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"Long live A$AP, now bow to your Messiah, bitch!" Nö, Bescheidenheit hat A$AP Rocky nicht zu seiner Zier erhoben. Warum auch? Nachdem ihn ganz unterschiedliche Rap-Kreise zur neuen Hoffnung des Genres hochjubelten und mit dickem Major-Deal im Rücken darf Rakim Mayers getrost klotzen. Zumal ihm offenbar mühelos ein echtes Kunststück gelingt: A$AP Rocky macht es vielen recht, biedert sich aber zugleich nirgends an.
Finster und ein wenig schmuddelig zeichnet er seine Welt. Seine New Yorker Herkunft - "Harlem's what I'm reppin'" - tönt aus jeder Zeile. Zugleich frönt A$AP Rocky hemmungslos seinem Faible für Grime und insbesondere für den träge tropfenden Screw-Sound aus dem dreckigen Süden.
Das klingt roh, wabernd und zunächst einmal gar nicht danach, als schere sich jemand auch nur einen feuchten Dreck um die Hörgewohnheiten des Mainstream-Radio-Konsumenten. Dem macht A$AP Rocky die vorgesetzte Suppe mit subtil eingekochten Zutaten aber trotzdem schmackhaft. Ein staubiger Boom-Bap-Beat hier, ein paar Streicher und ein Klavier da, schon rutschen auch wenig mundgerechte Brocken.
Eine ganze Reihe verschiedener Produzenten betraut A$AP Rocky mit der Aufgabe, seine Zeilen in Szene zu setzen. Allesamt sorgen die Herren an den Reglern für angemessen bedröhnte Atmosphären. Clams Casino etwa fängt in "LVL" den Spagat zwischen rastloser Hibbelei und bekiffter Antriebsarmut perfekt ein.
Noah 40 Shebib und Drake schieben "Fuckin' Problems" mit einem Bass an, der eine schier unverschämte Dynamik entwickelt: "Oooh, how you love it when this beat is on." Wie wahr. Ich mutiere beinahe doch noch zum Drake-Fan. Er, 2 Chainz und Kendrick Lamar stehen A$AP Rocky bei der Problembewältigung hilfreich zur Seite: "I love bad bitches, that's my fuckin' problem."
"Don't view me as no conscious cat, this ain't no conscious rap." Nicht überall setzt A$AP Rocky auf Tiefgang, schon gar nicht, wenn er Grundbedürfnisse zum Thema macht: "Pussy, money, weed - that's all a nigga need." Selbst an Stellen, an denen sein Vortrag in die Monotonie abzugleiten droht, entstehen kaum Längen. Aus einem scheinbar unerschöpflichen Fundus fliegen Zitate wie beim Rosenmontagszug Kamellen.
Den eigenen Aufstieg "from ugly to comfortably" hat A$AP Rocky offenbar noch nicht ganz verdaut. Immer wieder schweift sein Auge fast ungläubig über das bisher Erreichte. "I swear this famout shit just happened overnight", beteuert er in "Suddenly". Gut, so hatte er noch wenig Gelegenheit, sich im neu erworbenen Luxus einzuigeln.
Statt dessen wirft A$AP Rocky in "Phoenix" nachdenkliche Blicke um sich. "Now I'm walking on my own. Y'all wish me luck." Klar, machen wir - wobei so furchtbar viel Glück gar nicht mehr braucht, wer seine "ghetto gospel" von Danger Mouse auf den Leib geschneidert bekommt.
"1 Train" wirkt wie ein Klassentreffen der aktuellen Freshmen: Hit Boy fährt opulente Streicher auf, die den MCs trotzdem reichlich Raum zur Entfaltung lassen: "I don't drop bars, I drop prisons", trumpft Joey Bada$$ auf, während Yelawolf mit einer "vision beyond the Hubble's" klar macht, warum sich Alabama auf dem aufsteigenden Ast befindet. Danny Brown, Action Bronson und Big K.R.I.T. kommen zum Zuge - und Kendrick Lamar: "If I'm not the hottest hell must have froze over."
Gunplay und - "spittin' it like a Beretta" - A$AP Ferg helfen bei der "Ghetto Symphony". Schoolboy Q steuert bissige Zeilen zu "PMW (All I Really Need)" bei. So weit, so wenig überraschend. Doch A$AP Rocky zieht zudem Gäste aus dem Hut, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war.
"I Come Apart" bestreitet er zusammen mit Florence Welch, deren Gesang der wuchtige Beat leider über weite Strecken völlig platt walzt. Besser behauptet sich Santigold in "Hell". Den Überraschungstreffer landet dennoch ein anderer.
