Porträt

laut.de-Biographie

Alabama Thunderpussy

In Richmond, Virginia sind Namen wie Asechiah Bogdan (Gitarre) nichts Ungewöhnliches und Männer mit langen Bärten und schlichter, schwarzer Kleidung schon gar nicht. Mit den gängigen Quäker-Vorstellungen hat dieser Asechiah aber nicht viel am Hut, er gründet 1996 lieber mit Bryan Cox (Drums) und Erik Larson (Gitarre) die Band Alabama Thunderpussy. Damit wollen sie dann auch nicht zum Gottesdienst oder zum Tanz aufspielen, sondern viel lieber dreckig vor sich hin rocken, bis die Löffel qualmen.

Alabama Thunderpussy - Open Fire
Alabama Thunderpussy Open Fire
Mit neuem Sänger und alten Qualitäten.
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Nachdem sie ohne Sänger und Bassisten schon den einen oder anderen Gig bestritten haben, steigt Bill Storms als Viersaiter bei ihnen ein und nach ein paar ergebnislosen Versuchen mit anderen Sängern, finden sie mit Johnny Throckmorton, den richtigen Kerl für's Micro. Mit dieser Konstellation nehmen sie '97 ihr erstes Demo auf, welches auch dem Chef von Man's Ruin Records in die Hände fällt. Dieser nimmt die Donnermuschis unter Vertrag und Anfang '98 erscheint das Debüt "Rise Again". Zwischen den Aufnahmen und dem Erscheinungsdatum fliegt Bill aus der Band, seinen Platz nimmt Sam Krivanec ein.

Die Scheibe bietet eine gesunde Mischung aus Stoner Rock und einer Prise Death'n'Roll. Noch bevor das Debüt tatsächlich in den Läden steht, nehmen die Jungs ihre zweite Platte "River City Revival" auf und gehen danach erst mal mit Solarized auf Südstaaten Tour für "Rise Again". Da sie nach ihrer Rückkehr aber auch nicht auf er faulen Haut liegen wollen, nehmen sie kurzerhand im Spätsommer '99 die Songs für ihr drittes Album Constellation auf. "River City Revival" erscheint im Winter des Jahres und im Frühling 2000 können sich die Fans schon über die "Constellation" Veröffentlichung freuen.

Danach geht es für die Thunderpussies erst mal nach Europa, wo sie in 29 Tagen ganze 28 Mal auf den Brettern stehen. Nach dieser Knochentour ist für Sam Schluss, der seinen Job fortan an Bingo Tuggel abgibt. Dieser muss sich mit dem Erlernen der Songs beeilen, denn die nächste US-Tour und ein Trip nach England stehen schon auf dem Plan. Nach einer weiteren Rundreise durch die Staaten, macht sich der Haufen an die Arbeiten zum vierten Longplayer "Staring At The Devine". Doch mit Bassisten scheinen sie kein Glück zu haben, denn auch Bingo macht den Abgang.

Das wäre nicht weiter schlimm, nur packt auch Asechiah seine Koffer und es dauert ein wenig, bis sie in Ryan Lake (Gitarre) und John Peters (Bass) Ersatz gefunden haben. Auch nachdem das Album im Kasten ist, reißen die Probleme nicht ab, weshalb sich die Band von Man's Ruin Records trennt und zu Relapse Records wechselt. Dort erscheint im Frühling 2002 "Staring At The Devine". Was auf den bisherigen drei Alben funktioniert hat, klappt hier genauso und die Südstaatler machen sich wieder auf eine ihrer Endlostouren.

Erik Larson veröffentlicht in der Zeit auch sein erstes Soloalbum mit ein paar Bonus-Tracks von Relapse. Als Sänger Throckmorton dann verlauten lässt, dass er der Band den Rücken kehren will, ist die Enttäuschung der Fans groß, doch natürlich machen Alabama Thunderpussy weiter und präsentieren auf der Mitte Juni erscheinenden "Fulton Hill" Scheibe ihren neuen Frontmann Johnny Weils. Dieser hat ebenfalls eine herrlich dreckig Röhre und passt menschlich und gesanglich wie der sprichwörtliche Arsch auf den Eimer. Im Anschluss an die Veröfffentlichung geht es mit All That Remains und GWAR auf Tour.

Auf den anschließenden Dates mit Crowbar, Corrosion Of Conformity und Weedeater kommt es in Ybor City, Florida zu einem tragischen Zwischenfall, als vier Gäste im Publikum bei einer Messerstecherei schwer verletzt werden. Kaum vom Schock erholt, ziehen sie schon wieder mit Danko Jones und Fu Manchu als Support für COC durch die Gegend. Danach macht sich Sänger Johnny wieder auf und davon.

Allerdings dauert es nicht lange, ehe die Donnermuschis mit einem neune Frontmann aufwarten und zwar mit Kyle Thomas. Der hat sich schon als Shouter bei Exhorder oder Floodgate einen sehr guten Ruf erarbeitet und glänzt auch auf dem neuen Werk "Open Fire". Dieses erscheint Anfang März 2007 und sollte alle Erwartungen der Fans locker erfüllen. Im Video zu "Words Of The Dying Man" springt auch schon mal einer von GWAR aus der Dusche, mit denen sie sich seit der gemeinsamen Tour bestens verstehen.

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