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Erst heute, mit einigen Jahren Reifezeit, lässt sich festhalten, wie einschneidend "Worlds Apart" für den Ist-Zustand dieser Band eigentlich war. Seinerzeit brach eine bis dato schon in höhere Sphären gelobte Noise/Artrock-Formation aus Texas aufs Schönste mit dem eigenen Fundament. Die POP-Fanfaren hielten mit dem vierten Album Einzug, und wer mag, denkt sich jeden Großbuchstaben nochmal in Potenz dazu.
Die Arrangements waren kompakter, die Orchestrierung ausladender, Witz, Ideen und Dynamik noch pointierter geworden. Dieses übergeschnappte Geistesblitz-Sammelsurium erweiterte die Flügelspannbreite der Anhängerschaft beträchtlich. Der Stamm der Alternative-Rocker musste ein Stühlerücken im Trail Of Dead-Fanclub über sich ergehen lassen, damit Indies und Popkultur-Referenten Platz fanden.
Was auf diesen Geniestreich folgt, sind im Grunde Nachwehen: erst eine "Worlds Apart"-Reprise namens "So Divided", welche auf Rezeptionsseite zwar nicht so kolossal einschlug, aber die Idee von Prog-infizierten Gitarrenhymnen voller Poprafinesse konsequent weiterführte; und jetzt also der obligatorische "Befreiungs-Release".
Ihr Majorlabel-Vertrag ist Geschichte, ebenso der alte Vorsatz, im Studio stets auf sämtliche modernen Produktionsmittel zurückzugreifen. "Es gibt auf der gesamten Scheibe nicht einen Moment, in dem wir versucht haben Songs zu schreiben, die man im kommerziellen Radio hören könnte", tönt Conrad Keely. "Wir wissen, dass Singles den Markt beleben, aber uns ist das egal."
Ganz so trotzig-obsolet gegen Mainstream und Eingängigkeit agitiert klingt "The Century Of Self" zum Glück nicht. Vielmehr versuchen sich Keely, Jason Reece und Kevin Allen an einer Synthese ihrer Trademarks Pomp-Rock und Epic-Pop. Dabei wird bereits nach der ersten Albumhälfte überdeutlich, dass das Gesamtresultat an dieser Ambition scheitern muss.
Die Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln äußert sich zwar akustisch in einer beeindruckenden wall of noise, trotzdem weckt das eher mäßige Songwriting nostalgische Gefühle an vergangene Kunststücke. Wie auf allen Trail Of Dead-Werken schieben die Texaner einem instrumentalen Intro einen klassischen, breitbeinig-shoegazenden Noiserocker hinterher.
Anstatt aber im Anschluss Gewalt gegen dynamische Finesse einzutauschen, bratzen "Far Pavilions", "Isis Unveiled" und Konsorten völlig schematisch nach vorne. Geschichtsbewusstsein besitzen diese Knallbonbons insoweit, als dass sie zusätzlich die Opulenz der letzten beiden Releases besitzen. Ungeachtet des Verzichts auf Samples und Orchester verladen sie jedoch insgesamt zu viel Gepäck. Die Crescendo-Gitarren und fettschwartigen Drumkaskaden strengen ob mangelnder Ruheinseln eher an.
Melodieseligkeiten wie im "Halcyon Days"-Break finden sich zu selten. Leider weiß auch die zweite, harmoniesüchtigere Seite des Albums nicht voll zu überzeugen. Auch hier fehlt das pophistorische Augenzwinkern eines "Let It Dive", das mancher im Britpop verortete, oder anrührende Festgesänge à la "How Near How Far".
Fans der rockistischen Bandmomente werden mit "Century Of Self" am ehesten glücklich werden, selbst wenn "Source Tags & Codes" da erste Wahl bleibt. Freunde des allzeit unberechenbaren Größenwahns der Texaner müssen sich an Historisches halten. Das Schisma Rock/Pop, dass "Worlds Apart" und "So Divided" schon im cleveren Titel trugen, kann dieser jüngster Streich jedenfalls zu keiner Zeit überwinden.
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da hatte jemand aber einen schlechten tag... musik ala trail of dead muss man bewusst genießen wollen und sich nicht ins kritikerhirn pressen. das kann ja nur stressen
aber nicht nur 3/5, ok? nur so zum vergleich: jenifer rostock haben auch 3/5 bekommen... das is, als ob man kaviar mit fischstäbchen gleichsetzt. das kommt beides lecker, aber kaviar is nun ma haute cuisine
Man muss Platten auch immer im Kontext eines Gesamtoeuvres bewerten.
