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Unplugged-Konzerte sind nach wie vor in. Sie offenbaren das künstlerische Handwerkszeug der Beteiligten und trennen die Spreu vom Weizen. So nackt zeigt sich nur, wer auch ohne elektrische Unterstützung eine ordentliche Performance hinbekommt. Alicia Keys ist so ein Kaliber. Das dritte Album ihrer Karriere widmet sie deshalb der Königsdisziplin "Live & Unplugged".
Mit Streichern, Chor, Bläsern und allem, was sonst noch unverstärkt Krach macht, verwandelt sie ihre bekanntesten Titel in Akustikversionen. Mit von der Partie "A Woman's Worth", "You Don't Know My Name", "Fallin'" und all die anderen Highlights ihrer beiden Longplayer.
Das eigene Repertoire ergänzt Keys mit dem Rolling Stones-Klassiker "Wild Horses" (im Duett mit Maroon 5-Sänger Adam Levine), dem Aretha Franklin-Stück "Every Little Bit Hurts" und "How Come You Don't Call Me" von Prince. Am Ende ihrer Show darf man außerdem dabei sein, wenn sie mit Unterstützung von Damien Marley und den Gastrappern Mos Def und Common die Hip Hop-Hymne "Love it Or Leave It" in eine "Welcome To Jamrock"-Party verwandelt.
Trotz aller Bodenständigkeit und Kreativität, die in diesem Akustik-Projekt steckt: Alicia Keys macht mit den Möglichkeiten, die modernes Studioequipment bietet, deutlich mehr Spaß. Die Unplugged-Arrangements verlieren in der Live-Umsetzung gegenüber ihren Studiovorbildern. Oder sagen wir so: sie erzeugen eine andere Stimmung! Sehr skelettiert erscheinen die Songs. Das Fleisch, das ihnen die Studiotechnik an die Rippen schmiedet, tut den ohnehin schon reduziert arrangierten Songs gut.
Aber es gibt genügend andere Stimmen, die "Unplugged" intime Sympathie und perfekte Umsetzung bescheinigen. Von beeindruckenden Versionen und spektakulären Arrangements berichten meine Kollegen. Ich persönlich kann die Euphorie aus genannten Gründen nur bedingt teilen. Zu meinen Highlights zählen deshalb nicht die Adaptionen ihrer großen Hits, sondern "If I Ain't Got You", das mit Klavier, Chor und Stimme inszeniert wird, und "Streets Of New York". Das Spoken Word-Experiment gereicht einer Ursula Rucker zur Ehre und passt perfekt in den Akustik-Rahmen.
Erhältlich ist das ambivalent bewertete Ereignis in verschiedenen Ausführungen. Als reine Audio-CD, als DVD oder als CD/DVD Box. Es ist also für alle Interessenlagen gesorgt, wenn Alicia Keys dazu einlädt, ihre künstlerischen Fähigkeiten akustisch zu überprüfen. Die bestreitet natürlich niemand. Ob man die Hoffnungsträgerin des R'n'B also lieber angezogen im Studiokleid oder nackt und unplugged genießt, bleibt jedem selbst überlassen.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
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Unplugged (Alben Für Die Ewigkeit) | €8,99 | €3,95 | €12,94 |
Ich kann dem lautuser nur zustimmen, das hier ist ein Stück Musikgeschichte und verdient 6/5 Sternen.
Weitere Fehler in der Review:
- Damian statt Damien
- Alicia ist keine Hoffnungsträgerin des RnB, sondern der globalen Musik an sich, jawohl!
- Ich küsse den Boden auf dem sie läuft
- Den Songs fehlt es an gar nichts, sie sind anders, aber nicht im geringsten weniger grandios als die Albenversionen.
- Selbst die Coverversionen wirken so als wären es schon immer Alicias ureigenste Songs gewesen
- Wir benötigen dringend, analog zu den Fantas, ein unplugged 2.0 mit Material der letzten 7 Jahre.
push für alle denen dieses Goldstück an Konzert bisher entgangen ist. Es könnte euer Leben verändern - ich musste vor Glück weinen, true Story.
Gern geschehen. 
Genius
Alicia Keys - Unbreakable (Unplugged)
http://www.slack-time.com/music-video-403-Alicia-Keys-Unbreakable
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