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Nur wenige Minuten, nachdem die ersten Töne seiner tiefen Stimme erklungen sind, fühlt man sich zu Hause. Geborgen, umhüllt: Wie bei einem alten Bekannten. Was am Gesang liegt und daran, dass Adam Green seit dem letzten Album kaum etwas an seinem Konzept änderte. Immer noch sind die Songs spritzig-sarkastisch, Happy Dance-Tunes (was einen enormen Live-Spaß-Faktor verspricht) zu absurden Texten (von denen es - als Buch - bald mehr gibt).
Green kreiert Musik, zu der man sogar im Bierzelt schunkeln könnte. So weit müsste es allerdings nur kommen, wäre das Publikum des Englischen nicht mächtig. Denn der junge Herr nimmt auch auf "Gemstones" kein Blatt vor den Mund. Da stellt er schon mal Dostojewski und Fab Moretti (Drummer der Strokes) auf eine Stufe. Auch George W und Tony Blair bekommen in "Chocke On A Cock" einen Seitenhieb ab. Wie auch auf dem letzten Album kommt das Obszöne nicht zu kurz: locker aus der Hüfte heraus singt er über "Carolina" aus Texas, der rote Klümpchen aus der Vagina purzeln ...
Die pompöse Orchestrierung, die auf "Friends Of Mine" zu hören war, hat der Anti-Folker dieses Mal weggelassen. Stattdessen setzt er, wie auch bei seinen famosen Live-Shows, die Orgel ganz groß in Szene.
Zunächst scheint dieser dominante Klang etwas gewöhnungsbedürftig. Doch spätestens bei "Carolina" ("She's a nice whore") hört man, dass Adam dieses Instrument perfekt einzusetzen weiß; es passt sich seiner tiefen, etwas gurgeligen Stimme optimal an.
Adams ausgefeilte, extrem eingängige Melodien müssen auch dieses Mal wieder gefallen. Man hat es hier nicht mit einem verkorksten Indie-Songwriter zu tun. Mit reichlich jugendlichem Charme in seinen Songs wickelt Herr Green jeden um den Finger.
"Diese Platte ist melodischer und rhythmisch um einiges komplexer, als die letzte", beschreibt Adam sein neues Werk, "es gibt mehr Wendungen und Überraschungen in den Songs." Recht hat er.
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ich habe bisher nur reingehört aber vorbestellt habe ich es schon 
Das, das nen Grower ist wundert mich etwas... Mich hat es schon sehr schnell begeistert und nach den Hörproben hatte ich eher Angst das die Gemstones sich sehr schnell ausgehört hat. Der erste Eindruck ist aber sehr sehr gut. Ich habe sogar das Gefühl das es eine Steigerung zu Friends Of Mine ist. 
Steigerung zu Friends of Mine? Das soll überhaupt möglich sein?!? Ich habe das neue noch nicht gehört, in welche Richtung geht es diesmal?
Aus der Amazon.de-Redaktion
Das können noch spannende Zeiten werden, wenn Adam Green so weitermacht. Nach seinem 2004er Überflieger Friends Of Mine hat er sich mal schnell neu erfunden und mit Gemstones ein herrliches Verwirrspiel für den Freund der skurrilen Töne und Texte hergezaubert.
Diesmal hat der Jungpoet die ganze Geigerei rausgelassen, beschränkt sich in Sachen Instrumentierung auf das Nötigste und spielt dafür mit Arrangements und Stilspringerei, dass es eine Freude ist. Dabei finden sich Anklänge an Chansons, wie Jacques Brel für die Verstörten dieser Welt, vor allem im Opener und Titelstück "Gemstones", "Country Road" oder "Choke On A Cock". Da sind (natürlich) die Beatles, da ist auch Dean Martin und der Blues ("Before My Bedtime"), Brav-Pop der frühen 60er zu völlig versauten Texten ("Emily"): ein musikalisches Kabarett stützt die unglaublich unkorrekten, lakonischen Lieder des jungen Adam. Auch textlich bekommt man ein kleines Spielchen geliefert: in vielen Songs wird ein kleiner Querverweis auf einen Anderen eingebaut, so verbinden sich die teilweise kaum eine Minute langen Lieder zu einem locker gestrickten Gesamtwerk.
