Bereits in den Achtzigern bildeten Nate Dogg, Warren G und Snoop Dogg das Trio 213. Wegen der erfolgreichen Solokarrieren der drei Westcoast-Rapper erscheint aber erst jetzt ihr Debütalbum "The Hard Way", das mit seiner sommerlich erotischen Atmosphäre und Tracks wie "Groupie Luv", "Joysticc" oder "My Dirty Hoe" eher an "The Sex Way" erinnert.
Wie die G-Unit setzen die Drei von der Funkstelle bei ihrer Version der "Groupie Luv" auf relaxte Clap-Beats modernster Prägung von Veteran DJ Pooh. Nate Dogg croont die Hookline in gewohnt lässiger Manier, während sich Snoop Dogg und Warren G die frivolen Raps teilen. "I need a ride or die-bitch that gets dirty and gouchie", nimmt Warren G kein Feigenblatt vor den Mund und verspritzt auch im kruden 80er-Track "Joysticc" seine Rap-Samen. "Most women I know love the joysticc and love playing with it, when it goes to extra inch".
Zu ernst sollte man die eindeutige 213-Lyrik jedoch nicht nehmen. "Es ist eine Spaßplatte, die einfach jeder liebt. Als wir anfingen, daran zu arbeiten, waren im Studio alle Girls sofort verrückt danach", erklärt Snoop Dogg mit einem Augenzwinkern. Gangbanging mal anders. Natürlich wollen 213 auch den 'echten' Gangsta-Funk wieder beleben - ohne Beats vom G-Paten Dr. Dre eine fast unmögliche Aufgabe. So qäulen sich die Drei über die fiepsig-flapsig dünnen Synthie-Zwerge "213 Tha Gangsta Clicc", "Keep It Gangsta". Da cruist nix, da bangt nix, da flutscht nix.
Das ändert sich zum Glück mit den smoothen Sommerhymnen "Lonely Girl" oder "Run On Up", dem schwül warmen Kanye West-Soulmix "Another Summer" und besonders der Rollin' on Chrome through the City Lights-Hymne "MLK". Feinste Nate Dogg-Hookaction beschließt mit "So Fly" und dem 70er Funk-Tune "Gotta Find A Way" dann das Album, das nur einen Gewinner kennt: Nate Dogg, denn Nate Dogg ist Gott. Nate Dogg ist Cadiallac. Nate Dogg ist Melancholie. Und last but not least: Nate Dogg ist auch Sex.
Nämlich keine 
aber nicht so böse... ich wollte nur nen bissel ärgern 