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Fassen wir einmal kurz zusammen: ein herausragendes Aftermath-Debüt, Biografie als Film und Buch, eine eigene Klamottenlinie, Mike Tysons Villa, Beef und G Unit-Imperium. Ein enttäuschender Nachfolger, der halben Welt ans Bein gepinkelt, Weltruhm, ein eigenes Erfrischungsgetränk, Beef und 25 Millionen verkaufte Platten. 50 Cent hat etliche Gründe, um völlig überzuschnappen und in Selbstherrlichkeit zu versinken. Ganz genau. Es ist Zeit für "Curtis".
Zumindest ist 50 Cent selbst davon überzeugt. Den Plan für die (musikalische) Selbstzerstörung hat er vorerst ad acta gelegt, denn eigentlich sollte sein Album ja "Before I Self Destruct" heißen. Da tackert Curtis Jackson lieber den eigenen Geburtsnamen aufs Cover und lässt die eigene Biografie erneut Revue passieren. Vom angeschossenen Koks-Dealer zum Rap-Millionär - die Story seines Lebens. Natürlich wird dabei in erster Linie der verschmähte Rest des Games ins Visier genommen. Einmal Gangster, immer Gangster.
Fifftys Gemütshaltung gleicht der Stimmung wie damals bei "Get Rich Or Die Tryin'". Seine Selbstüberschätzung in Sachen Businessmoves macht ihm jedoch hinsichtlich seiner Glaubwürdigkeit einen dicken Strich durch die Rechnung. Ja, mit der Kanone im Anschlag kann man Millionen Platten verkaufen. Das hat 50 Cent eindrucksvoll bewiesen. Irgendwann ist das Konzept aber ausgelutscht. Besonders wenn man dabei nicht konsequent bleibt. Und, auch wenn Fiddy da völlig anderer Meinung ist, musikalische Qualität lässt sich sowieso nicht in Plattenverkäufen messen.
So hat Curtis lediglich an verschiedenen, bereits früher erfolgreichen Ideen für sein neues Album weitergestrickt. "Amusement Park" versucht sich als neues "Candy Shop", "Straight To The Bank" klingt nach der neuen Version von "Piggy Bank" und "Curtis 187" will an "Many Men" anschließen. Doch kein Song erreicht die Intensität von "Get Rich Or Die Tryin'" oder das selbstsichere Hit-Feingefühl von "The Massacre".
50 Cent bitet sich selbst und vergisst dabei, ein paar Gänge hochzuschalten. Blöd, dass dann nicht einmal Dre oder Eminem den Karren aus dem Dreck ziehen. Der Doktor klingt auf der missglückten Clubnummer "Fire" unter Mitarbeit von Pussycat Doll Nicole Scherzinger wie ein schlecht aufgelegter Scott Storch. Und Eminem hatte für "Peep Show" weder einen aufregenden Beat noch einen akzeptablen 16er in petto.
Nicht die einzigen Nullnummern bei Fifftys gescheitertem Versuch, sowohl die Kritiker zu befriedigen, als auch bei den Plattenverkäufen das goldene Händchen zu beweisen. Die Kollaboration mit dem aktuell gefeierten Soulstar Robin Thicke klingt sehr nach gewollter Zusammenarbeit mit einem angesagten, aber respektierten Vertreter eines Schwestern-Genres ("Follow My Lead"). Und für das Justin Timberlake-Feature auf "Ayo Technology" hab ich nur einen Satz an diejenigen übrig, denen der Song gefällt: Bald kauft ihr George Foremans Grilltoaster und ruft bei Sex Hotlines an. Entschuldigung, aber billiger kann man nicht um potentielle Plattenkäufer buhlen.
