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Blinde Hühner finden manchmal auch ein Körnchen, oder taube Musikredakteure ein musikalisches Kleinod. So geschehen, als am 18. September diesen Jahres eine gewisse Amy Winehouse auf dem Festival des formatierten Radiosenders SWR 3 zwischen den bereits gestandenen Maroon 5 und Joss Stone unter dem Schwachsinns-Banner "New Pop" auftritt.
In Großbritannien ist die junge Dame bereits eine relativ große Nummer mit Brit Award- und Mercury Prize-Nominierung im Stammbüchlein. Dass es dabei nicht bleiben wird, offenbart "Frank" nachhaltig. Eine derart lässige Verschmelzung von Soul, Jazz, Blues, Hip Hop und Pop hat die Musikwelt lange nicht mehr gesehen. Und dabei war das Mädel bei Veröffentlichung der Platte in ihrer Heimat im Oktober 2003 gerade einmal 19 Lenze alt.
Eigentlich müsste jeder Black Music-Freak bei der Winehouse-Melange abgehen wie Schmidts Katze. Mit einem Babubuiju-Intro zum Abgewöhnen beginnt der Reigen etwas verhagelt, dann gehts aber so was von los. Einem Teenager ist ein derart nach Metropole klingendes Album kaum zuzutrauen. Da blinken die Lichter der Großstadt bei Nacht aus jedem der elf (inklusive "Cherry" zwölf) Songs, rauchiges Barjazz-Ambiente inklusive ("You Sent Me Flying").
Producer Salaam Remi, der an den Nas- bzw. Fugees-Großtaten "God's Son" und "The Score" herum bastelte, verhilft den flotteren Tracks zu angenehmer Clubtauglichkeit. "In My Bed" profitiert dabei am meisten. Wie eine Federboa nimmt Amy Winehouse die Beats und Conga-Akzente auf und schlingt sie sich verführerisch um den Hals.
Arrangements, die sich nicht unerheblich in der Musikgeschichte bedienen, aber dennoch jederzeit moderner als modern klingen, machen es Musikhörer aller Genres leicht, in die Kompositionen hinein zu finden. Das unbestechlichste und beeindruckendste Merkmal an "Frank" tönt jedoch mit Amys unglaublich abwechslungsreichem, lasziv rauchigem Gesang durch den Äther. Etwas gewöhnungsbedürftig zwar, aber falls man Gefallen an ihrer Art zu singen findet, hat es die CD ganz schön schwer, wieder aus dem Player zu kommen.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
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Frank | €5,54 | €3,95 | €9,49 |
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Frank | €9,95 | €3,90 | €13,85 |
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Frank (Deluxe Edt.) | €14,99 | €3,95 | €18,94 |
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Frank (Vinyl) | €19,95 | €3,90 | €23,85 |
Hi,
was haltet ihr von Amy Winehouse - Frank. Ich finde ihr Album ziemlich gut; ähnlich gut wie Joss Stone - Mind, Body & Soul und Alicia Keys - Songs in a minor. Mir gefällt vor allem die Mischung verschiedener Genres...
Eure Meinungen interessieren mich.
thx
Schwer begeistert. Ein herb-jazziger, feiner, eigenständiger Stil. Im Vergleich zu den anderen beiden genannten Sängerinnen meiner Ansicht nach völlig unterschätzt. Dazu noch überaus interessante, nachdenkliche und irgendwie genre-untypische Texte...
nur mal um missverständnissen vorzubeugen: ein meilenstein kann ernsthaft nur für platten in betracht kommen, die bislang nicht rezensiert wurden. sonst hätte man ja zwei weblinks. wäre auch inhaltlich merkwürdig.
Anwalt: Ah, echt? Krass.. das heißt ihr habt all diese großartigen und wichtigen Platten zuvor NICHT gereviewt? Wow.. Aber ich muss Dir widersprechen, auch bereits gereviewte Alben können nachträglich Meilenstein-Status und ggf. eine neue Review erhalten (unter einem Weblink) - was spricht dagegen?
ca. 5.000 unbesprochene Meilensteine. Wenn die mal 2035 durch sind, können wir drauf zurück kommen.
Bodi: arbeitest Du bei laut.de? Zudem ist Dein Posting nicht zielführend, es ging am Beispiel dieses Albums darum, ob auch bereits bestehende Reviews nachträglich zu Meilenstein-Alben gemacht werden können (mit oder ohne zweiter Review).
Siehst Du Ulf, ich hab doch gesagt, es ist sinnlos mit ihm zu reden. Verlorene Lebenszeit.
Bodi, sag mir warum man Reviews nicht auch nachträglich einen Meinlenstein-Status und ggf eine neue Review unter einem Link zuordnen kann oder schweig, hm? Dass es immer unendlich viele potentielle Meilenstein-Kandidaten gibt und geben wird ist wohl hoffentlich eh jedem klar. Und dann halte Dich doch bitte aus der Anwältlichen-Lauti-Beziehung raus, Ulf weiß schon selbst wann er wie mit mir reden kann. Danke.
Weil das Ziel der Meilenstein Serie ist, Alben die die Musikgeschichte oder zumindest das Leben von Laut.de Mitarbeitern nachhaltig verändert haben und die hier noch nicht besporchen wurden, mit einer Review zu würdigen.
Und dazu gehören eben Platten vor 1998 (ja, die wurde noch nicht besprochen, weil da gab es noch kein laut.de), die noch nicht als irgendwelche Special Editions bewertet wurden.
Damit bleiben immer noch verdammt viele übrig, denen man Aufmerksamkeit schenken kann und die diese Verdient haben.
Wenn die alle durch sind kann man sich auch mal um die jüngeren Werke kümmern. Wie gesagt, ca. 2035.
Das wurde hier wirklich schon mehrfach durchgekaut.
Soso, so sieht also die Abarbeitung aus. Gut, kann ich mit Leben, Danke. Dennoch spräche wohl nichts dagegen theoretisch auch jetzt schon neuere oder bereits besprochene Werke mit (einem Link) mit aufzunehmen. Aber macht ihr mal, schon ok. Ich erinnere dann 2035 nochmal an diese Platte, aight? 
Und weil Du so ein liebes Kerlchen bist, hab ich extra für Dich auch noch den Schuh-Plattler zu dem Thema rausgegraben:
http://www.laut.de/Schuh-Plattler/Long-live-Sonic-Youth!/24-10-2011#



Anwalt: okok, lassen wir das. Ja, es ging mir um sowas wie Alben-Gerechtigkeit
Das mit dem Standpunkt des Erst-Autors leuchtet mir ein. Btw eine Frage: Darf ich zu einem ganz bestimmten bisher sträflich vernachlässigten Album und Künstler eine (Meilenstein)-Gast-Review schreiben? Bütte!
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