Da kann man dann unter Umständen einer so tollen Platte, wie "Century of Self" auch gerechtfertigterweise nur 3 Punkte geben. Denn an "Sourcetags & Codes" kommt halt so schnell nichts ran.
Wenn man sieht was alles eine 4 bekommt ist es mindestens eine 5!!!!
ich hörs gerade... erinnert mich an ihre früheren sachen auf so eine verschrobene art
geil
Meine Rede! Der beste ToD-Output seit Source, Tags & Codes. Aber laut.de weiß es natürlich besser 
Gute Kritik, da steckt schon manch Wahres drin.
Aber 3 Punkte sieht nach Mittelmäßigkeit aus und das war ToD nie, auch nicht mit diesem Album. Im Vergleich mit So Divided und Worlds Apart mag die Wertung stimmen, nur: Die beiden hätten eben genauso einen Punkt mehr verdient gehabt 
find das album sehr gut und es wächst stetig. bin der meinung, dass worlds apart mindestens genauso grandios wie source tags & codes ist und sich dieses neue album gut einreiht.
überhaupt haben mich ...and you will know us by the trail of dead nur einmal enttäuscht und das war mit ihrem album "so divided".
überaus interessante band, großartige musiker.
an 3 von 5 punkten kann ich mich nicht anschliessen.
und bevor ichs vergess: century of self hat ein tolles artwork.
najas "so devided" war schon echt ne umgewöhnung muss ich sagen. aber ich find die scheibe (fast;P) ebenso grandios wie "source tags and codes" und "worlds apart" . nur halt anders. nur das artwork war nich mein geschmack. hat mich immer an wow oder son mist errinert^^ da sieht das vom neuen schon wieder weitaus besser aus
Von So Divided war ich total enttäuscht, als mich neulich scumsurfer wegen meines Votums bezüglich Worlds Apart gerüffelt hat, bin ich in dieses Album noch einmal eingestiegen und finde es wieder großartig, ganz im Gegensatz zu So Divided. Und "anders" heißt nicht immer grandios, drei bis vier Stücke fangen gut an und verlieren sich nach 4-5 Minuten in Kreativlosigkeit. Und eine Originalversion braucht Witch's Web jetzt auch nicht unbedingt. 
Eight Day Hell und So Divided als Übersongs reichen leider nicht aus.
"source tags and codes" war auf grund seiner brachialen monstrosität schön, "worlds apart" weil es ein einfach perfekt durchkomponiertes stück indierock ist. "so divided" war leider einfach etwas nichtssagend, gute ideen verloren sich (wie daniel bereits meinte)..
am ende blieb fast nichts.
jetzt muss ich mich mal an "the century of self" wagen. ich schätze es wird sich zwischen "source tags and codes" und "so divided" einreihen.
Ich höre es grad und finde es grandios. So jedenfalls der erste Eindruck. Monströs wie So Divided, aber bei vielen Stücken eher auf den Punkt gebracht. Isis Unveiled als bester Track seit Will You Smile Again?. Mal sehen, wie sich das Album in den nächsten Runden so schlägt. 
3/5 ist ein Unding von einer Bewertung! Dabei deutet es der Autor schon an und beschreibt ja, dass "The Century of Self" eher die Rock- als die Pop-Fraktion zufrieden stellen wird. Er gibt aber die Bewertung aus Sicht eines Pop-Fans ab. Das führt eben dazu, dass das Review nicht einmal annähernd Orientierungswert für Trail of Dead-Fans besitzt. Ich bin der Meinung man muss Alben für das bewerten was sie sein sollen. Der gesellschaftkritiche Bezug zur Dokumentation "The Century of the Self" macht doch deutlich, dass dieses Album eine Absage an die Kommerzialisierung des Pop sein soll. Wieso werden dann mangelnde Pop-historische Bezugspunkte als Kritikpunkt angegeben bei einem Album welches vollkommen bewusst auf solche scheißt!? Am besten nochmal anhören, dann nochmal nachdenken, dann die Doku sehen, dann nochmal nachdenken und dann nochmal das Album hören und dann die Bewertung auf 5/5 erhöhen!!!
Hier sind ja wieder die alternativen Musikweisen unterwegs. Das Album ist absolut durchschnittlich und kann "Source Tags & Codes" nicht das Wasser reichen. Die Bewertung geht voll in Ordnung und ich bin froh, dass es auf laut.de nicht jede alternative Platte von studentischen Mensatofuessern in ihrer Hysterie mit 5 Punkten bewertet wird.
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