Fiffty hat nicht nur bei seinem Flow deutlich abgebaut. Wie es scheint, sind ihm schlicht die Ideen ausgegangen. Von seinem patentierten Händchen für eingängige Hooks ist wenig bis gar nichts zu hören. Der Hilferuf in Richtung erfahrener Hookmaschinen (Scherzinger, Timberlake, Thicke) geht kräftig in die Hose. Bei derart gewollter Kost braucht es schon einen Gast wie Mary J. Blige, um auf Bläsersample ein wenig der Routine zu entfliehen ("All Of Me").
Fiddy wäre sicherlich noch in der Lage, zeitgemäße Hits zu schreiben und als dickster Macker am Platz zu begeistern. Auf "I'll Still Kill" glänzt er neben Akon auf einem herrlich nervtötenden Moskito-Keyboard-Beat. Und "I Get Money" erinnert dank simpler Beatwalze und Fifftys losgelöstem Rap-Auftritt daran, dass der Protagonist mal der Mixtape-König war. Damals, als sein "I run New York"-Geschrei noch durch Southside Jamaica, Queens hallte und nicht auf dem 48 Quadratkilometer Anwesen seiner Mike Tyson-Villa in Connecticut verpuffte.
Curtis Jackson muss sich eigentlich nicht entscheiden, ob er hungriger Straßenwolf mit patentiertem Nuschelflow oder globaler Geschäftsmann mit ständigem Blick auf die Massen sein will. Es ist die Qualität, die zählt. Und wenn Fiddy wieder zu alter Form findet, darf er auch als weltweiter Rap-Held für 12- bis 17-Jährige ohne Beanstandung Amok laufen.
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Ich habe irgendwie im Urin, dass das Album ein Flop wird. Schlecht gemachter Rap geht, was die Verkaufszahlen angeht, langsam(endlich) den Bach runter und die Vermarktbarkeit eines 50 cents ist irgendwann auch erloschen.
Der war doch schon immer langweilig, dieses phlegmatische Genuschel ist voellig aetzend.
immer wieder beeindruckend, an diversen reviews hier, finde ich das überhebliche anspielen auf das alter gewisser zielgruppen...getreu dem motto:"iiiiich bin ja schon soooo alt...iiiich bin in der lage mir meine eigene meinung bilden...iiiich hab den plan weil ich altersweise bin." langweilig!
p.s. nur weil hiphop hierzulande als kinderkram daherkommt, heisst es nicht das es in den staaten auch so ist.

Ganz witzige Rezension, allerdings gibts von mir deutliche Punktabzüge in Punkto Glaubwürdigkeit, denn: sowohl Fiddys Debutalbum als auch der Nachfolger haben die laut.de-Redaktionswertung von 3/5 erhalten. Wie kann es sein, dass das Erste dann hier als "herausragend", das Zweite jedoch nur als "enttäuschend" bezeichnet wird, wenn sie doch (mag man der Bewertung glauben) qualitativ in etwa gleichauf sind?
da wollte ich grade fiddy für endgültig tot erklären, da kommt mir dieser engelen schon zuvor.
das ist noch schlechter, als ich es erwartet hab. "get rich or die tryin" war ja noch gut, mit "the massacre" gings dann bergab, aber das hier ist echt der absolute tiefpunkt.
ich zähle einen richtig guten track "ayo technology"
Engelens dämlicher Kommentar sei mal dahingestellt:
eine rezension will (meistens) und kann vor allem nicht allgemeingültig sein. wie denn auch?
die verlinkung sollte man meiner meinung nach schon lassen, redaktionsinterne diskrepanzen kann es geben, sollten über nicht die bewertung beeinflussen, da sie schließlich nur von einer person stammt und nur die meinung der person widerspiegelt.
ich denke nicht, dass cd-kritiken im zeitalter von illegalen downloads und probehören im laden viele leute über einen cd kauf entscheiden lassen.
musikalisches fachwissen ist eine grundvoraussetzung, genauso wie schreiberisches können. von diesen dingen hängt es viel mehr ab, ob man als rezensionsschreiber eingestellt wird. (vermute ich jetzt mal). erfahrung kannst du ja aus einer beispielrezension und bewerbung nicht erkennen. und um ein album schlecht oder gut zu finden, musst die ja nicht unbedingt 5 jahre lang die entsprechende musikrichtung gehört haben.
der rezensent steht bei jeder review dabei. somit müsste jeder aufmerksame leser eigentlich bemerken, dass die beiden 50 cent platten von verschieden personen bewertet wurden. dass die verlinkung leicht irreführend sein könnte verstehe ich aber.
