Porträt

laut.de-Biographie

Alev

Der Name scheint recht passend gewählt, denn aus dem Türkischen übersetzt, heißt Alev so viel wie "Flamme". Und Feuer im Arsch haben die fünf Münchner auf alle Fall. Anders hätten sie es auch nicht geschafft, sich aus dem Nichts nach oben zu spielen und sich nach und nach einen Namen zu machen. Mit mehreren tausend verkaufter Demo-CDs und allein 25 Festivalauftritten 2004 haben sich Alev in den Köpfen des Publikums festgesetzt.

Ihren Anfang nimmt die Band auf einer Party, wo Sängerin Alev Lenz zum ersten Mal auf den Gitarristen Patrick Fleischer trifft, der ihr von seinem Studio erzählt. Ein paar Tage später stehen sie gemeinsam im Studio und arbeiten schon am ersten Song. Als Basser Martin Fahrnholz dazustößt, macht man sich noch auf die Suche nacj einem Drummer und einem Keyboarder. Patrick holt von Lungfull seinen Kollegen Willi Wurm (Ex-Darkseed), und mit Bernhard Hess finden sie auch einen Tastenmann.

Nachdem 2002 die erste EP "Cause And Effect" erscheint und mit Bottom Row Promotion ein kleiner Deal am Start ist, trennen sie sich von Willi, da sein Drumming doch zu sehr von Metal beeinflusst ist. Für ihn kommt Jörg Regenbogen in die Band, Philip Eschenbach ist inzwischen als zweiter Gitarrist engagiert. In dieser Besetzung nehmen Alev 2003 ihr Debüt "Breakable" auf, das aber ohne Label im Rücken erscheint. Bernhard als auch Philip wollen nicht bleiben und mit dem Einstieg von Saner Ariduru (Gitarre/Keyboards) erledigen sich beide vakanten Stellen auf einen Schlag.

Von nun an wollen es die Münchner wissen und spielen, nicht nur im Rahmen der Jägermeister Rockliga, unzählige Konzerte. S.A.D. erkennen glücklicherweise das große Potenzial und nehmen die junge Band unter Vertrag. Im Dezember 2004 veröffentlichen Alev "We Live In Paradise" und bieten darauf erstklassigen Alternative Rock, der vor allem von Alevs variabler, ausdrucksstarker Stimme lebt. Erfolgstechnisch zeigt die Nadel 2005 weiter nach oben, denn nicht nur in der Türkei bekommt die Band einen Deal, sondern auch in den USA. Dort sind sie bei Eclipse Records unter Vertrag, dem Label das auch für die Belange von Mushroomhead und Scum Of The Earth zuständig ist.

Besonders in der Türkei sind Alev ziemlich angesagt und spielen dort auf dem Rock Republic Open Air gemeinsam mit Slayer und To/Die/For. Trotzdem schockt die Band Mitte Oktober ihre Fans mit der Nachricht, dass Sängerin Alev sich aus dem Bandkontext verabschiedet hat. Sie will sich fortan nur noch mit Stimme und Klavier auf der Bühne präsentieren.

Die Trennung geht anscheinend in aller Freundschaft über die Bühne, denn im gleichen Atemzug stellt die Band die neue Sängerin Alexandra Janzen vor. Mit ihr nehmen Alev die gleichnamige EP auf, die Anfang 2006 erscheint. Im Juni des Jahres macht sich die harte Arbeit endlich bezahlt, denn Silverdust Records nehmen die Band unter Vertrag. Doch auch sonst war die Band nicht faul, sondern sowohl in China als auch in der Türkei unterwegs. Nun geht es mit Hochdruck an die Aufnahmen, denn die nächste Scheibe soll 2007 fertig sein.

Das klappt allerdings dann doch nicht, denn erst Ende Mai 2008 steht das neue Album in den Regalen, welches (ein wenig einfallslos) ebenfalls "Alev" heißt. Der Deal mit Silverdust ging wohl im letzten Moment in die Hose, denn die Scheibe erscheint über Fastball Music. Auf Tour geht es schon wenig später durch Deutschland.

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Alev - Alev: Album-Cover
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2008 Alev

Kritik von Michael Edele

Mitunter erinnert Frontfrau Alex an Dolores O'Riordan. (0 Kommentare)

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