Eines hat Adam Green mit Gemstones jedenfalls jetzt schon mal klar gemacht: irgendwelche Erwartungshaltungen braucht man sich gar nicht erst zu machen, es wird sicher wieder etwas völlig anderes passieren, aber es wird genau so sicher einen hohen Unterhaltungswert haben und definitiv seine ganz eigene Handschrift tragen. Bravo! --Deborah Denzer
mir gefällt es nicht so gut wie das letzte. wenn man nur auf texte und seine stimme abfährt, ist es natürlich wieder klasse- aber musikalisch sind mir persönlich einfach zu viele standards drin- blues und andere. die ersten drei songs sind noch die besten und dann wirds irgendwie unoriginell und hätte durchaus schon 30 oder gar 70 jahre zuvor eingesungen worden sein.
nichtsdestotrotz werde ich bald zum konzert gehen.
loe
.....wunderbar......!!!!!!!!
nichts neues gewagt, gleiches niveau wie friends of mine,nur ein minimales bisschen mit der stimme rumprobiert (hier in stöhnen, da ein kauziger schrei)
....wertvolles album!!!!
und für das glitzer-cover bekommt der herr green einige pluspunkte bei mir ( boah is das hässlich...
)
ach mensch willi, der Thread ist doch schon lange da...
So langsam nervt es, wie in letzter Zeit das CD-Reviews Forum zugespammt wird.
Ich hab's jetzt ungefähr seit drei Stunden und hörs seit einer Stunde: Es erinnert mich streckenweise noch mehr an eine Theater- oder Kabarett-Vorstellung als "Friends Of Mine". Dementsprechend wichtig werden die Texte sein. Muss ich mir erst erschließen. Ansonsten: Die Polka-, Kasatschok- und Klezmer-Anklänge liegen mir sehr. Bin begeistert. Lieblingssong bislang: "Chuibby Princess". Zum Konzert würde ich auch gern gehen. Die Vorstellung in Berlin ist aber leider schon seit Wochen ausverkauft.
SO FÜR NE STUNDE lustiges entertainment ist er schon gut. mehr nicht. aber das reicht auch
hoffentlich habe ich mir jetzt nichts falsches vorbestellt... 
Für mich ist das eine moderne Version des jiddischen Theaters: Im ersten Eindruck ein Reigen von netten Liedchen. In Wirklichkeit haben sie alle einen feinen Witz (nicht nur textlich) und noch näher betrachtet haben sie's allesamt faustdick hinter den Ohren (ebenfalls nicht nur vom Text her). Aber wenn man - sagen wir mal Muse (nichts gegen die!) - gut findet, kann man möglicherweise nicht gleichzeitig was mit Adam Green anfangen (und umgekehrt). Na, zum Glück gibts da auch keinen verbindlichen Geschmacks-Knigge.
@deadson: Genau das meine ich: Eine Band wie muse bringt ihre Sachen "nach vorn", springt dich an, will großartig sein, virtuos, komplex, ein beeindruckendes Erlebnis vermitteln: Woher nimmst Du die Gewissheit, daß es Adam Green und seinen Hörern darum ginge?
die gewissheit nehm ich gar nicht. mag durchaus sein, das leuten dieser stil liegt (anscheinend sehr vielen). ich habe für mich gesprochen, wie ich es meist zu tun pflege. trotzdem halte ich den vergleich für absurd. mich schreckt einfach dieser tralala-effekt ab, den der gute einfach mit sich bringt.
Du lässt es aber so klingen als wenn man den um Himmels Willen nicht gut finden darf wenn man auch nur das geringste bisschen Musikverstand und Geschmack hat.
Ich finde sowohl Adam Green (zumindest Friends of mine) als auch Muse großartig. Man hat ja auch immer eine Erwartungshaltung an Musik und die ist bei Muse und Adam Green logischerweise grundverschieden. Bei mir sorgt Adam Green z.B. immer für ein Lächeln während Muse eher ergreifend wirkt. Beides hat seinen Platz in meinem Leben und damit auch in meinem CD Schrank wenn es der Geldbeutel erlaubt.
Musikalische Belanglosigkeit kann übrigens nicht nur Unvermögen sondern auch Konzept sein, was in der Literatur funktioniert kann das in der Musik wohl auch.
Belanglosigkeit ... weiß ich nicht. Einfachheit und Reduktion auf jeden Fall.
@deadson: Ich wollte Muse und Adam Green auch gar nicht vergleichen, sondern gegenüberstellen, um zu sagen, daß es verschiedene Wahrnehmungskontexte mit verschiedenen Kriterien gibt. Ansonsten wäre ja zum Beispiel der Mackie-Messer-Song auch nur ein "Tralala". Abgesehen davon - nichts gegen Muse. Großartige Band.
ich kann beim besten willen nicht nachvollziehen, was an dem pferdegesicht adam green so toll ist. natürlich, ganz nette texte und ganz nette songs, aber wie er zur zeit abgefeiert wird, ist nur übertrieben. live ist er auch nicht die ultragranate. adam green ist lahm.