Warum pissen, wenn Alexander Engelen einen Artikel schreibt, einem eigentlich immer alle ans Bein? XDD
Is mir jetz nur grade aufgefallen als ich die Review von Kanye West, der George W. ans Bein pisst und jetz diese gelesen habe. Ist das so gewollt oder hat der Schreiber einfach kein journalistisches Talent?
Ich bin ebenfalls von dem Album enttäuscht, allerdings hätte ich doch einen Punkt mehr gegeben! Soll aber jeder so bewerten, wie er es für richtig hält und gemessen an den Erwartungen, die 50 schürte, ist dieses Album ein Rohrkrepierer!
Ich persönlich habe eine vergleichende Review von 50 Cents "Curtis" und Kanye Wests "Graduation" geschrieben.
Interessierte klicken [url=http://herrmerkt.blogspot.com/2007/09/curtis-versus-graduation-der-vergleich.html]hier!
Das Prinzip sadistischen, von Partei zerfressenen laut Rezensionen schlägt auch hier wieder zu, jedoch muss ich hier dem Schreiber in 1 Punkt recht geben: Fifties Flow war echt schon mal tighter als auf dem vorliegenden Longplayer. Ein zweites "Disco Inferno" sucht man hier unweigerlich vergeblich, genau wie ein Track nach "In Da Club" Prinzip natürlich. Timbo hat die Platte aber vlt doch wenigstens vor dem Totalflop bewahren können... Ich hoffs für 50, dass er in die alten Tagen zurückfindet!!
Schnarchiges Album, bis auf die Single mit Justin und Timbaland halt. Und die, seien wir mal ehrlich, wird wohl von den wenigsten wegen 50s Standard-Raps gefeiert... 
Aber ich kann beim besten Willen nicht die Brillanz erkennen, die 50s Debut gegenüber seinen anderen Releases haben soll, so wie es ja anscheinend die meisten Leute sehen. Für mich ist das mehr oder weniger alles gleich öde, höchstens die Beats waren früher mehr nach meinem Geschmack.
Ich sehe da einige Parallelen zu Mike Tyson. Beide sind am Anfang ihrer Karriere schnell in die Höhe gestiegen und dann gings bei Mike ziemlich tief bergab. Wie wirds wohl bei Fifty sein??? Die ersten Parallelen scheinen sich ja scheinbar schon anhand des Kaufs der Villa zu ergeben...
Muss ehrlich sagen, dass ich von seinem Debut damals begeistert war. Geschmack ändert sich leider mit der Zeit oder besser gesagt, er entwickelt sich weiter. Ich habe für mich Kanye West, Common und Talib Kweli entdeckt, da mir 50 Cent nichts Neues mehr bieten konnte.
Ich hätte mir mal ein Album von ihm gewünscht, das sich stärker am Stil von "In my hood" auf "The Massacre" orientiert. Das klang wenigstens mal anders! Und wenn er schon ein auf Gangster und G-Unit macht, dann wäre doch mal ein Auftritt im Stile der Mafia der 20/30er toll gewesen. Christina Aguilera hat den Zeitsprung vorgemacht, auch wenn auf eine etwas andere Art und Weise. Aber er ist leider beim gleichen Geleier stehen geblieben. Er hat es nicht geschafft sich neu zu erfinden. Schade! Potential hatte er, aber man merkt eben allzu deutlich, dass er nicht der hellste ist. Ansonsten hätte es vielleicht doch nochmal etwas werden können, aber so sehe ich schwarz. Das dritte Album ist ja immer entscheidend für den weiteren Werdegang. Ich höre wie der Vorhang langsam aber sicher fällt.

