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Es war vor 25 Jahren, dass ein Video den noch sehr jungen Musiksender MTV und damit die Welt im Sturm eroberte. Der Clip zu A-has erstem Hit "Take on me" hat sich seitdem tief ins kulturelle Gedächtnis gebrannt.
Wie selbstverständlich projizieren sich beim Hören Bilder des jungen Morten Harket mit neckischer Tolle auf meine innere Leinwand. Und das obwohl meine Sehorgane damals noch weit von ihrer vollständigen Entwicklung entfernt waren – sehr weit. Nach mehrfachem Stilwechsel und einer langen Pause mit anschließendem Comeback folgt nun also der Schlussakkord einer norwegischen Weltkarriere.
"25", so der schlichte Name des Best-Ofs, das das neun Studioalben fassende Œuvre der Skandinavier beschließt. Leider verkommt die Doppel-CD eher zu einem Programmheft der aktuellen Abschlusstournee. Kreativität war jedenfalls nicht unbedingt der Schöpfer dieser Compilation der besten A-ha Songs.
Die Tracklist liest sich haargenau wie ihre Single-Diskografie: von alt nach neu. Von den Anfängen mit "Hunting High And Low" bis zum "Foot Of The Mountain" repräsentieren 38 Lieder die Karriere, immer schön in chronologischer Reihenfolge.
Obendrauf gibts dann doch noch genau ein Schmankerl. Das einzige Novum "Butterfly, Butterfly (The Last Hurrah)" scheint auf ironische Weise zu erklären, warum 2010 der richtige Zeitpunkt ist, um aufzuhören.
Betrachtet man die ersten Minuten des Songs, entwickelt sich eine geschickte Lasso-Konstruktion für das Album. Wie bei einem Musterschulaufsatz greifen A-ha hier die Synthesizer-Phase der frühen Jahre auf und zeigen allen Hipstern, die momentan auf der Retrowelle reiten, dass man schon verdammt lange dabei ist. Später wandelt sich "Butterfly, Butterfly (The Last Hurrah)" in den typischen kantenlosen A-ha-Sound der Nullerjahre, was mir zwar kein "Hurra!" entlockt, aber doch eine nette Schlussbetrachtung der Ära A-ha ist.
Auf epischen 155 Minuten kredenzt uns Warner die Hits der Norweger und alles was dazwischen lag. Mit "25" kommt einem auch ein Hochglanz-Booklet samt Augenkrebsgefahr ins Haus, das nette Anekdoten zu den Songs und Musikanten enthält. Außerdem zeigt es stimmungsvolle Winterfotografien, die zum größten Teil von einem psychedelisch glänzenden Möbiusband vereinnahmt werden.
Auf dem Cover hat sich das Ding dann passenderweise zu einer 25 gemorpht. Verantwortlich dafür ist das amerikanische Grafikdesign-Team von Smog Design Incorporated. Scheinbar waren da kreative Köpfe am Werk, die das wenig kreative "25" optisch aufmöbeln.
Nur ein neuer Song und eine chronologische Anordnung der kanonischen Songs? Keine wirklichen Remixe, fast nur "Radio-Edits" und "Single-Versions"? Das verdient wirklich kein positiv konnotiertes "A-ha!" wie es sich die Norweger mit der Wahl ihres Namens gewünscht haben.
Na ja, eigentlich ist gegen Originale und chronologische Auflistung meiner Meinung nach nichts einzuwenden, besser als irgendwelche sinnlosen Technoremixe oder endlose 12'' Mixe die dem ganzen doch nichts neues hinzufügen.
Und die Fans werden bei Best of Alben wohl fast nie bedient, außer da wäre jetzt eine DVD dabei, aber so ist es eben nur für Leute interessant die A-ha nur am Rande kennen. Und so soll es ja im Prinzip auch sein.
39 Songs sind auf jeden Fall 'ne ganze Menge. Und die Review find ich ordentlich. Schwachpunkt erkannt (nur Singles) und fair aus der Sicht eines Spätgeborenen bewertet
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Wahre Highlights für den interessierten Fanatiker von nebenan: Days On End, The Love Goodbye, Driftwood, Presenting Lily Mars und das ganze rockige Live-Zeugs aus der Südamerika-Phase.
Nur Singles? The Blue Sky, Scoundrel Days, Swing Of Things, There's Never A Forever Thing, Slender Frame und Cold As Stone waren Singles?
Auf der zweiten CD sind natürlich nur Singles drauf, da A-ha da auch nicht mehr geliefert hat.
Die Best Of offenbart doch eher, dass das Comeback und der seichte Sound der späten Jahre (CD2) gegen die erste Phase (CD1) abstinkt, in der A-ha noch mehr als nur Singles zu bieten hatten.
Aber besser den Re-Realse von Scoundrel Days kaufen. 
Ach wie viel Bands veröffentlichen Reissues, Rereleases und Best-Off über ihre Labels. Sowas braucht man eigentlich kaum zu bewerten. Ich habe auch jede Menge Best-Ofs herumstehen, da ich viele Bands höre. Finde das ist ein angemessener Release, der alles enthält, was man über die Band wissen muss. Und wer sich jetzt "verliebt" in die frühe Phase von A-Ha, verkauft oder veschenkt das Best-Of und holt sich die Diskografie.
Also 2 Punkte ist eigentlich 'ne Schande für eine musikalische Zusammenfassung von 25 Jahren. 3 wären absolut gerecht gewesen.
Ich finde, so soll eine Best-Of sein. Chronologisch geordnet, alle Songs in Single-Versionen und vor allem sind auch alle Singles drauf. Das ist das, was beispielsweise Sony mit Michael Jackson nie hinbekommen hat. a-ha haben übrigens exakt 39 Singles veröffentlicht.
So soll meiner Meinung nach auch Popmusik sein. Sie darf ruhig für die große Masse ansprechend sein, aber nie flach. Man muss sich eben halt nur mal Songs wie "Take On Me" oder "Summer Moved On" anhören. Das sind einmalige Gesangsmelodien. Jede Coverband hat da schon verloren. Ich mag die Stimme von Morten Harket. Überschlägt sich fast immer, aber trotzdem irgendwie angenehm. Tja, Norwegens ganzer Stolz (aus rein musikalischer Sicht).
wer auf harket steht, sollte sich ruhig mal die norwegischen solosachen gönnen. Poetenes Evangelium und vogts villa sind besser als manche aha alben.
immer noch die beste deutsche rockband aller zeiten für immer
Lieber Herr Wesselkämper,
bei diesem Album handelt es sich um ein "Best Of" Album dreier Musiker die kurz vor der Rente stehen.. Warum also unnötige Remixe? Die bekommt man auf der Re-Releases der ersten beiden Alben. Man sollte ein "Best Of" Album nach der Musik bewerten und nicht nach den Wünschen. Zum Abschied bieten a-ha ne Menge aber das hier ist nun mal eine Compilation der besten Hits und nicht anderes.
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