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Das Wort "tough" beschreibt Alicia Keys möglicherweise am besten. Eine starke Frau, die genau weiß, was sie will. Und wie sie dort hin kommt. Deren Texte vom Mut erzählen, den man als Frau in dieser Welt braucht, die aber auch zum Thema bedingungslose Liebe einiges zu sagen weiß. Selbst wenn diese Stärke sie vordergründig hart wirken lässt, sie mit Gerüchten über eine angebliche Homosexualität kämpft - Alicia bringt das nicht von ihrem Weg ab.
Ihrer Kindheit im New Yorker Stadtteil Hell's Kitchen verdankt sie die harte Schale. Aber in ihrer Musik offenbart sie stets auch den weichen Kern. Und obwohl sich auf dieser Platte auch die so bewährten klavierbegleiteten Balladen wie "The Thing About Love" wiederfinden, tritt das bekannte Instrument hier öfter einmal in den Hintergrund.
Schon das Intro macht deutlich, dass Alicia hier etwas Neues probiert. Zwar beginnt es mit einem klassischen Klaviersolo, bekommt aber ab Mitte der fast zwei Minuten Unterstützung von Schlagzeug-Beats, einer Prise Synthesizer und hört sich dabei an wie einer Mischung aus R'n'B und Rocktunes. Die nachfolgende R'n'B-Nummer "Go Ahead", die gewaltig auf die Tanzfläche schielt, klingt hingegen bekannt.
Im weiteren Verlauf der Platte weicht die Sängerin immer wieder von ihrem bisherigen Stil ab und zeigt sich ungewohnt experimentierfreudig. Noch ziemlich verhalten klingt der Wechsel bei der Bluesballade "Lesson Learned", bei dem Songwriter John Mayer sie auf der Gitarre unterstützt. Diese Linie behält sie auch bei den folgenden Stücken bei: Der Sound weicht zwar durchaus von der gewohnten Route Gewohnten ab, bleibt dabei aber immer noch unverkennbar Alicia Keys.
Den krassesten Ausreißer markiert "Where Do We Go From Here". Das Stück beginnt mit einer sehr leisen Frauenstimme, die erklärt, dass ihr Mann sie verließ. Alicia trauert hier um eine verflossene Liebe, allerdings zu einem sehr fröhlichen Sound, der irgendwo zwischen Folk, Blues und sogar etwas Swing changiert. Mag beim ersten Mal verwirren, doch allein die Flötenmelodie entwickelt sich zum echten Ohrwurm.
In den rockigeren Momenten wie "I Need You" kommt Alicias Stimme mitunter kaum gegen die Soundwand an und verliert sich teilweise ein wenig darin. Die klassischeren Piano-Einlagen kommen in Form von "Superwoman", ein Tribut an alle starken Frauen dieser Welt, oder "Sure Looks Good To Me", ein Song über Mut, Freiheit und die Notwendigkeit der Individualität. Wie immer legt Alicia reichlich Gefühl in jeden Songmoment. Sie rutscht aber zum Glück niemals ins Pathetische ab, sondern bleibt authentisch.
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Ach du grüne Neue. Jetzt habe ich auch ein Review erwischt, dass ich sogar dann nicht unterschreiben würde wenn das Leben meiner Frau davon abhängen würde.
Schade. Aber nichts für Ungut, Frau Reichert. Die fünfhundert Worte einer Rezensentin können ja nichts an meiner Meinung von dieser LP ändern.
Nur 3 Punkte? Hier wurde wohl jemand völlig ungerechtfertigt für ihre "Experimentierfreudigkeit" abgemahnt.
Bin einer anderen Meinung als die Verfasserin des laut.de-Reviews.
Stimmt, sie hat etwas anderes versucht. Manche Keys-Fans werden es ihr verübeln, andere (einschl. meiner Person), die noch nie wirklich viel mit ihrer Musik anfangen konnten, werden angenehm überrascht sein. Die rockigen Elemente stehen ihr - meiner Meinung nach - gut. Mit einer Anzahl an radiotauglichen Songs hat sich Keys sicherlich dem Mainstream angenähert - aber so lange sie in einer anderen Liga wie Beyonce, Fergie, Scherzinger etc. spielt, kann ich damit gut leben.
Seid ihr eigentlich dieselben Leute, welche vom neuen Album im Stern oder im Feuilleton gelesen haben, wie toll das Album sei und was für eine wunderbare Sängerin Alicia Keys doch ist? Leute, das sind dieselben Produzenten und Songwriter, welche die Musik eurer Töchter machen. Alicia Keys ist für mich eine grenzenlos überbewertete Musikerin. Aber zu Zeiten, in denen ja die Stimme über alles entscheidet, hat so jemand natürlich Erfolg.