"In den Clubs läuft das rauf und runter" ist dann der "verkauft X CDs"-Gehirnelfmeter in neuer Verpackung.
Album ist wie erwartet eine Katastrophe und das bezieht sämtliche Beats und Featuregäste mit ein.
Erst gegen Herrn West wettern; dann gegen ihn wetten; dann schon künsterlisch bei der ersten Single gegen ihn verlieren; und am Schluss doch mehr Alben verkauft haben als alle anderen.
"Doch viele meinen, dass sich im Rap alles um beef dreht
und was wohl fürn Label auf welcher LP steht
und nicht wer wie wo die tightesten Flows auf Beats legt."
Mehr kann man dazu einfach nicht sagen.
das Album ist doch voll geil man...wieviele von denen die hier scheiße schreibenhaben das komplette Album gehört? ja merkt ihr was ich find des Album wie gesagt voll geil aba man muss andere meinungen auch respektieren also fickt euch......hörts euch an und bewertet dann okk!!
Das ist echt ein Witz...
Nein, nicht das Album, sondern die review!
JA, 50 "bitet" sich selbst, aber das nennt man wohl eher "konzept durchziehen" anstatt "kopieren", NEIN, 50 hat bei weitem nicht abgebaut.
Nachdem ich im ganzen Internet lesen musste wie unglaublich schlecht 50 doch geworden sei fiel es mir doch tatsächlich schwer 17,50 für die Platte hinzublättern.
Die 4 Singles gefielen mir schon mal gut, nur erwartete ich von den 12-13 anderen tracks nicht mehr viel, zumindest wenn man der durchschnitts-review glauben schenken konnte.
Ich ring mich dann doch durch mir die CD zuzulegen, und ich muss sagen, ich bin ziemlich froh drüber!
Eine verdammt starke Platte hat 50 dahin gelegt, nichts halbes à la "wird sich eh gut verkaufen".
Nein, Fiddy gab sich mühe, die produzenten ebenfalls, und heraus kam ein Album das ohne Zweifel zu den besseren in letzter Zeit gehört.
50 Cent zieht sein Konzept gnadenlos durch, was nicht nur bewundernswert ist, sondern auch (zumindest bei mir) funktioniert. Cool sein will gelernt sein, 50 ist es.
Ich sehe seine Platte locker bei einer 4/5, Graduation auf ziemlich genau dem gleichen Niveau.
@ screwball:
Timbaland als bilig abzustempeln ist ein VERBRECHEN!
sonst; naja, langweilig... typisch curtis "50 Cent" Jackson Fast Food Breitbacken Rap... 
17 Tracks sind (mit Bonus Track); Ayo, I Get Money und Still Kill, Fire; also nich so toll.
2/5 würde rauskommen... mehr hat Young Cesars
am ende des tages is es doch nur wichtig,dass Mr. by-his-self mehr Platten verkauft hat
ernsthaft:
den gangsta-scheiß kann doch echt keiner mehr ab.
50 wird jetzt, bevor er, wie versprochen aufhört( danke fuffzich, erste gute entscheidung in deinem lebn..) noch mal 6 Alben, mind. 3 live-dvds, uind noch 2 unplugged alben machen, dann setzt er sich im alter von 50 zurück in seine
fette villa. das hat er wohl vergessn zu sagen, als er das karriereende vorraussagte
übrigens unglaublich einfallsreiche songnamen:
my gun go off, i'll still kill,
peep show und amusement park.
alleine deshalb würde er schon gegen Ye verlieren, wären da nicht noch schlechte qualität, wenig ideen, monotologisches denken
im songhwriting, usw.
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