Porträt

laut.de-Biographie

Andromeda

Der Name Andromeda scheint bei Bands relativ beliebt zu sein. So entscheidet sich auch der schwedische Gitarrist Johan Reinholdz, eine so betitelte Combo ins Leben zu rufen. Ihm zur Seite stehen Drummer Thomas Lejon, Basser Gert Dunn und Keyboarder Martin Hedin.

Schon allein von den akustischen Stücken lassen sich 1999 die Verantwortlichen beim damals noch hauptsächlich auf Death Metal spezialisiertem Label War Music überzeugen. Über War Music stößt die Band auf den ehemaligen Darkane-Shouter Lawrence Mackrory, der nicht nur brüllen, sondern auch verdammt gut singen kann.

Das beweist er auf "Extension Of The Wish", das Produzentenguru Daniel Bergstrand (In Flames, Meshuggah, Strapping Young Lad) während der Aufnahmen überwacht. Das Debüt erscheint in Schweden schon im November 2000, in Europa und den USA übernehmen Century Media den Vertrieb ab Mai 2001.

Musikalisch bewegt sich die Band irgendwo zwischen Dream Theater, Fates Warning und Enchant. Da Lawrence nie als festes Bandmitglied gehandelt wurde, suchen Andromeda nach einen dauerhaften Frontmann, den sie schon Ende 2000 in David Fremberg finden. Ehe sie mit Evergrey in Frankreich unterwegs sind, mischt Johan noch bei Opus Atlantica mit. Dort sind auch Mitglieder von den Flower Kings aktiv.

Wieder daheim, beginnen Andromeda mit den Aufnahmen zum nächsten Album, müssen sich aber mit Line-Up-Problemen herumkloppen. Zwischenzeitlich steigt Johan bei Non Exist ein, der Band um den ehemaligen Arch Enemy-Shouter Johan Liiva und Dark Funeral/Raised Fist-Drummer Matte Modin. Neuer Mann am Bass bei Andromeda ist inzwischen Fabian Gustavsson.

Die zweite Scheibe "II=I" erscheint im März 2003. Derweil wurde das Debüt in Frankreich schon lange neu aufgelegt, nachdem David die Songs neu eingesungen hat. In Deutschland dauert es noch bis 2004.

Die Songs auf "II=I" fallen eine ganze Spur härter aus als auf dem Debüt. Einige Riffs gehen schon beinahe in die Ecke von Meshuggah. Leider gibt es im Anschluss an die Veröffentlichung keine größere Tour der Band. Fans müssen sich zunächst in Geduld fassen, da Johan kurz bei Skyfire für deren Spanientour einsteigt.

Der nächste Streich von Andromeda hört auf den Namen "Chimera" und erscheint in Japan bereits Anfang 2006. Da für Europa noch Verhandlungen mit einem Label laufen, wird es hier Ende Juni, ehe die Scheibe über Massacre Records auch im Rest der Welt auf den Markt kommt.

Zu dieser Zeit hat die Band aber schon wieder Material für das nächste Album bereit, weshalb man annehmen könnte, dass es dieses Mal schneller etwas Neues zu hören gibt. Ein Trugschluss, wie sich bald herausstellen soll.

Doch zunächst zeigen sich Andromeda richtig fleißig und nehmen auf ihrer Europatour in Katowice Material eine Live-DVD auf. Die stellen sie bis Ende 2006 fertig und machen sich im neuen Jahr endlich an die Arbeiten zum vierten Album.

Die USA ziehen im September die erste Veröffentlichungsoption, und so nach und nach finden sich rund um den Erdball diverse Labels, die "The Immunity Zone" veröffentlichen. Allein Europa ziert sich etwas, erst mit dem kleinen Label Silverwolf Productions hält die Scheibe Ende Februar 2009 auch hier in Deutschland Einzug.

Mit "Playing Off The Board" schieben Andromeda 2009 ein Livealbum ein, um die Zeit bis zum nächsten Studiowerk ein wenig zu überbrücken. Dieses erscheint unter dem Titel "Manifest Tyranny" Ende November 2011 und ist das letzte für Basser Fabian. Er gibt seinen Job nach den Aufnahmen an Linus Abrahamson ab.

Alben

Andromeda - Chimera: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 Chimera

Kritik von Michael Edele

Ein Schelm, wer hier an Enchant denkt. (0 Kommentare)

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