Das selbstgefällige Gelabere, was für neue Nuancen und Stile ihren Weg in die Musik gefunden hat, geht mir ebenso auf den Keks. Es ist dasselbe Stimmengeprolle, welches Plastiksängerinnen heute nunmal an den Tag legen, ohne Gespür für den Sound oder dafür, daß sämtliche Songs nach einer Woche wieder vergessen sind.
Ach, sorry. Ich mache mir sicherlich keine Freunde hier ^^ Aber sie ist für mich ein typischer Auswuchs des Kulturzerstörungsklimas, das bei Majors eben vorherrscht.
Scheint wir haben einen Hobbymusiker ohne jeglichen Erfolg aber mit hohem Neidfaktor hier... 
Das 5 Punkte-Schema scheint einfach nicht mehr zu funktionieren: Mit Sicherheit ist das Album nicht die größte Errungenschaft der Musikgeschichte, aber es hebt sich doch von sonstigen 3 Punkte-Platten, die man hier bei laut.de findet deutlich ab.

@gosa:
Lies doch bitte ma was ich über dir geschrieben habe...es ging nicht gegen Alicias Experimentierfreudigkeit sondern dagegen das sie sich auf dem Rest genauso anhört wie auf den Alben davor & stell dir vor, ich kenne sie!
@Ragism:
Ganz so harsch sehe ich die Sache nicht, immerhin schreibt & komponiert Alicia den Großteil ihrer Songs selbst & hebt sich schon etwas von der Masse der Beyoncés & Rhiannas dieser Welt ab, ABER sie entwickelt sich einfach nicht wirklich weiter in ihrer Musik.
Zitat:
"Schon das Intro macht deutlich, dass Alicia hier etwas Neues probiert."
Anscheinnd wiederholt Sie sich nicht. So wird es zumindest dargestellt...
Das erste, sehr gute Album von Alicia Keys, wurde ebenfalls nur mittelmäßig bewertet. Das 2. Album wurde mit 4 Punkten bewertet und das aktuelle, welches musikalisch eindeutig gehobener ist als der Vorgänger, erhält nur 3 Punkte.
Gut, diese ganze Punktevergabe kann man jetzt sehen wie man will und ist letzten Endes nur statistisches Beiwerk. Dennoch ist die Rezension, für ein mehr als nur mittelmäßiges Album, inhaltlich viel zu flach. Wäre das Album nicht in meinem Besitz, könnte ich NULL damit anfangen.
Die Bewertungen der Rezensenten sind doch - machen wir uns nichts vor - eher subjektiver Natur. Wie soll's auch anders sein? Hätte jemand anderer einen Review geschrieben, wären vielleicht 2 oder 4 vergeben worden. Beispiel: 1. Monrose-Album und 3. Keys-Album haben jeweils 3 Punkte bekommen. Sind denn beide Alben gleichwertig? Sicherlich nicht!
Zur Kaufentscheidung sollte man den Review nicht heranziehen, enthält er doch viel zu wenig Beurteilungen, Kritiken, ... Eine Begründung für die 3 Punkte hätte ich halt schon gerne im Review gelesen ... so wirkt die Punktevergabe dann doch etwas willkürlich. Nur weil in den rockigeren Momenten wie "I need you" ihre Stimme nicht gegen die Soundwand ankommt, gibt es 3 Punkte? Mir - ehrlich gesagt - zu wenig Begründung.
3/4 des Reviews führt nur Background-Infos an - hierfür kann ich mir auch das Starportrait durchlesen. Um zu erfahren, von was Keys auf dem Album singt kann ich mir auch die Texte herunterladen.
Die Punktevergabe sollte generell nicht allzu ernst genommen werden ... und schon gar nicht, wenn sie im Review nicht begründet wird. Ich stoße mich weniger an den 3 Punkten, sondern vielmehr daran, dass hier Review und Punktevergabe nicht zusammenpasst bzw. der Review keinerlei Inhalt hat.
Hier ist mein Review: Ich gebe dem Album 4 Punkte ... eine Begründung dafür gibt es nicht. 
ich fand die vorherigen Alben Klasse, das neue Album hat mich aber enttäuscht.
Sie fängt mit Go Ahead sehr stimmig an, lässt dann aber stark nach.
No One hört sich an wie "Where is the love" von den Black Eyed Peas.
Und Superwoman klingt am Anfang wie "No Woman no Cry", was ja irgendwo auch ironisch ist.
Wenn man nicht wüsste das es von Alica Keys ist, könnte man oft den Eindruck haben es ist Mary J. Blidge (das ist leider wenig positiv).
