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Wie ist der Stand der Dinge bei den gefeierten Retro-Brit-Girls der letzten Jahre? Bei zur Übermutter mutierten Amy weiß (noch immer) niemand Genaues. Duffy lockt nach apartem Debüt mehr mit dunkler Beinbestrumpfung als mit wirklich überdurchschnittlichen neuen Songs. Aber da ist ja noch Adele. Die hat dank "21" keine Mühe, zumindest ihre walisische Kontrahentin in bester Halmich-Manier auf den staubigen Ringboden niederzustrecken.
Der Aufbau geht zielgerecht vonstatten: Erst grummelt ein Bass, dann brettert furztrockenes Schlagzeug. Adele röhrt sich in einen immer reichhaltiger ausgestatteten Song hinein. "Rolling In The Deep" funktioniert als Opener mehr als prächtig und beweist, wieviel Abwechslung in eine Vier-Minuten-Nummer hineinpasst.
Das darauffolgende "Rumour Has It" lässt nicht locker. Die Drums übernehmen vom Start weg das Kommando. Stimmige Hechelchöre begleiten eine kratzbürstig agierende Adele, das trunkene Klimperklavier torkelt lebenshungrig umher.
Nach soviel Dampf und Drive ist erstmal Luftholen angesagt. Diesen Part übernehmen Piano und Streicher auf "Turning Tables". Doch Adele hat nicht vor, handelsübliches Balladen-Einerlei anzubieten. Sie krächzt und soult sich gleichermaßen aggressiv wie gefühlvoll dem eindrucksvollen Song-Finale entgegen.
"Don't You Remember" verbleibt in der vornehmlich ruhigeren Ecke. Hier gibt zunächst eine dezente Akustik-Gitarre den Hintergrund für eine Nummer, die im weiteren Verlauf die guten Zeiten von Melissa Etheridge gekonnt zitiert.
Nach der energischen Alben-Eröffnung variiert besonders die zweite Hälfte des Longplayers eine mehr als grundsolide zusammengestellte Mischung aus Pop, Rock, Soul und Singer/Songwriter-Elementen. Für weitere Kurzweil sorgen die Produzenten. Darunter finden sich (für vier Songs) Rick Rubin (Johnny Cash) und Paul Epworth (Plan B, Bloc Party, Maximo Park).
"Set Fire To The Rain" zieht die Zügel wieder an, um neben Ausflügen in Midtempo-Passagen Adele erneut auf einen stimmigen und emotionalen Schlusspunkt vorzubereiten. Piano und Adeles Organ - das passt immer wieder. So auch auf dem gospelig getünchten "Take It All".
Mal saust auf den elf Tracks ein Honky Tonk-Klavier vorbei, und zurückhaltende Tenorsaxophon-Parts veredeln für Momente das erdig-bodenständige Klangbild. "One And Only" gefällt als Sixties-Soulballade, stilecht schwellende Orgel inklusive.
Mit "Someone Like You" entlässt Adele mit einer weiteren Balladen-Variante, die noch einmal nachdrücklich die stimmlichen Vorzüge der Britin unterstreicht. Ein besonderes Plus stellt dabei ihr Vermögen dar, aus klassischen Singer/Songwriter-Versatzstücken nicht einfach altbekannten Eintopf zu zaubern, sondern erprobte Zutaten unangestrengt zu einem frisch-schmackhaft mundenden Menü zu vermengen.
"21" tummelt sich (bewusst) in manch Streckenabschnitt in der nicht sonderlich positiv beleumundeten Sparte des Poprock. Doch wo dessen Untiefen lauern, wissen Adele und Mitstreiter nur zu genau, und geraten erst gar nicht in Gefahr einer künstlerischen Seenot. Besser sogar: Hauchten doch bloß mehr Künstler und Produzenten dem gemeinen Pop und Rock derart ernsthaft - und untadelig inszeniert - frischen und lebendigen Odem ein wie hier Adele, Rubin und Epworth.
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@SillyWalk : gehts noch ? du weißt schon , dass man Musik mit den Ohren wahr nimmt und dass übergewichtige sogar meist die besseren Stimmen haben (siehe Gossip)? Solche Bemerkungen solltest du vielleicht mal unterlassen (und falls du fragst , nein ,ich bin nicht fett ^^)
Zum Album : Nicht originell , nicht grottig . 3 Punkte sagen alles , was man wissen muss.
Irgendwie will das bei Adele nicht so richtig klappen ... Ich mag die Dame sehr und nach "Rolling In The Deep" habe ich mich wirklich auf 21 gefreut, aber das Resultat ist irgendwie nur ... nett.
Die Platte ist zu meinem eigenen Erstaunen ziemlich gut. 4 von 5 wäre passender.