Eigentlich möchte man nämlich beim bloßen Gedanken an ein Feature mit diesem Mann den Kopf einziehen und lautstark einen Räumungsbefehl in Richtung Kühlschrank bellen. Skrillex und A$AP Rocky zeigen Zweiflern jedoch gut gelaunt den Mittelfinger und drehen Birdy Nam Nams "Goin' In" durch den Elektro-Fleischwolf. "Fuck being polite": Das Resultat trägt seinen Titel "Wild For The Night" wahrhaftig mit Recht. Geiler Scheiß.
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kendrick ist gut, aber wenn dieser a$ap auf "LVL" einfach nur göttlichlaidbackonpoint flowt, dann helfen auch gute lyrics nicht mehr.
Hohe erwartungen erfüllt, blabla usw...
Sehr geiles Ding geworden. Für mich persönlich nach Kendrick Lamar bringt auch A$ap Rocky endlich wieder was Feierbares auf Albumlänge aus Übersee mit. Rap aus Amiland macht wieder Spaß. Persönlich Favorites sind "Hell" (könnten sich bitte mal alle Rapper vornehmen Santigold anstatt dieser unsägliche Rihanna zu featuren), "1Train" (der Beat erinnert mich an die goldenen Wu-Tang Zeiten), "Phoenix" und "Ghetto Symphony". Man hat mit "Fuckin Problems" und "Wild for the Night" natürlich auf den Club geschielt aber wenn man ,wie ich, kein Clubgängern ist, eignen sich beiden Tracks wunderbar bei 180 km/h auf der Autobahn. Sehr rundes Album geworden mit kaum Skipkanditaten. 5/5
Dani, zum Glueck steht da "beinahe" @ Drake.
Wie schon andernorts erwaehnt, ich finde ihn unaushaltbar. Seine Leute machen schoene beats und als feature fuer hooks ist er manchmal okay, keine Frage, aber darueber hinaus kann er NICHTS. Alleine die Stimme macht mich mittlerweile rasend. Bestimmt hat auch Big Ghostface da einiges geschuert, weil man erst da verstaerkt drauf geachtet hat, was fuer eine unfassbare Flasche Aubs ist. Es ist schon echt schwer, eine bereits EXTREM hohle hook von 2 Chainz noch zu unterbieten.
'Phoenix' auf 'Fashion Killa' folgen zu lassen ist etwas kurios, zumal sequencing ansonsten ja passt. Halbwertszeit des Albums wird sich noch herausstellen, was fuer die Ewigkeit ist das mal nicht. Danny Brown nervt uebrigens auch langsam aber sicher.
wenn ich die feature list sehe, kriege ich schon ein ungutes Gefühl, ich hoffe mal das mein Gefühl nicht bestätigt wird
Gibt doch kaum welche und bis auf Drake ist alles schick. Gunplay reisst auch mal wieder den Bau ab.
naja, ich bin nicht so ein fan von skrillex, santigold oder danny brown und vor allem von skrillex!!! aber ich habs ja noch nicht angehört, spotify ist für diese woche aufgebraucht...
Ausfälle sind da schon ein paar, leider... Die ersten 4 Tracks sind absolut zerfickend, 5/5, aber dinger wie "Fashion Killa" oder das unsägliche "Pain" sowie das vor sich hin plätschernde "hell" gefallen überhaupt nicht und trüben den gesamt eindruck deutlich.
Höre das Album rauf und runter. Ich find's super. Mehr brauch ich dazu auch nicht sagen. 
Die Tracklist ist ja bei iTunes am Ende verändert. Angel und Jodye gibt es da nicht, sondern Pretty Flaco Remix Ticket. Gibt es da eine Erklärung?
Album find ich bis jetzt nicht so überragend, wie ich es im Vorfeld erwartet hätte.
mein erstes kommentar auf laut seit 3 jahren geht an... A$AP ROCKY ...lang und hoch lebe der pretty flacko!
long live asap - 5/5
goldie - 4/5
pmw - 5/5
lvl - 5/5
hell - 5/5
pain - 2/5
fuckin problems - 4/5 (ein punkt abzug wegen drake^^)
wild for the night - nüchtern: 2/5; auf drogen: 5/5
1 train - 5/5
fashion killa - 4/5
phoenix - 5/5
suddenly - 5/5
jodye - 5/5
ghetto symphony - 5/5
angels - 5/5
i come apart - 2/5
kingz aus allen himmelsrichtungen.
freddie für den norden
rocky für die eastcoast
z-ro für den dreckigen süden
kendrick für die westcoast
wann war amirap das letzte mal so gut aufgestellt? doch nur in den 90ern.
lasst mich korrigieren. amirap war die ganze zeit über gut aufgestellt, wenn man die richtigen artists kennt. nur scheint mir, als bekämen jetzt nach ewigen zeiten endlich auch wieder ein paar wirklich gute acts das verdiente scheinwerferlicht (z-ro ausdrücklich ausgenommen). peace
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