Aber ein paar schöne Songs sind auch drauf, sie hätte lieber nicht so viel experimentieren sollen.
[quote:38ec6d95d2="|Eclipse"]
Amy Winehouse' erste Scheibe war relativ jazzig, die zweite ist definitiv Soul. Ronson allerdings ist ja eigentlich ein Hip Hop-Producer/DJ und definitiv nicht dem Jazz zuzuordnen... aber natürlich mit Jazz/Rhythm'n'Blues Einflüssen zuhauf.
Aber wie auch immer: Das was ich von 'As I Am' bislang gehört habe, ist einfach nur blass. Schade, ich habe ihr letztes Album geliebt.
Sorry, aber ich halte Sharon Jones nicht unbedingt für innovativ. Ja, alles ist perfekt: der Sound, die Stimme, die Songs etc. Und ja, die aktuelle Platte wird mit Recht hochgelobt. Gleiches gilt für Amy Winehouse...
...Aber Alicia Keys kann man dem nicht gegenüberstellen, das halte ich für Unsinn. Schließlich geht es hier auch um moderne musikalische Einflüsse im Soul, dabei meine ich Bspw. die Hip-Hop-Beats gemischt mit klassischem Klaviersound etc. Das grenzt sich mit Sicherheit ab von Sharon Jones & Co.
Und nur weil man keine reine Soul-Platte produziert, muss man das Album nicht in den Schatten anderer (die ihren musikalischen Roots treu bleiben) stellen. Das halte ich ebenfalls für unsinnig.
Wie kann man immer noch sagen, dass das Album ähnlich zum ersten ist. HALLO???
Alleine die Aufnahmetechnik beim ersten Album ist eine ganz andere. Das Klavier klingt anders, von der Stimme mal ganz zu schweigen.
Und wer Alicia Keys Beliebigkeit unterstellen will... Ich lach mich echt tot. Hier macht noch jemand selbst Musik und bringt dieses Gefühl auch rüber. Sie ist mit die letzte im Bizz, die erfolgreich ist, aber dennoch für Qualität steht.
Die Reviews hier gehen mir mittlerweile eh auf den Keks, einige Sachen werden einfach heruntergemacht, nur weil es kein Super Indi-Kram ist...Komisch... hier hört sich doch viel mehr immer gleich an?!
Was das meiste Kopfschütteln verursacht: Warum muss ich mich um 180 Grad drehen, um die Berechtigungsmarke für ein neues Album zu erhalten. Mir ist es wichtig, dass ein Künstler/in seinen/ihren eigenen Style hat und diesen dann konsequent entwickelt. Dies ist hier geschehen. Daher kann man auf der einen Seite experimentieren und auf der anderen Seite den alten Style bewahren.
oooch, ich find alicia keys nicht SO schlimm! klar, sie kopiert UNVERSCHÄMT!!! größen wie stevie, marvin, al... mitunter sogar ganze phrasierungen, wirklich offensichtlich. aber ich fand die letzten beiden alben nicht so schlimm! klar gibt es bessere, aber wenn sie auf diesem wege der "neuen generation" (lustig, ich bin 20 jahre alt) die helden der glanzvollen soul-ära nahe bringen kann, ist mir jedes mittel recht. ich kenne viele, die durch alicia angefangen haben, richtig gute soul- und r&b-musik zu hören.
Mal davon abgesehen, dass Punkte-Bewertungen immer so ne Sache sind, würde ich hier - wie auch für die beiden Vorgänger - 5/5 Sternen vergeben.
Besser als Alicia kann man in diesem Bereich kaum Musik machen - vor allem als Songwriter, Sängerin und Texterin in einer Person.
Schonmal das unplugged-Konzert gesehen? Wer da nicht verzückt Gänsehaut-Schauer bekommt, der kann mit Soul wohl nix anfangen.
Super-Sonder-Editionen, wer hasst das nicht..
Aber in diesem Fall hat Alicia drei wirklich gute Tracks nachgelegt. Neben dem bekannten James Bond-Titeltrack mit Jack White hat sie noch zwei Stücke dazugepackt, die ebenfalls voll zünden:
15. Another Way To Die
16. Doncha Know (Sky Is blue)
17. Saviour
Musss meine Vorgänger hier korrigieren. Habe das Album grad nochmal gehört, ist doch zum klaren Klassiker gewachsen, glasklare 5/5. Alle Tracks auf gleich starkem Niveau. Ragism ist manchmal einfach irre! 
Die Review stinkt. Und bitte: Was für Gerüchte um eine eventuelle Homosexualität, davon habe ich ja noch nie gehört. Hat Frau Reichert das mal bei red! aufgeschnappt?
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