie ist Knoblauch. Ein eigentümlicher Geschmack, den man sofort erkennt und ihn entweder mag oder nicht, dazwischen gibt es nichts. Aber Gott sei Dank mögen die meisten Leute ja Knoblauch".

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