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"Amewu, Mann, was ist mit deinem Album?" Eine Frage, die angesichts der Tatsache, dass sich der Mann bereits seit zehn Jahren doubletime quer durch die Berliner Freestyle-, Grime- und Dubstep-Szenen rappt, schon mal gestattet sein muss.
Zumal der Beschuldigte sie persönlich aufwirft - und gleich selbst beantwortet: "Ich hab' mir Zeit gelassen, hab' es reifen lassen / Okay, ich gebs ja zu, ich habs auch schleifen lassen." Konfrontiert mit dem Resultat bleiben einem Vorwürfe jedoch im Halse stecken.
Amewu leistet "Entwicklungshilfe" der edelsten Sorte, vereint in seinem Debüt die besten Aspekte, die Rap zu bieten hat: Gehalt, Technik und ebenso ansprechende wie ungewöhnliche Beats. Für letztere sorgt eine Hand voll Produzenten, die den gängigen Hörgewohnheiten gegenüber erfrischende Gleichgültigkeit an den Tag legen.
Auf Squils unwirklich waberndes, gedehntes "Intro" kracht das nüchterne Hämmern der "Maschine", dem Acht zusätzlich sirupartig tropfende Bässe verpasst. Ebenfalls von Acht, diesmal etwas dicker aufgetragen: die Streicher in "Universelle".
Labelkollege Zenit garniert den Chorus von "Viele Rapper" mit wohl gesetzten Bläsern. Mit Chaosfaktor an den Reglern knarrt, knarzt und klackert es: Die "Finsternis" streckt die Fühler in Richtung Drum'n'Bass aus, während an anderen Stellen perlende Saitenspielereien, Piano, Drums oder Flötentöne unterkommen.
"Ich spucke die Wörter auf den Takt und bitte die Beats sie zu tragen", heißt es in "Freak". Die Instrumentals erfüllen diesen Wunsch durchgehend, illustrieren die Texte durch musikalische Umsetzung des Gesagten und kippen dabei immer wieder aus dem vertrauten Rahmen des Üblichen.
Trotz des Detailreichtums geht es vielerorts reduziert, zuweilen gar minimalistisch zu. Kleine Einsätze erzielen eindrucksvolle Wirkung, entfalten sich zu betörend atmosphärischem Beiwerk für einen MC, der nicht nur eine Menge zu erzählen, sondern zudem die seltene Fähigkeit besitzt, seine Themen adäquat zu verpacken.
Auch, wenn er mit harscher Kritik an der Kollegenschaft ("Viele Rapper", "Get Rich" oder "Image") nicht hinter dem Berg hält: Statt eines mahnend erhobenen Zeigefingers demonstriert Amewu Scharfsinn und Beobachtungsgabe. Die richtet sich oft genug auch ins eigene Innenleben, ohne dabei in transusige Melancholie abzugleiten.
Dem schiebt allein schon die beachtliche Technik einen Riegel vor: In atemberaubender Geschwindigkeit rattert sich der Berliner mit gelegentlicher Unterstützung durch Team Avantgarde, Wakka, DJ Werd oder Chefket durch wortreich aufgespannte Szenarien, präsentiert sich als "Maschine", als "Freak", als Dauergast im "Land Der Freshness", schlicht: als Toprapper.
Dass sein Vortrag, der jagenden Geschwindigkeit geschuldet, gelegentlich ein wenig monoton, die Angelegenheit auf Longplayer-Dauer stellenweise etwas ermüdend gerät: nur ein kleiner Abstrich im exzellenten Gesamtbild, das "Wasauchimmer" um die Ahnung bereichert, dass sich Amewus Fertigkeiten keineswegs im Studio erschöpfen: Nö, der bringt das auch auf der Bühne - genau so.
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Das is' der Übertrack.
Sonst noch live:
http://www.youtube.com/watch?v=P4vP68PJt28&feature=related
Und 'n anderen Song:
http://www.lastfm.de/music/Amewu/_/Der+Universelle?autostart
Auch witzig: ich komme zum Arbeiten, natürlich Musik auf dem Ohr, Gris in dem Fall. Eine neue Mitthekerin fragt mich, was ich höre, ich sage "ach, Berliner Rapper, wirst du wohl nicht kennen".. ein kleines Blitzen in ihren Augen, und sie meint - hey, Berliner Hiphop, da musst du unbedingt mal Amewu anhören.
Ich: 
Sie: 
Ich: Kenne ich, liebe ich. Auf sein Album warte ich jetzt schon seit Ewigkeiten, das wird DAS Ding..
Sie:
Mein Freund zieht bald mit ihm in ne WG..
[url=http://www.youtube.com/watch?v=_7ogvloVeHY&feature=related]Hier ist er übrigens mit Amewu auf der Bühne...
So klein ist die Welt. 
Dopstens!
Amewu fickt alle Features, die aber auch nicht gerade schlecht sind.
Die Beats sind durchgängig im bekannten Style. Jedoch sind "Image" und "Land der Freshness" mit einem ungewöhnlich offenen, "herzlichen" Beat versehen und "Thin Line" hat Ami-Anleihen, allerdings auch mit englischsprachigem Part.
Die besten Tracks sind meiner Meinung nach die bekannten "Universelle", "Maschine" und "Hoffnung", neben dem vielleicht durch Live-Videos bei YouTube auch bekannten "Wasauchimmer", sowie "Finsternis" und "Sterben".
