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München als Homebase, ein 1,8er-Abitur und ein Studium in Theaterwissenschaften. Auch wenn der 1979 geborene Zulfiqar Ali Chaudhry letzteres nach bereits einem Monat wieder abgebrochen hat, sind das alles keine üblichen Eckdaten für einen in den 10ern des neuen Jahrtausends aufstrebenden Rapper.
Die Initial-Kontaktaufnahme zu Hip Hop im Alter von elf Jahren beschreibt er selbst so: "Rappers Delight von Sugar Hill Gang habe ich auf einer MC gepumpt bis das Band riss!” (Für die jüngeren Leser: Mit "MC" ist eine für diese Zeit übliche "Musikkassette" gemeint.) Es soll nicht alleine bleiben, das Band. Der Kontakt zum Hip Hop reißt noch zu Schulzeiten erst einmal wieder ab – nicht jedoch der zur Musik: Mit 15 Lenzen steht Chaudhry zusammen mit seiner Hardcore-Band "Artzone" auf verschiedentlichen Amateur-Bühnen. Besonders stolz ist er darauf heute allerdings nicht mehr: "Lyrics auf Englisch und Deutsch auf Primaten-Niveau!"
Wenige Jahre später, rund um sein einmonatiges Studium herum, bahnen sich dann die ersten Auftritte als Hip Hop-Künstler an: Im Münchener Flavaclub absolviert er 1999 holprige Freestyle-Gehversuche, findet Gefallen daran, baut seine Skills aus und beteiligt sich an diversen Rap-Battles. Dem Backpack-Gedanken kann er dabei allerdings bis heute nichts abgewinnen und verweist darauf, derartige wurden Ambitionen "gottseidank schnell durch Amimucke therapiert".
Derart sattelfest startet er 2001 als MC Buff-A-Lot zusammen mit Weeh 78, Passt Shawn und Abgesandten des FKP-Dunstkreises mit der Kombo Monaco Lightz erstmals auf Albumlänge durch. Aus dem Debüt "Southern Comfort" wurde dann auch umgehend "ein durchaus beachtlicher Flop in der deutschen Musikgeschichte", wie der Mann mit pakistanischen Wurzeln und ironischem Unterton treffend analysiert.
Nach Inspirations-Reisen durch internationales Ausland lernt er 2002 den Münchener Produzenten Tai Jason kennen. Bis 2005 erscheinen daraufhin die ersten beiden Mixtapes "A$talavi$ta, Baby" und "Ich Bin Ein Star, Holt Mich Hier Raus", mit denen der Künstler, inzwischen als "Ali A$" auf sich aufmerksam macht: Dass das nur zu "Beinahe"-Plattenverträgen mit Eko Freshs Label German Dream und 5vor12 Records führt, wertet er heute als glückliche Fügung.
Während eines Motivations-Durchhängers klingelt dann endlich der "Richtige" durch: Samy Deluxe will Ali A$ für seine Plattenschmiede Deluxe Records gewinnen. Der Münchener fackelt nicht lange und springt bei dem Hamburger an Bord. Bis 2008 bereitet er dort mit prominenter Unterstützung, zwei weiteren Mixtapes und bei mehreren Feature-Auftritten Rap-Deutschland auf sein erstes Solo-Album "Bombe" vor.
Die nötige Großspurigkeit für einen amtlichen Rapper beweist er mit Statements des Kalibers: "In Verhandlung für das Jahr 2008 ist der Geschlechtsverkehr mit Eva Mendez und Scarlett Johannson!" Ein sympathisches Augenzwinkern liefert er frei Haus dazu.
Bombe (2008), Der Countdown Läuft (2008), Wie Baut Man Eine Bombe? (2007), Xklusiv 2 - Der Neue Süden (2007), Ich Bin Ein Star, Holt Mich Hier raus! (2005), A$talavista, Baby! (2004), Southern Comfort (2002)
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