19 hat mich wirklich beeindruckt, vor allem die Live Bonus CD. Diese Scheibe kann ich nach dem 5. durchlauf allenfalls als Durchschnitt werten. Adele bleibt weit unter Ihren Möglichkeiten. Naja so is halt das Business, wenn man sich in ein Pop Gewand zwängen lässt verdient man wahrswcheinlich n paar Mäuse mehr, als wenn man nur neben dem Klavier steht und singt. Schade eigentlich...
Ich mag das Album, verabscheue aber Ausdruecke wie: "furztrockenes Schlagzeug" oder "torkelndes Klimperklavier".
Ein stilistisches Pfui Teufel! Was soll der Scheiss? Da liest man mal wieder ne Review auf dieser Seite und bei jedem zweiten Satz zuckt man aufgrund dieses Wortwahl-Grauses zusammen.
Wie kann man als Rezensent den Song, der am meisten Hit-Potential hat und absehbar das meiste Airplay kriegen wird, als einen von drei nicht einmal namentlich erwähnen? Taub?
hmm....ich kann persönlich der Meinung anderer nicht ganz anschließen, grundsätzlich muss ich sagen, das das Gewicht einer Künstlerin/ eines Künstlers keinen Einfluss auf ihre stimmlichen Eigenschaften hat. Es gibt und gab einen ganzen Pool an großen Künstler die nicht dem Gardemaß entsprachen/entsprechen und damit äußerst erfolgreich sind und waren!
Außerdem gibt es zuhauf dürre Personen in der Medienbranche, die auch nicht singen können. (alles eine Frage des Talents)
Mir ist es immernoch ein Rätsel, wieso diese Adele so erfolgreich ist.
krass was die leute hier fuer einen driss labern. adele ist mit abstand der beste weibliche singer/songwriter UEBERHAUPT ! macht doch endlich mal eure verkackten ohren auf. die abneigung gegen sie kommt nur wegen ihres uebergewichtets. mama mia -.-
Mal ganz ehrlich... Wenn man die meisten Kommentare hier liest von wegen laues Album und Adele sei zu fett, dann tun mir diese Leute echt Leid.
Das Album das sie hier abgeliefert hat ist wohl eines der Besten, welches das 21 Jahrhundert bis jetzt gesehen hat. Die Musiker auf dem Album sind Weltklasse, Adeles Stimme und Interpretation der Lieder sucht seinesgleichen und vor allem: Endlich mal Musik, die Tiefe hat. Weg von den 08-15 Dreiklängen und den I-IV-V Kadenzen zu kontrastreicheren Akkorden und verschiedenen Tonarten, die nahtlos ineinander übergehen. Das Album ist echt vielschichtig und es ist nicht möglich dieses Werk in einem Mal Hören vollends zu begreifen und erfassen. Gute Musik zeichnet sich meiner Meinung auch dadurch aus, dass sie mit jedem Mal hören besser wird, und dies ist bei "21" der Fall.
An alle anderen, die das Potential von Adele und ihrem Album verkennen, empfehle ich Lady Gaga weiter, denn da kommt man mit einem knappen Musikverständnis besser auf seine Kosten.
Liebe Laut.de-Redakteure!
Erschaudern stellt sich ein: es scheint Ihnen nicht möglich, eine MusikerIN ohne Vergleiche zu betrachten: ob nun Adele oder Duffy - alles wird mit allem verglichen, gleichgesetzt und in eine Schublade verfrachtet, angefüllt mit Vorurteilen persönlichen Geschmäckern. Es gelingt Ihnen nicht, die MusikerINNEN als individuell zu betrachten ihre Musik im Einzelnen zu interpretieren. Eine Steigerung erfährt diese, mit pompösen Wortklaubereien, die einer perversen Selbstbeweihräucherung der Worte gleichen, inkompetente Handhabung, indem jegliche Kritik wenigstens einen Kommentar zum äußeren Erscheinungsbild der Künstlerinnen beinhalten muss, so als seien die Redakteure in Bezug auf Weiblichkeit Frauenbild im Mittelalter verankert hängen geblieben. Ihre Aufgabe besteht in der Bewertung von Musik - und die benötigt kein veraltetes, in tradierten Bildern verhaftetes, feindliches klischeehaftes Frauenbild, dessen Sie sich leider stets bedienen, um Ihren Texten Kritiken den nötigen "Feinschliff" zu verleihen!
Traurig für sie, aber gut für uns ^^ich hasse die frau regelrecht. ihr nervtötendes, emotionsbefreites und für den mainstream geschliffenes genöle. urgs. darauf erstmal joanna newsom und laura marling hören - hach, welch balsam für gehör und seele.
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