Eigentlich bleibt kein Ausfall. Lediglich gefallen mir textlich mehr die deepen Sachen, bestes Beispiel für einen deepen Track stellen "Sterben" und "Finsternis" dar. Daher ist es schade, wenn Amme zu viel über andere Rapper rappt.
Aber auch "Get Rich" mit Fifty-Anleihe ("get rich and die lyin'"), "Viele Rapper", eine Stellungnahme zur Rapszene ("viele Rapper reden zu viel, aber sie rappen/denken zu wenig") und die Prise Gesellschaftskritik ("Einzelkampf") wissen sehr zu gefallen.
Die in meinen Ohren am schlechtesten weggekommenen Tracks sind die mit Featureparts. Eine wahre Flow- und Textgranate (auch bei nicht der höchsten Geschwindigkeit) findet sich mit "Finsternis" auf dem Album wieder!
5/5 nach 3-4 maligem Hören.
leider schon ne menge vor über 2 jahren live gehört.
textlich ist er unerreicht und auf einer ganz anderen ebene.
technisch auch eigentlich, nur ein paar passagen sind holprig
und schwer zu verstehen (gut, er rappt fast immer doubletime).
man muss sich konzentrieren, was nicht schlimm ist.
wenn ich legastheniker hören will, hole ich mir anregungen
aus dem hiphop-forum.
die features gefallen mir nicht, bis auf chefket.
"get rich" ist mein fav und "image" habe ich schon beim ersten mal
nach einer minute geskippt, obwohl der beat exzellent ist..
wie auch alle anderen auf der platte, großes tennis!
habe ich so noch nicht gehört aus deutschland.
Jetzt ein paarmal reingehört, wirklich exzessiv gehört habe ich es allerdings noch nicht.
Die Beats sind der pure Wahnsinn, die Texte sehr interessant, und technisch auf höchstem Niveau. Irgendwas fehlt mir bislang dennoch, ich kann aber nicht sagen, was. Wenn ich jetzt Punkte geben müsste, wären es 3,5/5 - die Wahrscheinlichkeit, dass es in ein paar Durchgängen mehr sind, ist aber absolut gegeben. Schon ein ziemliches Gerät!
Ich denke auch kaum, dass dieses Jahr noch irgendwas an das Album rankommt. Ich wünsche es mir zwar, aber glauben kann ichs ehrlich nicht. Das Album hat einfach keine richtigen Hänger, die Beats sind fresh und abwechslungsreich, noch dazu passen sie meist perfekt zu Amewu. Die Feature-Parts sind nichts überkrasses, aber auch nicht schlecht, Chefket ist da am coolsten.
Favoriten-Tracks:
Einzelkampf, Universelle, Finsternis, Freak feat. Wakka, Sterben, Freiheit feat. Chefket, Hoffnung
Bin nicht gerade von den Socken, aber sis auf jeden fall überdurchschnittlich.
"Maschine"-bester Track.
kann ich persönlich nix mit anfangen.
wirkt auf mich wie ein phrasendrescher, dessen großteil der hörer sich aus marsimoto- und -platzhalter für irgendeinen rapper, der nur phrasen drischt-fans rekrutieren, die sich aufgrunddessen, dass er es durch die vortragsgeschwindigkeit schafft, doppelt so viele phrasen zu dreschen wie jeder normalgeschwindigkeitsakrobt, für doppelt so intelligent halten wie die fans des normalgeschwindigkeitsakrobats.
außerdem wirkt sein vortrag auf mich technisch sehr durchwachsen.
nein:
http://www.youtube.com/watch?v=9Nl-F3qMv0A
ja:
http://www.youtube.com/watch?v=txJgunh3uRI
=)
brauchst du auch nicht, weil ich marteria bloß bzgl. eines teils des soundbildes
der track, den ich verlinkt habe + das snippet empfinde ich als pure phrase.
nun gibt es ja mmn. zwei arten von phrasen - einmal die, bei denen mind. ich mir denke, "shit, so ist es", weil die eben nicht jeder hat und absolut zutreffen (z.b. pi) und die tausendfach gehörten.. jeder gangsterraper, der die worte "ghetto", "asphalt", "beton", "narbe im herz", etc. verwendet, ist für mich ein phrasendrescher - und jedes pseudo-individuum, das aussagelose lines wie "es gibt viele perspektiven als ganzes zu betrachten, aber keine sagt dir ja so ist es" raushaut, ist ebenfalls so innovativ wie ein azad, der zum drölften mal die nordwestfaust auspackt, wo wir wieder bei meinem eigentlichen kritikpunkt angekommen sind - ich finde, hiphop-deutschland ist zu anspruchslos, ansonsten würden künstler wie amewu von experten nicht abgefeiert werden. das ist einfach nichts besonderes.
und ja, natürlich drescht jeder irgendwo mal phrasen, aber ich entdecke in den sachen, die ich jetz gehört habe, nix innovatives.
und ja, rap muss innovativ sein.
Wie kann man vor allem nichts anderes als Deutschrap hören, wenn man ihn doch so anspruchslos findet? Wie kann man einen Rapper ohne Phrasen herbeisehnen, sein Geld aber gleichzeitig in Bushido investieren? Und warum spricht man Acts wie Amewu ihre Innovativität ab, wenn man nicht einmal in der Lage ist, jemanden zu nennen, der vorher etwas auch nur ansatzweise ähnliches gemacht hat? 
lass ihn doch mal überlegen.
vielleicht fällt ihm ja auch noch einer ein.
... sowas wie "hip hop-deutschland ist anspruchslos geworden" rangiert allerdings durchaus auch in der phrasenklasse, wenn man keine alternativen nennen kann.
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