@mandarine
man kann vieles über adam green sagen und auch seine platten nicht mögen- aber man kann bestimmt nicht behaupten, daß seine konzerte langweilig oder bedeutungslos sind. du solltest dir schonmal eines antun, bevor du sowas schreibst.
loe
Was hat es auch schon zu Sagen, wenn jemand "lahm" ist... natürlich ist Adam Green kein Punkrocker oder Speed Metaller und das ist auch gut so. Er macht Popmusik und so wie er sie macht, darf sie auch ruhig langsam ablaufen.
verdammt, ein bisschen mehr toleranz schadet aber auch nicht :/
tja, adam green als DEN songschreiber und pseudo-indie-aushängeschild der heutigen zeit zu bezeichnen ist sicherlich unangebracht...
ebenso unangebracht wie ihn als lahm und belanglos abzustempeln. (was nicht heiß, dass ich hier jemandem zelebrierten offensiv-nonkonformismus unterstelle)
ich mag ihn, seine texte sprechen mich persönlich an, die musikalische untermalung geht mir mal komplett auf den nerv, mal trifft sie mitten ins herz, mir persönlich waren die streicher auf friends of mine teilweise einfach zu überladen und bin daher sehr gespannt auf gemstones, auch wenn ich langsam zweifel bekomme, ob amazon die mir jemals schicken wird, und ich möchte hier auch noch mal explizit erwähnen, dass ich auch garfield sowie die moldy peaches - sachen sehr schätze... erst mal luft holen.
über adam green live kann ich erst ende februar etwas sagen. bis dahin freu ich mich.
Ich war zuletzt nach Teilnahme am Abfeiern in 2003 zutiefst gelangweilt von ihm..... ein Konzert zuviel. So geht mir das ab und an mit einigen groß gefeierten "Indie-Aushängeschildern"... Beispiel Kettcar... ach du meine Güte... das neue Album werd ich mir nur noch aus Pflichtgefühl anhören ....
aber ich werds tun, genauso wie beim adam.... und dann mag ichs vielleicht wieder
jap ging mir ähnlich. beim adam...
aber bei kettcar habe ich zum glück den konsum aufs minimum zurückgefahren und freue mich wie ein kleines kind
für mich bedeutet lahm soviel wie langsam und deshalb hatte ich daraus geschlossen, das du mit "lahm" meintest, seine Musik würde zu langsam ablaufen.
Naja ich hoffe mal das ich seine Songs intressant werden finde aber ich habe seine neue immer noch net zugeschickt bekommen *grml*
Also eigentlich ist die Musik auf Gemstones sowohl von Punk und Rock als auch von Indie-Pop ein ganzes Stück weit weg. Das nächste was mir dazu einfällt sind einige Stücke von den Andrew-Sisters aus den Dreißigern ("Bei mir bist du schön" zum Beispiel) oder Naphtule Brantwein und anderen Klezmer-Musikern aus dem New York der zwanziger Jahre. Die ganze polka-artige zwei-Viertel-Rhytmik ohne Synkopen hört sich erstmal reichlich antiquiert an.Ich finds aber völlig normal, sich in eine Richtung erstmal reinzuhören und dafür langsam ein Stilverständnis aufzubauen. Das interessante bei Adam Green sind diese tschechich-jüdischen Wurzeln einerseits und das urbane moderne New York anderserseits. Letzteres findet sich eher in den Texten, ersteres eher in der Musik.
so..jetzt dreht sich gemstones seit genau dreieinhalb wochen auf dem plattenteller...aber zünden möchte es scheinbar nicht. mir persönlich fehlt dieser gesamte schmalz der so schön "friends of mine" umrandete. hier und da mag blitzt es immer noch auf...diese kurze zucken von totaler freude und überschwänglichkeit. "carolina" ist so ein fall...und natürlich "gemstones" ein lied das so rein garnicht auf die 27 minütige belanglosigkeit, die nach ihm folgt, hinweisen möchte und kann. nee das ist ganz groß da!
trotzdem...ein album das adam nach oben spülen wird...ob er nun will oder nicht...und das er gerade in deutschland die meisten platten überhaupt verkauft...ein phänomen!
habe jetzt auch die neue Adam Green und gerade das erste mal im Player am durchlaufen... bin gerade beim ende von Song 10 und bisher muss ich sagen, die Songs rattern schön runter. Das ganz klingt recht amüsant bisher.
ALLERDINGS:
Das Glitzercover ist wirklich Pervers... was hatte sich denn nur Adam dabei gedacht? Wollte der uns provozieren oder einfach nur ärgern? Wie soll man denn einem unwissenden Adam Green vorspielen können... ich meine wenn man demjenigen das Cover in die Hand drückt, wird er es noch vor Ekel fallen lassen. Des weiteren frage ich mich ernsthaft ob diese Glitzerreflekloreneffeke nicht gefährlich für meine Psyche sind ^^
Glitzercover, Kirmesorgel und "Combo"-E-Piano -- passt doch alles. Ein bisschen verschlissene K&K-Eleganz. Prag wäre der richtige Ort für ein Adam Green-Konzert. Ich finds faszinierend, daß sowas soo populär werden kann. Wundern tuts mich aber schon ein bisschen.
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